Der-mit-dem-Schaf-tanzt 30.11.-0001, 00:00 Uhr 2 7

Hoffnung

Eine Berührung, ein Blick, Klarheit.

Wie stark ich bin.
Seit ich denken kann. Nichts kann mir etwas anhaben. Nicht kalt, aber stark.
Ein Schutz aus Kindertagen. Keiner hat Zutritt zu mir. Keine Freunde, keine Eltern. Ich überstehe Trennungen, Einsamkeit und Rückschläge. Unbeschadet.
Ich setze meine Hoffnungen nicht in Menschen. So kann ich nicht enttäuscht werden.

Du trittst in mein Leben. Es ist anders. Du bereitest den Boden. Dann keimt etwas in mir auf, das ich nicht kenne. Ich merke wie es sich anfühlt zu fühlen. Du brichst meinen Selbstschutz. Langsam und unabsichtlich. Wehren kann ich mich nicht. Gefühle übernehmen das Denken. Du hast mich verändert, doch das weißt du nicht. Erst als der letzte Wall bricht, der die Wahrheit zurückhält und ich schutzlos vor dir stehe, erkennst du es. Das wolltest du nicht.

Wie schwach ich bin.
Die Sonne wärmt mich nicht. Ich zittere. Ich weine. Ich bin einsam. Kalt, schwach.
Ein kleiner Samen ist übrig, doch so bald wirst du nicht kommen um ihn zu gießen. Viel Zeit bleibt dir nicht, denn das was du gesät hast, stirbt nicht zuletzt.
Hoffentlich.

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2 Antworten

Kommentare

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    Du weißt, dass ich es kenne.

    27.07.2012, 16:59 von MmmMMilchreis
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    Wow das ist wirklich berührend. Toller Text, jedes Wort sitzt.

    25.07.2012, 12:44 von MakiNo
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