traumspezialist 21.05.2010, 01:39 Uhr 5 0

Herz und Beinbruch

ich höre schon Stimmen und das klimpern des Bierkastens im Treppenhaus

Mein 22 Geburtstag ist nun eine Woche her, es ist ein sehr kalter Samstagabend und ich höre schon Stimmen und das klimpern des Bierkastens im Treppenhaus. Ich öffne die Haustür und sie kommen lautstark und durchgefroren die Treppe rauf gestiefelt. Einer nach der anderen kommen sie, bepackt mit Schlafsack unterm Arm, in meine Wohnung und begrüßen mich, gratulieren noch mal, drücken mich oder drücken mir ne Flasche Hochprozentiges in die Hand. Ich freue mich sie alle zusammen mal wieder nach so langer Zeit um mich zu haben.

Während sie sich in meiner Wohnung umschauen, ihre Sachen in alle Ecken verteilen und sich ausziehen, schieb ich, in der Küche schon mal die erste Pizza in den Offen und kümmer mich um die Cocktails. Mein bester Freund hilft mir die Limetten mit den Rohrzucker zu stampfen und kontrolliert, das auch ja genug Barcardi in den Caipi kommt. Nach kurzem durchschweifen meiner Wohnung steht sie nun auch in der Küche. Lang haben wir uns nicht gesehen und ich freu mich besonderst sie diesmal auch unter meine Gäste begrüßen zu könne. Da wir in unser beiders stressigen leben doch kaum zeit und Gelegenheiten finden uns zu treffen.
Im Wohnzimmer sitzen wir nun alle zusammen, trinken und essen, erzählen, machen Bilder um den Abend in Erinnerung zu behalten, ohne dabei zu ahnen das ich den Abend auch ohne Bilder noch lange in Erinnerung haben werde. Wir haben eine Menge Spaß, schwärmen von alten Zeiten und Erlebnissen die bis zu Sandkastenzeiten zurückführen. Es wird ein Cocktail nach dem anderen geleert, ein kurzen nach dem andern den in den Rachen gekippt um mit Bier nachzuspüllen, laut Musik gehört und viele Bilder gemacht von Gruppenumarmungen und dummen Gesichtern. Auf einmal sitzt sie neben mir, ich spür langsam den Alkohol wirken und ich spüre auch ihre Beine an meine. Ich spüre sie an mir. Und ich spühre das wieder irgendwas mit mit passiert was ich mir bis heute noch nicht so ganz erklähren kann. Sie macht mit der Kamara in der Hand, nicht ganz wackelfrei, Bilder von uns zwei und drückt mir dabei ein dicken Schmatzer nach den anderen auf die Wange. Ich nehme sie in meinen Arm und sie legt dabei ihren Kopf auf meine Brust. Es fühlt sich gut an sie so nah bei mir zu haben. Dabei sitzt er doch genau gegenüber, ihr Ex-Freund und mein Kumpel den ich doch schon so lang kenn. Ohne groß darüber nachzudenken, versuche ich die Fassung zu wahren und vernüftig zu bleiben. Immerhin war es doch auch damals nur ein Ausrutscher über den keiner mehr ein Wort verliert. Ein Ausrutscher, auf einer vor 3 Jahre vergangen Fete, auf der auch zu viel getrunken wurde und für den ich mich ausdrücklich endschuldig habe. Ein Ausrutscher der der Grund dafür war, warum sie die fünfjährige Beziehung mit ihm beendet hat. Ein Ausrutscher für den ich mir wochenlang Vorwürfe gemacht habe und mich ein schlechtes Gewissen geplagt hatte.Ein Ausrutscher der der Grund dafür war, das ich sie wochen, wahrscheinlich Monaltelang nicht aus dem Kopf bekamm.
Ohne über dies alles nachzudenken, nähren sich unsere Hände, als wäre es selbst verständlich dass das eh passieren würde. Ein seltsames Gefühl kommt in mir auf, wie ich es erst einmal so gespürt habe. Ein unbeschreibliches schönes Gefühl.
Während sich die anderen damit beschäftigen die passenden Partymusik und die nächste Runde Kurze zu organisieren, versuch ich dieses Gefühl zu ignorien und ganz cool zu bleiben. Ihre Hand loszulassen, aber irgendwie will es nicht so ganz funktionieren. Nachdem wir alle noch eine Runde Vodka in uns hinein gekippt haben, treffen wir uns im Flur wieder. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung, mein Bier ist leer und wir stehen auf einmal alleine da. Nur sie und ich stehen da. Wir halten unsere Hände, ohne es zu wissen was hier passiert. Sie legt ihren Kopf an meine Schulter und schaut mich von unten her an. Ohne irgenwie weiter nach zudenken, nähren sich unsere Lippen, wie damals. Es fühlt sich wunderbar an. Ich ziehe sie an der Hand in die Küche und ein zweiter wahnsinnig toller Kuss folg.Dann werden wir von meinen besten Kumpel, der schon nicht mehr nüchtern in die Küche stolpert, um sich einen Cocktail zusammen zumischen und sich ein Bier zu holen, unterbrochen. Wir lassen sofort von einander los und tun so als wäre nix passiert. Ich schließe mich meinen Kumpel an, um noch mal einen ordentlichen schluck Rum, vor fertigstellung der Caipis nachzukippen.

Während ich mich mit ihr und meinen Kumpel in der Küche über Studium, Arbeit und Freunde unterhalte, sind die anderen schon in Aufbruch Stimmung um die an der Ecke stehende Litfasseule zu bezwingen, wie es schon beinahe Tradition geworden ist, wenn sie im volltrunkenen Zustand eine Litfassseule über den weg laufen. Ich versuche an den letzten Besuch bei mir zu erinner, bei denen sie morgens um sechs vergeblich versucht hatte die 5 Meter hohe Reklameseule, nach den Kneipenbesuch, zu besteigen. Doch das interessiert in den Moment nicht. Also mache wir uns bei minus 15 Grad auf, um diese dämliche Litfassseule zu besteigen, und tatsächlich bekommen sie es auch hin. Für mich und Anne erscheint dies grad eigentlich sehr uninteressant, weil wir uns lieber mit uns gegenseitig beschäftigen, versteckt in der nächsten Einfahrt. Während Ihren kalten Händen unter meinen Pullover kriechen, berühren sich unsere Lippen und ich bekomme Gänsehaut.

Wieder zu Hause, wird der Triumpf von meinen Freunden gebührend, mit in einen großen Topf zusammen gemischte „was-weiß-ich-was-das-ist“-Zeug gefeiert. Der weitere Verlauf des Abends ist relativ unspektakulär. Es wird ordentlich gefeiert, Gläser gehen zu Bruch, ein Freund versucht mit Nudelholz und Löffel eine Weinflasche zu öffnen, laut Musik wird gehört und eine Menge getrunken. Halt ein Abend, der in der Entstehungsphase einer neuen Geschichte ist , die wir uns an zukünftigen Partys erzählen werden, um in Stimmung zu kommen. Bis zu Wendepunkt, zum Bedauern meiner Nase. Inzwischen haben fast alle mehr als genug vom Bier und seinen Großen Brüdern bekommen, das Gleichgewicht halten fällt schwer und getrunken wird das was grad in greifbarer Nähe ist. Als mich dann ein Freund lautstark bei meinen Namen nennt und seine Arme aufhält, ahne ich nix böses und stolper ihn entgegen um ihn zu umarmen. Der aber meint es ein bisschen zu gut mit mir, umgreift meine Arme, packt mich mit einen Ruck, um mich zu heben und in den Moment als ich denke, das geht jetzt nicht gut aus, knallt es auch schon laut in meinen Kopf. Alles ist schwarz und ich höre nur noch ein pfeifen, mein Gesicht ist taub und als ich auf den Boden liegend langsam meine Augen öffnen kann, sehe ich schon die Rote Soße aus meinen Gesicht, direkt auf meinen hellen Teppich tropfen. Dann nehme ich ein Blitzlicht war und sehe eine Hand unter meinen Gesicht, die das Blut auffängt. Sie ist von Kumpel, der ebenfalls zu Boden ging. Ich werde ins Badezimmer gebracht und setze mich auf die Toilette. Alle schwirren um mich herum und schon wieder blitzt es. Schön das dieser Moment so reichlich festgehalten wird denke ich, doch diese eine Stimme, die mir ständig entgegenruft:“ alter!!!! du blutest voll an der Stirn ey“, unterbricht meine Gedanken. Ohne zu wissen, wie ich aussehe und was ich an der Stirn habe, lasse ich mir von meinen besten Freund das Rasierwasser geben welches im Spiegelschrank steht. Ich mache mir einen ordentlichen hieb auf die Hand und klatsche diese an die Stirn. Dann höre ich ein erschreckendes zischen aus den Mündern, der um mich herumstehenden Personen, aber ich selbst merke grad eh nicht viel. Als ich in den Spiegel mein Gesicht betrachte, sehe ich trotz imenser Anzahl an verzehrter Bier und Spirituosen, dass da etwas nicht so ganz stimmt. Eine Freundin, die Gott seit dank noch nichts getrunken hat, fragt mich, ob sie mich ins Krankenhaus bringen soll. Ich willige ein und bedanke mich, zieh meine Jacke an und nehm mir noch ein Bier für den Weg aus der Küche mit, welches bei meiner Krankenwagenfahrerin auf Wiederspruch trifft.

Nach kurzer Diskussion, ob ohne oder mit Bier zum Krankenhaus, sitzen wir dann doch ohne Bier im Auto, Richtung Notaufnahme. Im Krankenhaus angekommen geht alles ganz schnell, nach kurze Unfallbefragung, mit unglaubwürdigen Blick, der Arzthelferin zum Unfallhergang, folgt das Röntgen, die Diagnose, das beflastern meiner Stirn und Nase, und was sonst, das anschließende bezahlen der Praxisgebühr.
Als ich mit vollen Mund und Bürger in der Hand, welche wir auf der Heimfahrt bei Mecc´s noch schnell besorgt haben, die Wohnung betrete, werde ich sofort begrüßt und nach meinen Empfinden befragt. Ich betrete die Küche, in der alles aufgeräumt ist und ein Freund fleißig den Nachtsnack zubereitet.
Es gibt Bratkartoffeln wie man sie unter diesen Umständen nicht besser hätte zubereiten können. Mein bester Freund stolpert mir besorgt entgegen und ich sehe an seinen Blick, dass bei ihm schon lange der Zug abgefahren ist, der Zug der Aufnahmefähigkeit für alle um ihn herum passierenden Geschehnisse. Er fragt mich besorgt wo ich denn die ganze Zeit war, und nimmt mich in den Arm.
Anne ist auch sofort zur stelle und zu dritt begutachten wir die Kopie des Röntgenbilds, auf das ich im Krankenhaus unbedingt bestand, schließlich ist das, bestimmt das beste Bild des Abends!!

Die Partystimmung es ein wenig erlöscht und alle schlingen vor lauter Hunger die scharfen Bratkartoffeln in sich hinein. Nachdem alle gestärkt sind, hebt sich die Stimmung wieder etwas und es werden, zu Titelmusik vom „A-Team“ und „Rocky“, ein paar letzte Absacker getrunken. Ich finde Anne in mein Schlafzimmer, wo sie im Bett liegt. Ich lege mich zu ihr, nehme ihr Gesicht in die Hand und küsse sie. Ihre Hände kriechen langsam unter meinen Pullover, entlang von der Hüfte hoch zu der Schulter. Ich beuge mich über sie, streiche ihr Haar aus dem Gesicht und lasse meine Hand langsam hinter ihr Ohr, entlang am Nacken, bis in Richtung Brust gleiten. Meine Lippen berühren ihren Hals und meine Hände streichen zärtlich über ihren ganzen Körper. Ich steige über sie und sie fässt mir langsam in meine Hose an meinen Arsch. Meine Pflaster im Gesicht und die schmerzende Nase stören mich während ich versuche sie weiter den Hals entlang, Richtung Brust zu küssen.
Ich steige von ihr runter und lege mich neben sie, während meine Hand zärtlich über ihren Bauch streicht und sie fragt mich „was los ist?“. Ich mein nur, dass mich meine krumme Nase und die ganzen Pflaster im Gesicht stören und auch erst in diesen Moment nehme ich wirklich war was so passiert ist. Sie versucht mich aufzumuntern, sagt dass ich trotzdem hübsch aussehe und steigt auf mich, küsst mich und wir machen da weiter wo wir aufgehört haben. Während wir gegenseitig an uns rum machen nehme ich ein seltsam, unbeschreiblich schönens Gefühl war, wie ich es erst einmal gefühlt habe.Ich merke das sie mit mir schlaffen will, und ich bin nicht abgeneigt in diesen Moment, wir machen uns gegenseitiger immer mehr heiß, aber ich kann das einfach nicht, nicht jetzt und nicht hier, nicht wenn er nur ein paar Meter weiter, wahrscheinlich immer noch besoffen auf dem Sofa, im Raum neben an liegt!! Während wir immer noch wie verrückt gegenseitig an uns rummachen, versuche ich die Fassung zu wahren, sage zwei oder dreimal: „ das können wir jetzt nicht machen, nicht hier!“. Plötzlich geht die Tür auf, wir erstarren mit einmal, tun so als würden wir von einen Moment zum anderen schlafen, sie immer noch auf mir liegend und eine Stimme erklingt lautstark: „ wie issen das Passwort???“ . Ich Frage total erschrocken: „Wassen Passwort den?“ „ Na de Passwort von de Computer!!!“ und in diesem Moment fällt mir auf das gar keine Musik mehr zu hören ist. Ich nenne meinen Kumpel, den ich gebrochenen Nase und Platzwunde am Kopf zu verdanken habe, das Passwort und dann schließt sich auch schon wieder die Tür. Dornröschen erwacht wieder aus ihren plötzlichen vorgetäuschten Winterschlaf und wir machen weiter. Die Schlafzimmertür öffnet sich wieder und der Vorgang wiederholt sich gefühlte sechs bis sieben mal.

Nachdem ich dann nun zum fast 10 Mal meine PC-Passwort durchs Schlafzimmer schreie, ist unsere Stimmung, an uns gegenseitig weiter rum zu machen, gesunken und wir liegen nur noch da und schauen uns im dunklen Schlafzimmer gegenseitig an. Ich schau ihr in die Augen während wir Händchen halten. Sie sagt, das sie sich das erste mal anders vorgestellt hat und ich frage: „Welches erste mal, mit uns??“. Ja sie meinte das erste mal mit uns und ich bin ein wenig überrascht aber erfreut zugleich dass sie das sagte. Dann meint sie aber „ das sie denkt, das sie mich nicht glücklich machen kann“ und ich frage warum, worauf ich keine Antwort bekomme. Mit seltsamen Gefühl und einen abgestandenen Bier in der Hand, stehe ich kurze Zeit weniger wieder im Wohnzimmer. Während sie noch in meinen Bett liegt, krübel ich darüber was sie mir damit nun sagen wollte. Alle sehen müde aus, Alkoholleichen liegen auf der Caotch, geleerte Bierflaschen und halbvolle Cocktailgläser mit zu stark gemischten Caipis stehen in allen Ecken.
Nur noch der harte Kern hält sich wackelnd und mit schiefen Blick, auf den Beine. Nachdem sich alle mehr oder weniger, bzw. gar nicht, weil sie dort eingepennt sind wo sie zu Boden gingen, eine Nachtlager aufgeschlagen haben, beschließe auch ich mich wieder in mein Bettchen zu begeben, wo noch immer Anne liegt und anscheinend auf mich wartet.

Da liegen wir nun in mein Bett, mein bester Kumpel, der eh jenseits von gut und böse zu scheinen sein mag, auf der einen Seite, und ich mit ihr in meinen Armen auf der anderen Seite. Während sie schlafen, schießen mir tausend Gedanken durch den Kopf, der eh noch schmerzhaft dröhnt, vom Duell mit den Teppichboden. Ich versuch den Moment ihrer Nähe zu genießen, weil schon in diesen Moment versuch ich mir einzugestehen, dass wir in unser beider Leben, die so unterschiedlich und weit voneinander entfernt liegen, wir so oder so, zur zeit keine Zukunft haben. Am nächsten Morgen als ich mit ihrer Hand in meiner aufwache, bekomme ich von Ihr noch einen Kuss, der so selbst verständlich wirkt, dass ich mir gar nicht groß weite Gedanken darüber mache.

Ein Paar Stunden später, als ich wieder allein bin und auf dem Sofa sitze während ich in meinen Gedanken versinke, wird mir klar, das ich den Kuss mehr genossen hätte, wenn ich doch gewusst hätte, das es so schnell nicht wieder zu so etwas kommen wird. Also sitze ich nun hier, alleine, ohne zu wissen ob nur mit gebrochener Nase oder sogar gebrochenem Herz.

5 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 0

    Der Text ist an sich ja ganz interessant, aber ich fand die massige Anzahl an Rechtschreibfehlern enorm störend.
    Und mehr Absätze wären auch schön gewesen. :)

    28.05.2010, 09:55 von Bender018
    • Kommentar schreiben
  • 0

    Das Zeug heißt Bacardi und er gehört nicht in einen Caipirinha.

    Ansonsten: Viel zu langer Text mit zu viele Details und Nebensächlichkeiten, und darum allein vom ersten Blick abschreckend.

    27.05.2010, 23:46 von dasLaecheln
    • Kommentar schreiben
  • 0

    scheint eine lustiger abend gewesen zu sein, der für dich leider trotzdem in doppelter hinsicht blöd gelaufen ist.
    ab und zu sind ein paar worte doppelt, aber das macht nichts ;)

    gefällt mir :)

    25.05.2010, 11:37 von AniLu
    • Kommentar schreiben
  • 0

    aua :(

    23.05.2010, 11:47 von loudless
    • Kommentar schreiben
  • 0

    Mach bitte ein paar Absätze rein, das schreckt wirklich ab. Sonst würden sicher mehr den Eintrag lesen. Fängt ja interessant an.

    23.05.2010, 11:37 von Novel
    • Kommentar schreiben

Das Magazin

Die nächste Ausgabe:
14. Mai 2012

NEON-Apps für iOS und Android

Neueste Artikel-Kommentare