Herz-Achterbahn
Dieses ständige Auf und Ab - es schlaucht irgendwann. Mal so, dann wieder so und dennoch ist das Herz leer, will gefüllt werden und zur Ruhe kommen.
Schlaflose Nächte habe ich hinter mir. In jeder einzelnen Nacht habe ich mir stundenlang ausgemalt wie schön alles sein könnte. So richtiges Kopfkino hat sich da abgespielt bis weit in meine Träume hinein und aufgewacht bin ich auf Wolke sieben. Fantastisch solche Vorstellungskräft. Anders die Realität.
Angerufen hast du, stundenlange Telefonate. "Der Abstand hat gut getan", hast du gesagt und "Ich tue dir gut", hast du daraus geschlossen, aus meinem Lachen am Telefon und dem brennenden Herzen in meiner Brust. Purzelbäume und Luftsprünge hätte ich am liebsten machen wollen, weil es sich so verdammt gut angefühlt hat.
Klar liebe ich dich irgendwie ist da was und was ich an dir finde muss du mich nicht ständig und dauernd fragen. Du bist so, wie du bist, mit Macken und Ecken und Kanten. Aber was bin ich für dich? Was wäre, wenn ich auf einmal weg bin? Trauerst du dann um mich, denkst du an mich, erinnerst du dich an mich oder vergisst du mich?
Diese Woche war eine schlechte Woche. Eigentlich schon seit Sonntag. Da haben wir uns gesehen und ich hoffte auf so viel. Ich hoffte und hoffte und saß da und konnte dich nicht anschauen. Wenn ich ausgesprochen hätte in den Momenten wo du neben wir warst, was wirklich in mir vorgeht. Aber ich habe es im Nachhinein geschrieben. In endlosen Sms und dann war dieses bestimmte schöne Feuer wieder weg. Deine Anrufe blieben aus. Deine Nachrichten kurz und lieblos.
Und heute, heute könnte ich heulen. Den ganzen Tag mich in Taschentüchern baden und am liebsten nur Schlafen. Ohne Träume. Bitte ohne Träume. Du fehlst mir. Du und dein lieber Hund. Ihr beide. Aber du unterstellst mir, ich könne nicht mit Hunden. Dabei hatte ich selber einen. Nur wenn ich bei dir bin - dich zum Greifen nahe, dann mache ich alles falsch. Ich muss zwei beeindrucken, dich und deine Paula und ich habe Angst zu viel zu geben und euch eines Tages nicht wieder zu sehen.
Manchmal will ich nach dem Handy greifen und kurz und schmerzlos alles beenden, das Vorhandene und nicht Vorhandene. Lieber ich, bevor du es tust. So ist der Schmerz kleiner und ich kann dich dann während meiner Amerikareise mit jedem Kilometer den ich mich von hier wegbewege vergessen. Ich habe es schließlich schon einmal getan. Vor ein paar Wochen und nciht durchgestanden. Aber diesesmal, diesesmal würde ich sogar mein Handy dafür die Toilette hinabspülen.



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