dark_gwen 05.05.2009, 17:33 Uhr 0 0

Handlungsunfähig

Wenn man Gefangener seiner Angst ist, ist es schwer, den Schritt zu gehen, der einem die Antworten gibt.

Wenn ich sie sehe, spannt sich alles in mir.
Ihr Gesicht. Unergründlich.
Oder doch nicht? Schwer zu sagen.
Ihre Augen scheinen auf aufgeschlossen, doch kann ich daraus nicht lesen.

Wenn wir morgens nebeneinander parken und aussteigen, sehe ich sie an, während sie mich erblickt und ich versuche aus ihrem Gesicht zu lesen, was sie wohl in diesem Moment denkt.
Und dabei vergesse ich doch tatsächlich „Guten Morgen“ zu sagen. Oder einfach nur zu lächeln. Das wohl einfachste der Welt.

Wenn ich mir in Gedanken Situationen vorstelle, in denen ich sie anspreche, spannt sich mein ganzer Körper und mein Bauch fühlt sich an, als wäre darin ein Ameisennest.

Doch bin ich mir sicher, dass ich es schaffen würde, doch nicht, wenn sie in einer großen Gruppe zur Pause geht.
Und wenn sie zum Feierabend zu ihrem Auto geht, ist sie immer in Begleitung.

Ich bin unfähig zu handeln.
Und genau das bringt mich kein Stück weiter.

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