a-n-n-a 15.01.2011, 02:26 Uhr 0 1

gedanken.muster.

ich sitze. ich sitze alleine am teich. wer sitzt da schon alleine?

ich sitze.

ich sitze alleine am kleinen großen teich.
wer sitzt da schon alleine?

gebrochene gestalten. menschen mit wankendem weltbild.
menschen, denen ein wankendes weltbild zugeschrieben wird.
menschen die niemanden haben. menschen, denen zugeschrieben wird, dass sie niemanden haben.

es ist absolut still.
alle paar minuten laufen sie vorbei. die anderen menschen.
lachend. redend. schweigend.

ich sitze.
rauchend.
gedankenverloren.
und alleine.

da ist er.
der grund, warum mich keiner der menschen anschaut.
warum alle menschen vorbeilaufen. un(d) bewusst den blick senken.
ich sitze >allein<.
und doch ist es kein mitleid was die nicht vorhandenen blicke aussenden wollen.
es ist nicht betroffenheit was sie ausdrücken möchten.
es ist scham.
beklommenheit.

wer sitzt schon alleine nachts am beleuchteten kleinen großen teich?
ganz ehrlich.

und doch tut es gut.
gedanken fließen zu lassen.
tränen fließen zu lassen.
loszulassen.

denn es ist egal was diese menschen in dem moment von dir denken mögen.
das vermögen sich in eine person reinzuversetzen erfordert wohl weitaus mehr als wegsehen.

du bist ein mensch.
du bist wie sie.
und doch ganz anders.

und trotzdem.
warum treffen wortakrobaten auf stillschweigende tänzer?

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