jule.th 30.11.-0001, 00:00 Uhr 10 11

Freitagmorgen

Aber es war, als könnte ich überhaupt nicht richtig greifen, was überhaupt in mir vorgeht und war so völlig unfähig das zu kommunizieren.

"Mega schön, dass du da bist", habe ich gesagt, als ich heute morgen neben dir lag und du dich an mich gekuschelt hast. Ich habe es ausgesprochen und gemerkt, dass sich hinter dem Satz so viel mehr verbarg, als du vielleicht dachtest. In meinem Kopf schwirrten so viele Worte, aber es wollte nicht so richtig ein Satz zustande kommen. Eigentlich habe ich das geübt, mir alles im Kopf sortiert und fertig formuliert, sodass ich es nur noch aussprechen musste. Aber es war, als könnte ich überhaupt nicht richtig greifen, was überhaupt in mir vorgeht und war so völlig unfähig das zu kommunizieren.

 

Wenn ich allein bin und ich dann so vor mich hin träume und mir Sätze zurecht lege, wie ich dir sage, was ich für dich empfinde, stelle ich mir dich vor. Ich stelle mir dein Grinsen vor und dann wie du so provokant deine linke Augenbraue hochziehst - dieses künstliche Aufregen, das du unglaublich gern machst, ich liebe das. Ich stelle mir vor, wie du mich ansiehst kurz bevor du abends das Licht ausmachst und wie du morgens fünf Minuten nach dem Weckerklingeln aufspringst und die fünf Minuten Verzug betonst. Ich stelle mir vor, wie wir beim Frühstück sitzen und es aus dir heraussprudelt, dass du eigentlich überhaupt kein Morgenmensch bist und dann nicht so gern redest - was für ein Glück ich habe, denke ich. Ich muss grinsen und merke, wie ich diese Situationen emotional noch einmal durchlebe. Du hast so einen süßen Charakter hinter deiner rationalen Fassade, den du mir mit der Zeit immer öfter zeigst. Immer wenn das zum Vorschein kommt, macht mein Herz einen kleinen Sprung und ich sehe dich einfach nur an. In diesen Momenten bin ich absolut sprachlos, sprachlos und unglaublich glücklich.

 Du und ich, das ist alles so klar und gleichzeitig unfassbar. Du bist so unaufgeregt, so klar und so selbstverständlich zuversichtlich, dass ich das kaum glauben kann. Manchmal habe ich Tränen in den Augen, weil ich nicht weiß wohin mit diesen Gefühlen und ich muss zugeben, dass es mir sogar manchmal Angst macht, wie verliebt ich bin. Es macht mir Angst, weil es nach so kurzer Zeit so groß für mich ist und weil es etwas ist, das ich zu verlieren habe. Hin und wieder übermannt mich auch der Gedanke, dass ich dich damit überfordern könnte, mit meinen Worten oder mit der Selbstverständlichkeit, mit der ich diesen Text hier schreibe. Ich muss nun daran zurückdenken, wie wir über Gefühle gesprochen haben und wie du den Mut hattest zu sagen, dass dir deine Worte gegenüber den meinen zu wenig vorkommen. Ich denke immer noch sehr oft darüber nach. Es mag jetzt kitschig klingen - wehe du grinst jetzt - aber ich will dass du weißt, dass jedes Wort, so klein es für dich auch klingen mag, eines der Größten für mich ist.

 

Wenn ich diese Zeilen so lese, realisiere ich, dass ich eigentlich ziemlich konkret sagen kann, was in mir vorgeht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du es mir nicht verdenken wirst, dass ich es in einem Text ausspreche. Ich bin jetzt schon voller Vorfreude, dass du wieder da bist.

 

Mega schön, dass du da warst.

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10 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Dass dir das Verliebt sein Angst macht, hat einen Grund. Der Verstand verabschiedet sich für ne Weile und du wirst abhängig von deinem Angebeteten. Im schlimmsten Falle hörig.  Und damit beginnt das Drama.


    06.06.2016, 02:28 von Dr_Lapsus
    • 1

      Hört man ja immer wieder... Verliebt in einen Typen, einmal kurz nicht aufgepasst und zack... hörig.

      06.06.2016, 07:03 von sailor
    • 0

      furchtbar :-(

      06.06.2016, 14:54 von Dr_Lapsus
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  • 1

    Hm ... noch besser wäre, daß auch er erkennen könnte, was sich hinter dem Satz nicht verbirgt ...

    Ich habe es ausgesprochen und gemerkt, dass sich hinter dem Satz so viel mehr verbarg, als du vielleicht dachtest.

    03.06.2016, 21:57 von alter_hund
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  • 0

    War der Sex nicht gut?

    03.06.2016, 16:18 von quatzat
    • 2

      Er war stets bemüht.

      03.06.2016, 20:00 von Elvira_Nocturna_Imperialis
    • 1

      hahahaha, sehr gut elvira.  Das sind die Aussagen, die einem abgelehnten Arbeitnehmer bescheinigen,  dat er ne Null ist :-)

      06.06.2016, 02:24 von Dr_Lapsus
    • 3

      Es gibt Leute, die halten Ironie für ein Nervenleiden...

      06.06.2016, 08:02 von sailor
    • 0

      was es alles gibt?

      06.06.2016, 13:05 von Dr_Lapsus
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  • 0

    Mega schön.

    03.06.2016, 16:06 von Fin_Fang_Foom
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