VickyLotta 30.11.-0001, 00:00 Uhr 0 0

Freiheit, Sommerregen und Roséwein

Es malte bunte kleine Bilder von den Abenden auf deinem Balkon, von den langen Sonntagsfrühstücken in deiner Küche...

Im ersten Moment hat´s mich echt geschockt zu hören, dass du wieder jemand Festes hast. Ja… hat mich ganz schön durcheinander gewirbelt in meinem Köpfchen…

Du, der ging, weil er seine Freiheit wollte, weil er keine Kraft habe die Beziehung aufrecht zu erhalten; du der mich liebte, aber gehen müsse um sich selbst wieder auf die Beine zu stellen…

Mir wäre es lieber gewesen, wenn du die Eier -  die du so gern hast raushängen lassen - mal in der Hose gehabt hättest um mir einfach zu sagen, dass du mich nicht mehr liebtest. Das hätte mir in dem Moment genauso das Herz gebrochen wie es dein Gehen ohnehin getan hat. Aber! du hättest dieses dumme kleine Ding namens Hoffnung wenigstens gleich mit brechen lassen.

So vegetierte dieses Naivchen weiter in meinem Herzen, auch wenn mir im ganzen Rest meines Wesens schon längst klar war, dass ich froh bin, dass ich aus der Sache mit dir in einem Stück herausgekommen bin.

Es malte bunte kleine Bilder von den Abenden auf deinem Balkon, von den langen Sonntagsfrühstücken in deiner Küche, von den Wochenenden bei deinen Eltern, von der Art wie du dir morgens deine Krawatten gebunden hast… Von der Art wie du mich ansahst, wenn du gerade mal glücklich warst, von der Art wie du mich in den Arm nahmst, wenn ich schon fast schlief… Bunte kleine doofe Bilder.

Und nun blieb mir mein Essen fast im Hals stecken als die Nachricht in meinem Kopf angekommen war, dass du wieder vergeben bist.

Da malen sich direkt ganz andere kleine bunte Bilder. Sie auf dem Balkon den ich so liebevoll wieder hergestellt habe, sie in deiner Küche, in der du dich schon nicht mehr ausgekannt hast, sie bei deinen Eltern… sie in deinem Arm…

Und während diese Bilder sich so bunt ausmalen in meinem Kopf, bin ich überrascht. Überrascht, weil ich dachte, dass es viel, VIEL mehr weh tun würde.

Ja, es war ein Schock. Und egal ob ich oder irgendwer daran glaubt, dass das mit euch funktionieren wird und kann oder nicht, eines ist mir durch diesen kleinen Schock klar geworden:

 

Jetzt bin ich endlich wieder richtig frei.

 

Auch wenn ich nicht darauf gewartet habe, dass du zurück kommst, so war da doch immer etwas Unfertiges zwischen uns. Es war für mich immer als hätte jemand den Film vor dem Ende ausgemacht. Und da hab ich nun mein Ende, anders als erwartet, aber ehrlich willkommen.

Und so atme ich tatsächlich erleichtert das erste Mal seit neun langen Monaten so richtig frische Luft meiner neu gewonnen Freiheit ein. Es duftet nach Meer, nach Sommerregen, nach Roséwein in Sommernächten und nach Parfum welches nicht mir gehört…

 

Und so lächle ich, weil ich mit jeder Faser meines Wesens spüre, dass mir jetzt eine großartige, wunderbare, leichte, schöne Zeit bevorsteht.


Tags: Sommerregen, Erleichterung, Endlich ein Ende
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