Orphelia_25 31.03.2012, 11:44 Uhr 0 2

Frei von dir

Ich bin frei. Frei von dir. Fast 5 Jahre hast du mich gefangen genommen. Und ich spüre den Schmerz immer noch. 5 Jahre hast du Versprechungen gemacht.

Ich bin frei. Frei von dir. Fast 5 Jahre hast du mich gefangen genommen. Und ich spüre den Schmerz immer noch. 5 Jahre hast du Versprechungen gemacht. Pläne. Meinen Kopf und mein Herz eingenommen. Fast 5 Jahre hast du mich hoffen lassen. Erst, dass wir uns kennen lernen. Dann, dass wir uns lieben werden, dass wir glücklich werden, es schaffen und jetzt hoffe ich ganz von dir loszukommen. Was hast du an dir, das mich meinen Stolz runterschlucken lässt? Zulässt, dass ich mich für dich kleine mache, verleugne? Das Gefühl habe, ich muss mich schwach zeigen, damit du stark sein kannst. Ein Mann sein kannst. Was bist du für ein schwacher Mann? Du stehst vor mir. Nackt. Du weinst. Hälst mich fest. Willst mich nicht gehen lassen. Ich bin angezogen. Halte meine Tasche in der Hand. Fühle nur Schmerz. Erst in meinem Kopf bis er meinen Körper entlangwandert und bleibt. In meinem Bauch. Und ich mich krümme vor Schmerz. Selbst jetzt, wenn ich schon nicht mehr kann, Tränen mein Gesicht runterlaufen, ich dich anflehe mich gehen zu lassen. Selbst jetzt hälst du mich fest. Du lässt mich einfach nicht gehen. Ich bleibe. Weil ich dich doch liebe und weil ich einfach nicht mehr aufrecht stehen kann vor Schmerz. Ich bleibe bei dir. Schluchze, heule. Und was tust du? Du schlägst auf mich ein mit deinen Worten. Wie schlecht ich doch bin, für dich und dein Leben. Wie sehr du mich doch liebst. Wir schlafen miteinander. Ein letztes Mal. Ich will dich in mir spüren. Ein letztes Mal. Ich streichle dich, wir küssen uns. Du liegst da und sagst mir, wie gut ich mich anfühle und das du mich liebst. Ich liebe dich auch in dem Moment. Ein letztes Mal. Wie ein Rausch. Wir liegen da. Aneindergedrückt. Du fühlst dich richtig an. Doch verhälst du dich falsch. Du wärst der Richtige für mich, wenn du nicht so voller Unsicherheiten wärst und von mir erwarten würdest, diese verschwinden zu lassen. Deine Ängste und Schwächen verwinden zu lassen. Wie soll ein Mensch das können? Immer hast du von mir erwartet vorgefertigte Antworten zu geben. Antworten, die du dir bereits zurecht gelegt hast, noch bevor ich ein Wort gesagt habe. Von deiner Traumfreundin hast du gesprochen. Sie würde jetzt dies und das sagen. Nie hast du gesehen, wie sehr du mich damit verletzt hast. Ich bin Realität. Du hast dir mich ausgesucht. Ich habe Gefühle und nur die Stärke für eine Person. Wie kann ich auch noch stark für dich sein? Ich hätte selbst oft jemanden gebraucht, der mich auffängt. Ich war nicht auf Beziehung eingestellt als wir uns kennen gelernt haben. Endlich. So richtig. Dich kennen lernen, die erste Zeit mit dir, war wie eine Offenbarung. Es geht also doch. Es gibt ihn doch. Den einen, den Richtigen. Und ich habe mich in dich verliebt. Dich geliebt. Alles ging so schnell und war so selbstveständlich. Und jetzt habe ich das Gefühl auf einem Schlachtfeld zu sein. Keine Sieger. Nur 2 Verletzte. Verwundet in den Krieg gezogen und fast gefallen. Du hast die Decke und das 2. Kissen aus deinem Bett geworfen. Dreckiges Geschirr, deine Sportklamotten auf dem Boden. Bücher neben deinem Bett. Du versuchst mich aus deinem Leben und deinem Kopf zu verbannen. Du lässt mich über eine Stunde in deiner Wohnung warten. Ich liege in deinem Bett, ungläubig. Was passiert hier gerade. Ich kündige mich an und es kommt kein Widerwort von dir. Du lässt es zu, dass ich zu dir komme. Du weißt, dass ich komme und du antwortest nicht. Nur ein Wort und ich hätte mir diese Demütigung erspart, aber selbst das bin ich dir nicht Wert. Und jetzt. Hass. Wut. Erniedrigung. Du warst Gift für mich. Du hast mein Leben und meinen Kopf vergiftet. Selbstzweifel gestreut. Vor dir war ich glücklich. Leicht. Voller Pläne. Selbstsicher. Die Selbstsicherheit hast du mir nicht genommen. Alles andere wird auch wiederkommen. Nie wieder erlaube ich dir, dich in mein Leben zu drängen. Nichts wirst du mehr von mir kriegen. Der eine warst du offensichtlich auch nicht. Noch nie habe ich jemandem erlaubt mich so zu beschimpfen und klein zu machen. Mich durch den Raum zu schubsen. Mich anzuschreien. Ich kann mich nicht dran erinnern, jemals so eine Beziehung geführt zu haben. Nichts war dir heilig. Vor nichts in meinem Leben hattest du Respekt. Nicht einmal vor meinen Freunden hast du dich zurück gehalten. Die vielen Streitereien, wenn es mir mal gut ging und ich Spass hatte. Als könntest du nicht ertragen, dass ich auch ohne dich existieren kann. Das es mir besser geht als dir. Dinge, die du mir an den Kopf geworfen hast. All das will ich nie wieder erleben. Nie wieder wirst du ein Teil meins Lebens sein.

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