Entwässert
...
und du redest, alles auseinander
wie einen unliebsamen seemannsknoten
stört doch keinen, na doch einen.
zu weit geschwommen auf deinem redefluss,
dein redefloß stand unter beschuß das dich vor dem ertrinken retten sollte.
weshalb schwimmst du auch so weit
nimmst dir nicht ein, zwei tropfen zeit
fürs schnorcheln hier im seichten
in vertrauten kleinen teichen
ich sag dir, dort draußen bei den möwen
wirst du es ganz bestimmt nicht mögen,
denn es ist kälter dort, als hier zu unseren füßen.
doch das fernrohr klebt stets an deinem auge
blinzelfrei nach inseln suchend und trotzdem
schielend mit dem zweiten auf den platz
neben dir, zu mir, zu ihr, zum passenden ersatz.
ich mein, alles läuft mal aus dem ruder
auch am kleinsten deich, toben wellen an dein ufer
und machen aus dem flauen bauchgefühl
ein wildes seekrakengewühl, in deinem herzen
tentakelspektakel durch jede faser
harpunier es wenn du schlafen willst
oder aber lass es zappeln um zu leben
um zu spüren, unter strom zu stehen
wasser leitet und es wird mich treffen.
dann wander ich, im halben licht
elektrisiert mit meinem holzbein durch die fluten, die der verstand zerteilt
tauch unter, da sie gefühl vereint.
ahoi matrose, der captain geht von board
kein letzten spruch, kein blödes letztes wort
zum abschied, wenn es den gibt
sag ich, nun setz endlich deine segel
und fahr zur hölle, bring das feuer
um zu trocknen was ertrank
ich pust' dir wind und lass dich treiben
im wissen du wirst eh nicht lange bleiben.


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