Endlosschleife
Gedanken sind frei, leider auch schwer zu kontrollieren.
Wenn ich Nachts alleine in meinem Bett liege denke ich an dich. Während meine Anlage sanfte und leise Töne ausspuckt die von der Liebe erzählen laufen in meinem Kopf permanent Erinnerungen wie ein Film. Die Zigarette, die ich wie einen letzten Strohalm zum Luftholen im Sumpf der Erinnerungen, festklammere erhellt den ganzen Raum. Das Licht der Zigarettenglut ist so gleißend und hell und wird dennoch von dem Rauch verhüllt. Das Licht wird wie von einem weichen Schleier verhüllt und gibt mir Anlass an etwas anderes zu denken.
Endlich.
Seit Tagen und Wochen kann ich an nichts anderes mehr denken als unsere gemeinsame Zeit, wir waren ein Herz und eine Seele, wir waren Liebe und Hass zugleich. Unsere Zeit ist vorbei, unwiederbringlich beendet.
Die Beziehung scheiterte an sovielen Dingen, das es vermutlich Jahre dauern würde, müsste ich sie einem Außenstehenden erklären.
Außenstehende hatten in unserer Welt sowieso keinen Platz, unsere Welt haben wir immer zu verteidigen gewusst. An den Abenden an denen wir alleine im Bett lagen und Zigarettenrauch beim verschwinden beobachteten, da waren wir glücklich. Wir redeten über die Zeit, über das Leben und über Okkultismus.
Niemals gingen uns die Gesprächsthemen aus, niemals verging uns die Lust am leidenschaftlichsten Sex, den es wohl nur zwischen uns beiden geben kann.
Wir wären nun zwei Jahre zusammen, still und einsam trauerte ich am 08.01.2010 vor mich hin, hörte unsere Lieder und ging alleine im Licht des Mondes spazieren. Ich lief an den Stellen entlang an denen wir die schönsten Momente hatten, an der Laterne unter der wir uns nach einem Streit geküsst haben, an der Bushaltestelle an der ich dich überzeugen konnte doch noch bei mir zu bleiben. Während ich laufe wird der Mantel aus Gefühlsabfällen immer größer und schwerer, ich würde ihn gerne abstreifen doch ich schaffe es nicht.
Leider.
Wieder zu Hause gehe ich duschen, ich greife mir in die Haare, verschränke meine Arme und beuge meinen Kopf nach unten. Ich kann nicht mehr. Ich habe mir geschworen dir keine Träne mehr nachzuweinen, dieses Versprechen kann ich nicht halten. Tränen vermischen sich mit dem Wasser aus dem Duschkopf, sie verschwinden im Abfluss, sie sind nichts Wert, werden einfach hinuntergespült und niemand weint meinen Tränen eine Träne nach.
Am PC schaue ich mir unsere Bilder an, ich erinnere mich an jedes einzelne von ihnen, ich wollte sie mir nie wieder anschauen, ich tue es dennoch fast jeden Tag. Die Bilder die ich nicht sehe, die habe ich im Kopf.
Immer.
Ich denke jeden Tag an dich, ich denke bei jeder Kleinigkeit an dich. Ich meide sogar Orte die mich an dich erinnern, ich meide Lieder die mich an dich erinnern, sogar ganze TV-Serien. All das bringt nichts, jeder Tag, jede Stunde, jede Sekunde denke ich an dich.
Es ist wie ein Fernseher mit Satellitenreciever, 1.000 Programme, aber ich kann nicht umschalten. Ich habe keine Fernbedienung und der Fernseher kein Knopf.
Ich möchte nicht mehr an dich denken, ich möchte mich neu verlieben, ich will wieder glücklich sein, doch es scheint mir nicht möglich. All die tollen Frauen, all die tollen Bettgeschichten, alles konnte mich nur kurzfristig von dir entfernen, nichts dauerhaft.
Mir bleibt die Hoffnung das sich meine Gedanken nicht mehr so intensiv um dich drehen werden, das ich wieder glücklich werde und das ich meine Erfolge wieder mit einer Frau an meiner Seite genießen kann.
Irgendwann.


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Kommentare
man kann sich prima hinein fühlen. zu prima.
19.01.2010, 12:37 von circaviolett3
Kippen im Bett...
19.01.2010, 10:19 von Surecampdas das dass dass das das dass dass