Ein unmögliches Gleichnis zur Liebe
Eine nicht existierende Wahrheit.
Nahezu alles, was man zu diesem Thema liest handelt von unerfüllter Liebe, oder ungemein kitschiger, utopischer Liebe. Nie aber jene, welche einen an den Rand seiner Belastbarkeit führt. Die welche einen verrückt werden lässt, einen dazu bringt an seinen Haaren zu reißen und alles von Wert nach diesem Menschen zu schmeißen. In der Hoffnung es reiche ihm, nach Materiellem zu greifen und nicht der Seele.
Man kann Menschen offensichtlich so sehr lieben, dass es weh tut, woher auch sonst diese beträchtlichen Magenschmerzen. So sehr lieben, dass es einen wahnsinnig werden lässt, warum auch sonst die Nacktheit in aller Öffentlichkeit und doch zu wenig, um ihn und auch sich selbst zu befreien. Weshalb scheuen wir Menschen so sehr davor jemanden freizugeben, wenn das Gefühl in sich stimmig ist, doch die Realität die kleinen Menschenherzen zu Grunde gehen lässt. Wenn das was war so sehr belastet, dass die Präsens ungenießbar ist. Wegschieben und auf sich beruhen lassen soll man es. Man möchte auch, nur schafft man es nicht. Das unaufhörliche Aufdrängen von Gedanken und Momenten, die man selbst nur erahnen kann und in vielen Facetten und Farben ausmalt und zu beträchtlicher Größe wachsen lässt.
Wenn man sich selbst eingesteht, dass man diesem Wir nicht gewachsen ist und auch wenn es leicht gesagt zu vergessen ist, nicht vergessen wird. Wenn man schreit: „Fahr zur Hölle!“ und mit auf den Wagen steigt, weil ein alleiniges Leben unter der Sonne so sinnlos erscheint.
Sind manche Menschen gewillt sich selbst zu zerstören, weil sich weder das Eine, noch das Andere wie eine Option anfühlt.
Die ewige Unruhe den Geist beschleicht und mehr als Zeit, Geduld und Ausdauer keine Rettung erwirken, ganz gleich wofür man sich entscheidet.
Letztlich spricht man von Liebe. Das Thema schlechthin, ein jeder las, sprach, oder probierte davon. Ein jeder empfindet sie anders, oder begegnet ihr zu verschiedensten Anlässen. Ist Liebe ein Versprechen, oder ist Liebe eine Drohung?
Die einzige Absolution die man hinsichtlich dessen zu finden vermag – die Selbstliebe?
Tags: Gesundheit, Wahnsinn, Verzweiflung, emotionale Abhängigkeit, Selbsterkenntnis





Kommentare
Weshalb scheuen wir Menschen so sehr davor
09.03.2013, 19:53 von nirgendsueberalljemanden freizugeben, wenn das Gefühl in sich stimmig ist, doch die Realität
die kleinen Menschenherzen zu Grunde gehen lässt.
Gute Frage.
Ich bin mir absolut sicher, dass den Text nur die wenigsten richtig verstehen. Er ist so vielschichtig, angenehm unprätentiös, obwohl dramatisch. Alles ändert sich, viel wird unwichtig. Selbst das, was man heute für unüberwindbar hält. Ich bin alt, ich weiß das ;)
10.01.2013, 23:53 von PlutarchAye Sir!
11.01.2013, 00:22 von wasauchimmerundsoweiterdas schöne an der liebe ist: sie kommt nie alleine daher. und hat in ihrer erscheinung mindestens zwei seiten, eine janusköpfige hydra. fluch und segen, frage und antwort zugleich. liebe, diese egoistische schlampe, hat als „wahrheit” nur sich selbst. ^^
08.01.2013, 22:23 von magnusund ich mag diesen text, weil er einen ausschnitt eines inneren beschreibt. ohne dabei zu verkleben.
Egoistische Schlampe! Nailed it!
09.01.2013, 23:52 von wasauchimmerundsoweiterich merke grade, ich werd alt. nailed?^^
10.01.2013, 00:11 von magnusNagel auf den Kopf getroffen.
10.01.2013, 00:53 von wasauchimmerundsoweiterdu sagst es.
10.01.2013, 01:12 von magnusäh... „word”.
10.01.2013, 01:13 von magnusBuchtipp dazu: "Warum Liebe wehtut". Zwar etwas lange und teils anstrengend zu lesen (da von einer Soziologin geschrieben - man kann ja überblättern...), gibt aber einige Antworten auf Fragen, die du hier aufwirfst.
06.01.2013, 20:15 von Mann_vom_MeerGuter Abschluss Satz!
06.01.2013, 18:22 von Gk