mie_holgersson 30.11.-0001, 00:00 Uhr 38 17

Ein bisschen Nähe bei all der Distanz

Du bist mir fremd und fern und doch lieb' ich dich.

Ich will nicht an dich denken. Nicht von dir reden. Nicht am PC sitzen und hoffen, dass du online kommst. Nicht darauf warten, dass du ja doch nicht schreibst. Ich will nicht länger warten. 

Ich versuch' mir immerzu einzureden, dass du ja eigentlich gar nicht so toll bist, aber je mehr ich mir selbst zurede, desto mehr will ich dich. Ich frag mich ständig, wo du wohl bist. Was du so tust. Ob du grad allein bist. Mit wem und was und wann und wo. Ob du manchmal an mich denkst oder gar dasselbe fühlst wie ich. 

Wie kann man jemanden vermissen, den man niemals hatte? An jemanden immerfort denken, den man kaum kennt? Wie kann etwas so quälend sein, das so fern ist? Warum liebt man genau den, der einem nicht helfen kann? Sag' mir, "wie soll ein Mensch das nur ertragen"? Den Gedanken ertragen, dass ich anders fühle, als du. Dass es aber auch sein kann, dass es dir genauso ergeht und wir umsonst Jahre verstreichen lassen. Dass ich vor Schmerz weine und niemandem sagen kann, wieso. 

Tausende Umwege bin ich in meinem Leben gegangen. Sinnlose Dinge hab' ich getan. Alles nur, um irgendwann bei dir zu sein.

Ich wünsch mir deine Nähe, obschon sie weh tut. Als wärst du Feuer und ich Papier. Deshalb bau ich mir Luftschlösser. Alles in meinem Kopf ist so wunderschön. Du bist da, du lächelst mich an und sagst mir: "Ich hab so lang' auf dich gewartet."


Tags: Liebeskummer, Ferne, Vermissen
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38 Antworten

Kommentare

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  • 0

    finde es toll, dass die  Textmoeger hier den Songtext von Philipp Poisel  so gern haben. :-)


    Schon allet  wat abstrakt bei Neon.


    26.07.2016, 03:05 von Dr_Lapsus
    • 0

      fragt sich, woher du den text kennst? den einen poisel-link teile ich gerne, um andere user zu ärgern, die den anklicken und dann den poisel leiden sehen müssen. neben dem ganzen getue geht der text völlig unter...

      magst du den etwa?

      26.07.2016, 10:01 von libido
    • 0

      neeeeeeeeeeeeeee.


      ich mag ueberhaupt nicht dieses wehleidige Gesabber :-)

      26.07.2016, 13:00 von Dr_Lapsus
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  • 1

    damit sprichst du mir aus der seele.

    19.06.2016, 17:36 von douleurexquise
    • 0

      warum schreibst du das nicht Philipp Poisel ??

      26.07.2016, 03:06 von Dr_Lapsus
    • 0

      1. du wiederholst dich dr. lapsus, das hast du nun glaube ich 3 mal geschrieben in den letzten wochen:9

      2. wenn du weiter runtergescrollt hättest zu dem gästebucheintrag von bibi.n am 30.05. und meine antwort dazu liest, könntest du dir diese sich wiederholenden einträge sparen;)

      26.07.2016, 14:53 von mie_holgersson
    • 0

      am 30.5. war ich noch nich  hia :-))


      Ausserdem hoerst du dir doch nicht nur einmal einen Songtext von Philipp an, odaaaaaaaaa ???

      26.07.2016, 15:50 von Dr_Lapsus
    • 0

      Das ganze Leben besteht aus Wiederholungen.  Siehste schon bei Neon,  wie oft  sich hier die Geschichten wiederholen.


      Ausserdem schiebst du sicherlich nicht nur eine Nummer in deinem Leben.  Du wirst sie  "liebend gern"  wiederholen, wenn sie gut war ??

      26.07.2016, 15:52 von Dr_Lapsus
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  • 2

    Der Text ist wirklich super schön und spricht denke ich sehr vielen Menschen aus der Seele! Es gibt ein Gedicht, dass lautet: It is both a blessing, and a curse to feel everything so very deeply.

    Wenn man jemand ist, der sich emotional schnell und stark bindet sollte man aber auch nie vergessen, dass das trotz all dem Kummer eine wunderbare Sache ist.

    07.06.2016, 19:00 von sunnyonbehalf
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  • 0

    Am besten...... sollte es heissen.

    07.06.2016, 13:33 von Dr_Lapsus
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  • 0

    Am beaten finde ich die Texte der  Prinzen. Es ist alles nur geklaut. Drei user übertrafen sich mit püchologischen Annalüsen. Tja, dabei hatte die Verfasserin dieses Beitrags  den Liedtext eines Künstlers fast unverändert übernommen. So einfach kann Gedankenraub sein. 

    07.06.2016, 01:33 von Dr_Lapsus
    • 0

      ( *** )

      07.06.2016, 11:39 von Fin_Fang_Foom
    • 0

      wer soll sich denn den Scheiss ansehen oder anhoeren,  fingfangfummel ?? 

      26.07.2016, 03:01 von Dr_Lapsus
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    • 3

      sehr gelungener Kommentar, dem ich exakt so zustimme. Vielleicht noch als Ergänzung:
      man schützt sich ja auch vor der evt. nicht so idealen Realiät und dem damit verbunden Schmerz, dass manches nicht so ist, oder nicht eintritt, wie man es sich ersehnt. Leider bleibt man so immer in einer Art Traumblase gefangen und nimmt sich damit auch die Chance Neues, Anderes - auch Schönes zu erfahren, oder zu lernen mal eine zeitlang so alleine gut zurecht zu kommen.

      30.05.2016, 22:37 von Gluecksaktivistin
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    • 0

      Ich glaube wir alle haben mehr oder minder diese Sehnsucht in uns, aber irgendwann lernen wir uns der Realität zu stellen, das ist ein schmerzhafter Prozess, aber der Gewinn ist Autonomie

      30.05.2016, 22:44 von Gluecksaktivistin
    • 1

      danke für eure kommentare:) was ihr da beschreibt, trifft es wahrscheinlich ziemlich gut... dazu hatte ich zufällig gestern auch den text "wolkenkuckucksheim" verfasst und online gestellt. ich könnte mir vorstellen, dass das genau das ist, was ihr meint

      30.05.2016, 22:44 von mie_holgersson
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    • 1

      ich ergänze das noch- man gewinnt Autonomie und echte Bindungsfähigkeit

      Danke mie, da guck ich mal!

      30.05.2016, 22:48 von Gluecksaktivistin
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    • 1

      Wird morgen in Ruhe gelesen :)

      30.05.2016, 23:18 von Gluecksaktivistin
    • 0

      Eine Ex-Freundin von mir sagte immer: Eigentlich wollen wir nur auf'n Arm...

      31.05.2016, 08:10 von sailor
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    • 0

      Mimimimimi...

      01.06.2016, 08:14 von sailor
    • 0

      Ich glaube es ist okay, auch mal auf den Arm zu wollen. Problematisch wird es immer wenn irgendein Bedürfnis zu stark ausgeprägt ist und man das von Außen erwartet.
      Jeder von uns möchte mal getröstet beruhigt, "aufgebaut" werden, ich finde sehr normal. Auch wenn ich es ebenso wichtig finde möglichst autonom zu sein. Wie immer gehts um Balance und Mitte.

      01.06.2016, 08:19 von Gluecksaktivistin
    • 2

      Ja, keine Frage.

      Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit ist aber für meine Begriffe aber nicht zu unterschätzen.
      Sagt mir zumindest meine Erfahrung insbesondere der letzten zwei Jahre.

      Angemessen Umgang damit muss ein Erwachsener Mensch damit allerdings selbst finden.

      Ich persönlich halte es durchaus für 'angemessen', auch mal zu sagen: Ich habe erkannt, dass ich in diesem Moment Hilfe brauche...

      Niemand kommt alleine klar.
      ^^

      01.06.2016, 08:20 von sailor
    • 0

      Ich beziehe mich auf YWBF, stimme GA aber vollumfänglich zu...
      Nicht, dass hier Mistverständnisse aufkommen...
      :)

      01.06.2016, 08:28 von sailor
    • 1

      Ich finde das ist so eine neo-liberale Einstellung aktuell, die alles dem einzelnen zuschreibt. In anderen Kulturen und (meiner Meinung nach früher hier auch) zählten ganz andere Werte, denn darum gehts ja letztendlich. Im weitesten Sinne um Solidarität, Fürsorge, Migefühl, füreinander Da sein. Und genau das wird in Frage gestellt. Das ist ein Wertewandel hin zur alleinigen Selbstverantwortung für quasi alles.

      01.06.2016, 08:40 von Gluecksaktivistin
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    • 0

      Ja.
      Vergessen viele oft...

      01.06.2016, 11:27 von sailor
  • 2

    Hallo mie_holgerson. Ich finde deine Botschaft schön, allerdings ist es sehr schade, dass "dein" Text größtenteils aus minimal veränderten Textzeilen von Philipp Poisels Songs "Mit jedem deiner Fehler" und "Wie soll ein Mensch das ertragen" besteht und es hier so dargestellt wird, als seien diese wunderbaren, gefühlvollen Gedanken deinem Köpfchen entsprungen. Zudem ist das Original leider - für meinen Geschmack - um Welten besser formuliert, als deine Kopie. 

    30.05.2016, 18:35 von bibi.n
    • 0

      hey, danke für deine rückmeldung. ich habe diese botschaft nun schon zwei oder drei mal erhalten und je öfter ich meinen text durchlese, desto mehr fällt es mir selbst auf. das war tatsächlich keine absicht. ich bin ein großer fan der texte von philipp poisel und finde, dass er gefühle perfekt in worte verpacken kann, so dass ich mich mit seinen songs schon oft angesprochen gefühlt habe. auch mir fällt nun auf, dass einige zeilen große ähnlichkeiten mit diversen songs haben:) danke nochmal für die rückmeldung, mir war das nicht bewusst, vielleicht höre ich zu häufig seine lieder und erkenne mich darin wieder

      30.05.2016, 18:51 von mie_holgersson
    • 1

      Hihi da haben wir etwas gemeinsam ;) 

      Ich glaube aber, hättest du mehr von deinen eigenen Gedanken reingebracht, wäre es ein sehr schöner 
      und gefühlvoller Text geworden. 

      "Wie kann man jemanden vermissen, den man niemals hatte? An jemanden immerfort denken, den man kaum kennt? Wie kann etwas so quälend sein, das so fern ist?", finde ich beispielsweise sehr gelungen. Liebe Grüße

      30.05.2016, 20:37 von bibi.n
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  • 1

    Das könnte auch mein Text sein. Geht mir gerade genauso...

    29.05.2016, 23:07 von san_diego
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  • 1

    So kann es einem ergehen. Sehnsucht alleine reicht nicht, der Wille zur Veränderung, der Wille an sich zu arbeiten und ein paar Dinge mehr fehlen manchmal oder sind zu schwach. Doch ohne Liebe geht es auch nicht.

    28.05.2016, 13:14 von Cyro
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  • 1

    "Dass es aber auch sein, dass es dir genauso ergeht und wir umsonst Jahre verstreichen lassen. Dass ich vor Schmerz weine und niemandem sagen kann, wieso. " 

    ...Verschaff Dir Klarheit! Warte nicht zu lang!...du weisst nie was das Leben bringt...

    27.05.2016, 01:03 von greeneyesbehind
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