Dummer Thor
Wenn Geist versteht und Herz nichts weiß
Getrennt aus Schmerz, weil blind im Geiste
gescheitert am Selbst, verloren im eigenen ich
Herz verschwunden, Gefühle verschleppt
die Liebe in den eigenen Gedanken versteckt.
Danach halb blind durchs Leben gelaufen
was verschwunden und nicht mehr gesehen
blieb begraben im eigenen Dunkel
konnt sich nicht rühren und verblieb stumm.
Weiter gezogen, planlos, durchs Leben
auf der Suche nach Liebe, die nicht zu finden
da nicht wo gesucht, sondern verborgen, still
schlummernd im Winkel des eigenen Seins.
Halb stolpernd, halb fallend blieb ungesehen sie,
die einst ihm gegeben die nun verschollene Liebe
gebrochen ihr Herz, vergossen die Tränen
doch letztendlich niemals vergessen
Und es kam der Tag des Erwachens
ein Wort von ihr weckte das Schlafende
welches sich reckte, streckte und gar nicht
recht wusste, was inzwischen geschehen.
Nun steht er hier, der arme Thor
und ist gewiss viel klüger als zuvor
doch sein Gefühl das ist es nicht
er steht und hofft und blickt und weint.
Zu lange war er frei von dieser Emotion
hat sie gesucht und hatt’ sie schon
unfassbar groß der Schmerz, wenn Geist
versteht und Herz nichts weiß.
Und wie er da so steht und weint, meint er
vom Schicksal sich bestraft und dennoch
sieht er auf, sieht sie und bittet, bettelt, fleht
Vergebung! und hofft auf eine zweite Chance.






Kommentare
Ich bin gerade erleichtert, dass ich nicht jeden Text von Dir herzen möchte, es kam mir gerade nämlich etwas unheimlich vor ;-) Wie Du sicher bemerkst, arbeite ich mich von hinten vor. Dieser Text ist auch sehr schön, aber er berührt mich nicht. Aber ich denke, das geht in Ordnung ;-)
30.06.2012, 11:10 von Mrs.McH