theadorajane 04.02.2012, 04:18 Uhr 0 1

Du kannst doch lieben, wen Du willst.

Klar ist meine Haut kalt. Ich bekomme immerhin Gänsehaut, wenn Du mich berührst.

Die Menge tummelt sich auf der Tanzfläche. Es ist stickig, rauchig, es riecht nach Bier und Schweiß.

Doch das ist mir egal.
Ich spüre, wie Deine Hände meinen Rücken entlangfahren. Ich schmiege  mich an Dich und genieße den Moment. Den einen, den ich mit Dir hab.
Plötzlich löst Du Dich von mir, redest etwas von "Du bist aber kalt.." und gehst wieder auf Abstand. Ich lass mir nichts anmerken, wende mich anderen Leuten zu.
Klar ist meine Haut kalt. Ich bekomme immerhin Gänsehaut, wenn Du mich berührst. Ich wünschte, das wäre der Grund. In Wahrheit bin ich die letzte halbe Stunde draußen gewesen, hab mit Nutten und Touris gequatscht, geraucht, geflirtet. Und wofür? - Für nichts.
Ich komme zurück in den Club, tu so, als ob ich jemanden suchen würde. Dein bester Freund kommt auf mich zu und sagt: "Ey, er hat schon wieder mit ihr rumgemacht.. Er fand's mega eklig und guckt sie nicht mal mehr an. Alles klar bei Dir?"
Kurz danach seh ich sie wieder in Deiner Nähe.
Ich gehe direkt auf Dich zu, etwas hält mich auf, ich geselle mich zu anderen Leuten. Ich spüre, wie Du mich antanzt, tu auf unnahbar und weise Dich ab. Irgendwann kann ich Dir nicht mehr widerstehen, wir tanzen eng, ganz eng. Ich schrei "Ich liebe Dich!" in Dein Gesicht, Du schaust mich fragend an und lächelst, flüsterst "Du bist aber kalt.." und entfernst Dich von mir.

Wenn du sagst "Geh!", dann geh ich. Nur damit Du glücklich bist, denn das ist, was ich will. Also geh ich.

Ich kann lieben, wen ich will, hast Du gesagt.

Gut, ich will Dich.


Tags: Liebeserklärung, Bester Freund, Tanz, Gefühle, Liebeskummer
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