Snowlove 02.12.2014, 23:41 Uhr 0 1

Du hast es zugelassen.

Nicht im Willen desMenschenliegt dieFähigkeit zu fühlen was wir entscheiden zu fühlen, sondern dasHerz allein nimmt uns als Gefangene unserer Gefühle.

Du hast es zugelassen.
Dass ich mich Von Kopf bis Fuß dir verschrieben habe, ob es meine Entscheidung war? 
Ich weiß es nicht, nicht sicher. Diese lag in deinen Händen, da bin ich mir sicher, ich habe keine Macht gehabt, dir unterlegen war ich, ob ich das wollte? Nie. 
Diese eine Maske, die du durchschaut hast, welches das einzige war, das unüberwindbar sein sollte, die Brücke, die ich gesprengt habe um dich fern zu halten von mir.
Ich dachte ich wäre stark genug, diese kleine Welt, in der ich mich traurig wohl zu fühlen glaubte, vor dir zu verbergen, diese nicht erobern zu lassen. 

Dieses Bild eines sicheren und freien Wesens hast du verbleichen lassen mit einem einfachen Satz, der aus nicht vielen Buchstaben und Lauten bestand, die jedoch mehr bedeuten als all jene mit denen man versucht dieses eine Gefühl auszudrücken, welches eine so unvermeidbare Sehnsucht hervorruft, vor der ich flüchte, mich nicht fangen lassen darf. Meine kleine Mauer, die ich Stein für Stein aufgebaut habe, die mich vor deinem Sturm retten sollte. Eine, die für dich so unüberwindbar schien, wie für den Wind eine Pusteblume ein Hindernis ist. 

In diesem Moment, der wie ein Gute Nacht Lied mich zum einschlafen bringt, war es zu spät, ich hatte mich schon in dich verliebt, es ging zuerst langsam und dann ganz fest.
Wie könnte ich dir sagen, in welchen Rhythmus du mein Herz zu schlagen bringst, beim Klang deiner Stimme, der meinen Namen ruft? In welche Unruhe  du es bringst? Wie meine Brust sich zusammen zieht, als fühlte sie sich an vor lauter Aufregung nach Luft schnappen zu müssen.
Du warst da. Du hast mich gesehen, gefühlt, durchschaut. 
Du wusstest vom ersten Augenblick an, dass ich mich in deiner Welt verlieren würde. 
In Fluchtmomente, in die du mich entführt hast. 
Ob ich es ausspreche? Diese kleinen und doch einfach gestrickten Worte, die so klar sind wie Wasser und doch ebenso ungreifbar zu packen sind mit meiner bloßen Hand.
Doch dein Herz, das gehört mir nicht. 
Du hast es verspielt, verschenkt, drum gebeten habe ich dich nicht, genauso wenig wie ich dich aufgehalten habe. 
Die Angst davor deine Erscheinung nicht erwidern zu können, dich nicht glücklich machen zu können. 
Dir etwas vorzuspielen, das ich nicht bin. Nicht sein kann. 
Wem stehe ich denn schon im Weg, mir selbst, dir und meinem Glück. 
Doch du hast mich gehen lassen, mich in dich verlieben lassen, mich träumen lassen, mich nicht aufgehalten. 

Du kriegst mich nicht. 
Worte der Stärke, des Willens, der Bedacht, ebenso Worte, die nicht der unberechenbar widerwilligen Natur des Herzens entsprechen. Worte, die nicht meine Gefühle und mich widerspiegeln können, ob ich hoffnungslos verloren bin?
 Es scheint so, doch lasse ich mich nicht mehr davon gefangen nehmen, ich befreie mich von dir, deinem Lachen, deinen Berührungen, deinem Wesen. 

Ich binde mich los vom Gefühlschaos, lasse dich gehen, lasse mich nicht mehr verzaubern.
Ich werde atmen mit zusammen genommener Kraft, schwermütig, behutsam und doch langsam werde ich es wagen. 

Und doch bin ich gefesselt vom Gedanken dich gehen lassen zu müssen.

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