Himbeerzuckerwatte 26.06.2012, 17:40 Uhr 2 2

Du bist der.

Was auf dem Spiel steht...

 

Was ich wirklich empfinde, weiß ich nicht. Ich vermag es nicht zu sagen. Ich kann es nicht einmal annähernd aussprechen.

Vor Angst.

Ich habe solche Angst, dir auch nur Ansätze meiner Gefühle mitzuteilen. Ich habe Angst, dass du mich danach fallen lässt, mich aufgibst. Angst davor, dass danach zwischen uns nichts mehr so ist, wie es einmal war oder wie es jetzt ist.

Unsere Freundschaft bedeutet mir so viel, zu viel eigentlich. Denn sie ist es, die mir in der Quere steht. Sie ist es, die mir einen Strich durch die Rechnung macht. Ich habe Angst davor, dass du mich danach nicht mehr mit den gleichen Augen siehst, mich nicht mehr so ansiehst, wie du es sonst immer tust.

Was habe ich zu verlieren? Das ist die Frage, die mir ständig durch den Kopf schwirrt. Es ist so viel, so unfassbar viel, auch wenn es doch nur zwei Dinge sind:

Dich und deine Freundschaft.

Zwei Dinge, die ich nie wieder missen möchte, auf die ich nicht verzichten kann. Es sind diese beiden Dinge, an denen ich mich festhalte, auf die ich immer bauen kann. Wenn ich nach Hilfe rufe, bist du da. Immer. Ich weiß es, ohne dass du mir es je sagen musstest.

Was passiert, wenn ich es dir nicht erzähle? Ich werde es bereuen, auf ewig. Ständig würde ich mir die Frage stellen "Was wäre, wenn?" Ich würde leiden, immer wenn ich dich sehe. Ich weiß es, da es mir schon jetzt nicht anders geht.

Du willst mein Leben, das Leben, das ich später auch führen will. Und so fühle ich:

Du bist der Eine. 

Wir führten schon alle Gespräche, die manche Paare in einer langjährigen Beziehung führen und Gespräche darüber hinaus.

Du bist der, der mich auffängt, wenn ich mich fallen lasse. Du bist der, der es zulässt, dass ich mich fallen lasse. Du bist derjenige, der darauf achtet, dass ich das mache. Du bist der, der sofort merkt, wenn es mir nicht gut geht. Du bist der, der fragt, wie es mir geht und ob alles in Ordnung ist, wenn ich nur einmal mein Gesicht verziehe. Du bist der, der ehrlich zu mir ist. Du bist der, der mich auf den Boden der Tatsachen zurück holt. Du bist der, der mich immer wieder zum Lachen bringen kann, auch wenn ich noch so traurig bin. Du bist der, der eine absolute Ruhe auf mich ausstrahlt.

Bist du da, fühle ich mich sicher. Du bist der, der mir die absolute Geborgenheit gibt.

Das sind all die Sachen, die auf der anderen Seite der Waage stehen. Die Sachen, die ich nicht verlieren möchte. Würde ich es dir sagen, so hätte ich sie noch intensiver, vielleicht auch für immer. Aber so könnte ich sie auch verlieren, vielleicht auch für immer.

 

Weißt du, normalerweise würde ich jetzt deinen Rat suchen...

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2 Antworten

Kommentare

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  • 1

    Das Ende ist ziemlich genial. Also auch der Text an sich gefällt mir, aber das Ende...Irgendwie musste ich am Ende fast ein bisschen lächeln. Das finde ich nett.

    28.06.2012, 17:38 von Flussamour
    • 0

      =)

      30.06.2012, 21:03 von Himbeerzuckerwatte
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