Alceste 30.11.-0001, 00:00 Uhr 56 30

Die Zeit ohne Zeit

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Es gab eine Zeit ... Ein auf Stille reduzierter Moment, Einkehr: Er erinnert sich an die Zeit ohne Montage, ohne Wecker, ohne Zeiger. Als wär nie was andres wichtig gewesen. Nie so wichtig. Wetter zweitrangig, Bodenbelag egal, Uhrzeit irrelevant: an ihrer Seite. Das Schlendern, Innehalten, Innigsein und dieses ozeanische Gefühl - - - - - diese ruhige Einvernehmlichkeit im Klang der Welt. Als könnte nichts und niemand einen stören, als wär man unverwundbar. Diese Schwerelosigkeit jenseits der Zweifel - fern des Zwangs, darüber, nicht abgehoben, nicht entrückt, sondern endlich: möglich und aufgehoben. Sie waren da - und das reichte, das war alles. Daher diese Ahnung: zu so einem Menschen ist man fähig, der steckt in einem drin, so kann man sein.

Dieses blinde Einverständnis in der Liebe, und dieses klaffende Entsetzen, wenn man ohne Liebe ist: was hat das alles, was hat er hier verloren? Wie halten das die Menschen aus? - und wenn er seinen Blick so schweifen lässt, hin auf alles, was das Leben jenem Einsamen so bietet: - - - - - fällt ihm wirklich gar nichts Besseres ein? Das ist alles? - gegen jenes größte Fehlen? ... Das ist alles? - - Und so scheint ihm alles nur misslungener Versuch und an den schlimmsten Tagen schonungsloser Blicke: eine verwahrloste, eine ausgeweidete Welt; voller Zeichen seiner Deplatzierung: der Sack voll Müll im Badezimmer und der Plastikschrott am Strand, die schäbige Laterne samt spektakulärunnützem Licht für eine leere Straße, der Flaschenhals in einer Mauer und das schiefe Pfeifen, wenn der Wind ihn streift. Das ist alles ohne Liebe: Nur Verwesung und nicht wert einer Erfindung. Hätte sich das Universum sparen können, die erbärmliche Groteske, diese sogenannte "Welt", als ob sie diesen Namen noch verdiente, wenn sie ohne Liebe wäre. Allein die Hoffnung hält recht hilflos dieses nackte Nichts zusammen, in das er immer wieder einen Keim zu denken sucht.

Ja, die Zeit ohne Montage, er erinnert sich als wär's ein einzig Gestern, wie ein klarsichtiger Rausch. So frei von jeglicher Verfügung und vom
stumpfen Kreiseln um Gewohnheit, frei nur für Berührung: mit welcher Innigkeit hält dieser Mensch die Außenwelt - wenn er liebt und sich geliebt weiß; selbst im ärgsten Widerspruch, nur weil er gelten kann, und ohne Klammer oder Nebensatz: ist; und sich erfüllt und alles aus sich schafft, durch sie: im Zweisein mit ihr in dieser Zeit ohne Zeit, in all jenen Monaten ohne Feile, ohne gerötete Augen, ohne die blinde Wut der Arbeit. Ohne Ablenkung. Nur im Schaukelschwung, im Leuchtkörperflug. Leben ohne Liebe ist nur Ablenkung. Und sie dagegen waren Hinwendung: das Staunen vor dieser unendlichen Entfaltung in Hingabe an jedes Heute, durch das Auge der Geliebten geliebt. Durch sie in sich vervielfacht. Und gleichzeitig beruhigt: Das Wiegenlied des namenlosen Tages, so als wäre Morgen ein Versprechen, das zu halten alles ist. Als gäb es keinen Tod. Und keine dumpfe Angst, wie das: das unaufhörliche Gequake aller Dämmerungskröten: Der Tag braucht Struktur, der Mensch braucht Rahmen. So spricht da jene, die sich ganz bescheiden die Vernunft nennt. Und der hat man zu glauben, sagen die Vernünftigen, der Mann im Anzug und die Frau mit diesem strengen Blick, doch: Was für abgehackte Phantasie, was für ein dressiertes Denken: Arbeit! Arbeit! Arbeit! krakeelt es aus der engen Kehle jener hassverseuchten Ablenkung: Arbeit!, und dann gute Nacht. Immer wieder Guten Morgen, Gute Arbeit, Gute Nacht. Mehr nicht, das reicht, der Rest ist Sterben. Wie traurig so ein Leben ist, wie stumpf es ehmals weite Augen, wie klein es auch den Geist, die Liebe oder Güte macht. Was wäre manch' ein Mensch, man überlege mal in Ruhe, und zu welcher Tat imstande, wüsste er sich nur geliebt. Wie lächerlichgering ist diese triste Welt durch jenen Blick, der Liebe misst. Und dann dagegen: Wie die Welt durch sie zum Rahmen wird und die Struktur der Tage: ihre Wege zu zweit. Wer braucht da die genaue Zeit? Das Heil durch Arbeit setzt und glaubt und fordert nur der eine - ohne Liebe. Und bessres fällt ihm niemals ein. Alle andren sehen nur Notwendigkeit und hüten sich vor neuen leeren Himmeln.

Was ist das für ein Nursein, fragt er sich, und senkt den Kopf und pendelt mit der alten Uhr das leidige Manöver, das entweder-oder, das sich listig um die Augen legt, bis er wieder Stier ist, blinder Stier in Trauerwut auf allen Vieren: ohne Liebe ist er nur das kranke Tier, das im Käfig scharrt und wie verloren liegt und alle nur befremdet und mit Abscheu oder Nichtverstehen ekelt: Macht das was? Was soll das sein? Miese Unterhaltung! Kann es sich nicht mal zusammen nehmen, was soll denn die Tristesse? Schon wieder ruhelos, noch immer? Gebt uns doch mehr Abwechslung! Andren Viechern geht es noch viel schlimmer! Und: Geht's noch mit dem Jammern? Kann es sich nicht mal beherrschen? - Und wie immer irritiert der Kranke mehr, als dass er Mitleid fördert: sein Fühlen ist ja doch Erinnerung und steht im Raum dem Vorwurf gleich. Das soll er ja nicht wagen! Und das soll die eigne Stille doch gefälligst unterschlagen. Und doch: Was soll das alles ohne sie? Was soll das sein, das Andre sehen, außer dem Verwesen und Erbärmlichkeit. Das Leben ohne Liebe ist Zerfall - mit kaum nennenswerter Halbwertszeit.

Doch so zu denken, ziemt sich nicht. Es ist ja nicht gesund, im Gegenteil, es sabotiert bald alles, was man tut - bis alles außer Liebe nur wie gutgemeinter Stumpfsinn scheint - und sei es noch so wichtig: die absurde Welt der Anzugträger, die wie Kinder früher Murmeln heute gierig ihre Scheinchen zählen; diese Inszenierung von Bedeutsamkeit und die geschwungnen Reden, das Geschwätz jener Politstrategen oder Börsenkenner und der sogenannte Klatsch des Tages, dieser allgemeine Ausverkauf - ist alles nur Verdauung, deren Haufen in der Sonne glänzt. Wie angesichts der Liebe alles schrumpft und zu Materie wird! Bis nichts mehr tröstet, auch kein Buch, kein Bild, kein Wort und keine Note, nicht mal das zu uns geneigte, noch so freundliche Gesicht. Es ist ja alles nichts. Und ja, er weiß es schon: aus ihm spricht die Leere ohne Zentrum, die bis zu Haut und Haaren reicht, der Hass auf Montag - und all diese Erinnerung: an Liebe und vergessnen Tod, die Zeit ohne Zeit. Aus ihm plärrt der Idealist, der nicht begreifen will, dass er zu sterben hat und längst schon angestorben ist. Wie er überhaupt das wagen konnte: Liebe, alles oder nichts. Was für ein Wahnwitz. Nun wieder nichts, und draußen schreit's: halt doch den Rand, und Augen auf und aus der Traum, und Gute Nacht und Guten Morgen, willkommen in der schönen neuen Welt der Arbeit, halt dich ran! Mit Schwung in diese Ablenkung, die man so Leben nennt, an milden Tagen. Und lächle breit, wenn du zu feige bist, und lächle weit, wenn niemand deine Enge sehen soll. Widme dich nur ganz der Woche, jeder Stunde und Minute und Sekunde, sieh auf deine Uhr und diesen Zeigern zu. Widme dich nur ganz in allen Sinnen dem Verstreichen leerer Zeit, bis deine Stunde schlägt. Erkenne diese Nichtigkeit. Und doch, es gab eine Zeit ... und die wird wieder sein. Bis dahin: Warten, bis dahin wirkt Erinnerung: Die Liebe ist alles, der Rest nur Ablenkung.






Tags: hände hoch oder ich romantisiere, ein kleines funkelndes lila pony im grauen zentrum der stadt, überwindung der anbiederungsprosa, herr ober - liebe hatt ich nicht bestellt, darf ich das vielleicht trotzdem glauben?, ein postironischer blick auf den eisberg, der kleine haufen aus dem arsch des hohen rosses
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56 Antworten

Kommentare

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    An manchem Stellen ist es etwas schwierig zu erkenne, was genau du sagen möchtest, eine Ahnung bekommt man trotzdem. Du achtest sehr auf Kreativität und Wortklang, mehr als auf eine kommunikative Funktion, auf die es dir, denke ich, aber auch nicht ankommt. Somit ist jede 'Wertung' hinfällig. Du experimentiert gerne mit Literatur, oder? Es interessiert mich echt, wie du zu "ozanisch" gekommen bist, was es für dich bedeutet, ob es eine Entlehung ist ...  

    18.02.2015, 21:45 von Plum
    • 0

      Herzlichen Dank für den schönen Beitrag und die Auseinandersetzung damit. In der Tat bevorzuge ich Eindeutigkeit selten und denke, dass Kommunikation ein sinnstiftender Prozess ist, notwendigerweise; Leerstellen oder Ambivalenzen eröffnen dem Leser die Möglichkeit den Text quasi zu füllen, bzw. eigene Bedeutungen hinzuzufügen. Nicht, dass das nicht ohnehin bei jedem Leseakt geschähe, aber offenere Textformen laden mitunter mehr dazu ein. in anderen abschnitten findet sich beinahe ein predigtstil oder ein ringen um eindeutigkeit und sinnstiftung, die im leser idealerweise keine blinde zustimmung, sondern reflektierten widerspruch wach ruft. aber das entscheidet freilich jeder leser selbst, je nachdem, wieviel energie und leidenschaft er in den leseakt legt.

      eine notwendige korrektur übrigens: es ist natürlich nicht das ozanische, sondern das ozeanische gefühl. ich hab mich schlicht vertippt, wurstfingerpatient, der ich bin. im übrigen findet sich das wort u.a. bei Freud.

      19.02.2015, 01:50 von Alceste
    • 0

      Ich war uneinig, ob es experimentell begründet oder nicht doch einfach ein Tippfehler ist, aber das wäre nicht meine Art.

      Zum anderen finde ich es sehr beeindruckend, dass du bewusst mit der subjektiven Rezeption rechnest. Im Grunde wird fast schon erwartet, dass ein Text eine kommunikative Funktion erfüllt und dem Rezipient "eine Meinung oder ein Gefühl diktiert", deshalb kommt es auch vor, dass einige dieser "Rezipienten" unzufrieden sind, wenn ihre Erwartungen nicht erfüllt werden. Ich finds super!

      19.02.2015, 20:29 von Plum
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    Danke für so viel Schönheit in Worten..

    13.02.2015, 11:14 von Miss_Coco_Bijou
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  • 2

    "dieses ozanische Gefühl - - - - - diese ruhige Einvernehmlichkeit im Klang der Welt. Als könnte nichts und niemand einen stören, als wär man unverwundbar. Diese Schwerelosigkeit jenseits der Zweifel - fern des Zwangs, darüber, nicht abgehoben, nicht entrückt, sondern endlich: möglich und aufgehoben"

    gefällt mir am besten. Vielen Dank für den schönen Text. 

    11.02.2015, 19:04 von grins
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  • 0

    frei nur für Berührung: mit welcher Innigkeit hält dieser Mensch die
    Außenwelt - wenn er liebt und sich geliebt weiß; selbst im ärgsten
    Widerspruch
    .... so schön geschrieben, dass ich es gleich nochmal lesen muss. Danke!

    10.02.2015, 14:03 von CosimaLou
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  • 1

    O je!

    Du erhältst von deinem Verlag deine Euros für Seiten nicht für Einfälle, oder?
    Das Nur-Sein. Hättest du es an Heidegger angepasst, hätte ich es dir noch mehr gelobt, aber der Rest, das drumherum, das tell me why I don't like mondays und ähnliches zeit.los bekanntes...wozu? Um uns die Zeit zu klauen?
    Der Keim, den er zu denken sucht, ist das Virus, welches uns grippale Beschwerden schenkt.
    Sorry für diese unausgeweichte Kritik deines ausschweifenden Textes, welcher selbst in den Kommentaren Zeit mehr klaut denn schenkt. 
    Zeit sollte weich und langsam fallen wie die Uhren von Dali und uns nicht Angst machen oder gar eine Nutzlosigkeit bedeuten des Abwartens auf eine neue Liebe oder sonstige Eisberge, auf welchen wir immerneu ausrutschen, da wir nicht das richtige Schuhwerk auf Amazonien bestellt hatten...

    09.02.2015, 22:52 von Filousoph
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    einfach gut!

    09.02.2015, 21:30 von observantin
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    • 2

      sondern vor allem was man tut
      danke.

      09.02.2015, 18:33 von ga
    • 0

      die Leute haben wahrscheinlich nie soviel getan und gemacht für das, was sie romantische Liebe nennen, wie heute. zu keiner Zeit vorher war der Zeitgeist so erfüllt, aufgeladen und geradezu überfrachtet vom neuen Heilsversprechen und Religionsersatz "Liebe" wie dieser. 

      Zufriedener hat sie das offenbar nicht gemacht.


       

      09.02.2015, 18:51 von schauby
    • 1

      Religionsersatz "Liebe"
      danke.

      09.02.2015, 18:53 von ga
    • 0

      das ist doch auch Kern dieses Textes.

      hin zur Frage, inwiefern kann der Mensch sich vollkommen und sinnerfüllt empfinden, zumindest auf "gutem Weg" dahin fühlen, ohne den Glauben an etwas, das sein Getrenntsein (siehe auch Freuds " Das Unbehagen der Kultur") auflöst.  

      09.02.2015, 19:01 von schauby
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    • 2

      reichlich dümmlich so ein Satz.

      Das Problem ist in der Mehrzahl gegenwärtiger Perspektiven Liebe als eine rein vortreffliche Sache zu sehen, die wie ein kindischer Gottglaube solchem nur liebliche Dinge zuschreibt. Eine Spaltung, wie auch die in vielen Religionen. Das Projizieren, im Verneinen des eigenen Widerspruchswesens. 

      „Das gern verleugnete Stück Wirklichkeit hinter all dem ist, daß der Mensch nicht ein sanftes liebebedürftiges Wesen ist, das sich höchstens, wenn angegriffen, auch zu verteidigen vermag, sondern daß er zu seinen Triebbegabungen auch einen mächtigen Anteil von Aggressionsneigung rechnen darf. Infolgedessen ist ihm der Nächste nicht nur möglicher Helfer und Sexualobjekt, sondern auch eine Versuchung, seine Aggression an ihm zu befriedigen, seine Arbeitskraft ohne Entschädigung auszunützen, ihn ohne seine Einwilligung sexuell zu gebrauchen, sich in den Besitz seiner Habe zu setzen, ihn zu demütigen, ihm Schmerzen zu bereiten, zu martern und zu töten.“ (Freud)

      09.02.2015, 20:04 von schauby
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    • 0

      geh mal Fernsehen schaun, das is sinnvoller für dich. du labberst echt nur Schrott.

      09.02.2015, 20:13 von schauby
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  • 3

    Nimmt man Liebe als Schaffenskraft zunächst, der Ur-Wunsch zu transzendieren, sich selbst, über das eigene Selbst hinauszukommen, ist alle Kultur (in Fortschreibung von Natur) das Resultat dieses Strebens: Eine Sublimierung. 

    Nicht nur über das Yin, das weibliche Prinzip des Gebärens neuen Lebens, sondern ebenso Yang, über das "Gebären" neuer Dinge und Ideen. Erst im Mangel des sich-unvollständig-Seins ist der Drang gesetzt dem Vorhandenen neue Gestalt zu geben.  Um es plakativ zu machen: Hätte Michelangelo ein erfülltes Liebesleben gehabt, hätte er die Sixtinische Kapelle wahrscheinlich schlicht weiß ausgemalt. Unsere Kultur verdankt ihre größten Leistungen der Kompensation, was hier "Ablenkung" genannt wird. Entscheidend ist der Grad der Qualität dieser Ablenkung, die zum Tauschwert gemacht wird. Denn natürlich wird nicht jeder Anstreicher ohne menschliches Objekt seiner Hingabe zum Michelangelo, aber das Prinzip ist immanent.  

    Zwischen der Dichotomie des "Genommenen und Raubenden", Täter - Opfer Konstrukt, steht der Schöpfer. Zwischen dem Verbrauchen und Konsumieren von Liebe und Liebessublimierung ist es das Kreieren. 

    09.02.2015, 13:30 von schauby
    • 1

      gegenbeispiel: picasso hatte ein sehr erfülltes liebesleben.

      schauby, das ist sehr anthropozentrisch gedacht. gemessen an der schöpferkraft der "restlichen" phänomene ist die der "liebe" ein laues lüftchen.

      09.02.2015, 13:57 von ga
    • 0

      Picasso war ein Wüterich in Partnerschaften, ob die so erfüllt waren, sei zu bezweifeln. Manchen galt er gar als Frauenverächter, bei seinem Verschleiß. 

       
      unabhängig davon ist das Thema keine "anthropozentrische" Sache, höchstens eine des Überlebens selbst. 

      09.02.2015, 14:08 von schauby
    • 3

      ich akzeptiere deine subjektive wahrnehmung.

      09.02.2015, 14:10 von ga
    • 0

      schau mal hier

      passenderweise kommt dort exakt das Wort vor, wie ich es gebraucht habe, bevor ich den Artikel eben gesucht hatte. 

      09.02.2015, 14:16 von schauby
    • 0

      Das ist die Perspektive einer "in Amerika reich verheirateten Griechin" namens "Arianna Stassinopoulos Huffington", mehr nicht. Auch deren subjektive Wahrnehmung akzeptiere ich. Inwieweit diese objektivierbar ist, steht zur Debatte.

      09.02.2015, 15:22 von ga
    • 0

      "Objektivität ist die Wahnvorstellung, Beobachtungen könnten ohne Beobachter gemacht werden."

      (erotische) Liebe ist bestenfalls Sex, der Ausdruck von Seele ins Körperliche,  schlechterdings aber eben nur Kompensation. 


      ..massenhaft - als Gesellschaftsseuche: da haste deine Objektivierung ;) 

      09.02.2015, 15:28 von schauby
    • 1

      einzelne subjekte haben wahnhafte vorstellungen von objektivität. 

      09.02.2015, 15:32 von ga
    • 0

      auch das. manchmal unbedingt sogar.

      "gäbe es nur ein Wahrheit könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen." (Picasso)

      09.02.2015, 15:37 von schauby
    • 0

      eine

      09.02.2015, 15:37 von schauby
    • 0

      wir sind uns subjekt und einander objekt.

      09.02.2015, 15:39 von ga
    • 0

      richtig, und die Aufhebung dieser Getrenntheit sucht das Leben in der Liebe... 

      ..um paradoxerweise noch mehr Fragmentierung zu schaffen damit. Das Gesetz der Entropie: alles wandelt sich um, alles teilt sich auf, weitet sich aus. 

      09.02.2015, 15:50 von schauby
    • 0

      das ist objektivierbar.

      09.02.2015, 15:52 von ga
    • 0

      theoretisch. im gedachten Jetzt. die Mehrheit von Theorien hat die Zeit nicht überdauert.

      09.02.2015, 15:55 von schauby
    • 2

      theorien sind provisorien. zwangsläufig.

      09.02.2015, 15:58 von ga
    • 2

      schön, dass du eine Unterscheidung machst zwischen vermeintlicher Objektivität und Wahrheitsanspruch.


      das gelingt vielen in ihrem Wunsch nach allzu einfacher Orientierung im Schutz von Denkschablonen und Konventionen nicht.  

      Nur allein die eigene Unterscheidung vom Konventionellen, des entwickelten Individuums zu behaupten, ist im Wortsinn bereits eine "Ver- Rückheit."

      09.02.2015, 16:07 von schauby
    • 2

      ich bin wissensschaffer.

      09.02.2015, 16:09 von ga
    • 3

      um noch mal auf den Ausgang deines Bsp zurückzukommen, 


      wer viel und promisk rumhurt, tut das aus dem Gegenteil eines erfüllten "Liebes"lebens, er kann sich nicht binden, will aber dennoch das Getrenntsein, seine Isolation (wie jeder Mensch) aufheben, Bestätigung suchen... versucht es durch sprunghaftes Rumgeficke zu kompensieren und nennt diese Oberflächlichkeit, die emotional anästhetisierte Mechanik von Schwellkörpern und Schleimhäuten "Spaß."  Klassiker.   

      Natürlich sagen die, dies machen nich "ich kann nich", sondern "ich will nicht." Klar - weil damit (zuviel) Eingeständnis und Angst verbunden ist. 

      Manche machen daraus Kunst, andere Niedertracht.


      Es gibt letztlich nur zwei Wege der "Impression" des Lebens zu begegnen: 

      Expression oder Depression.

      09.02.2015, 17:00 von schauby
    • 0

      ich habe die biografie damals gelesen, sie brachte nichts nennenswert neues über picasso, sondern hat lediglich bestätigt, was bereits bekannt war: picasso hat liebesbeziehungen zu frauen als kreativen impetus genutzt, was nicht nur für ihn subjektiv offenbar  erfüllend war, sondern auch für einige der frauen, wenn man ihren berichten trauen darf.

      09.02.2015, 18:29 von ga
    • 1

      natürlich ist das möglich, 


      das Idealbild von Muse und Künstler. Inspirierend, (schaffend, ob in geistiger und/oder sonstig tätiger Weise)  ist Liebe ein Elixier.

      Entlang des Bsp. ging es eher um Ausschweifung, u.a. in Form von Promiskuität. Das hat nichts mit Liebe zu tun, im eigentlichen Sinne.   

      09.02.2015, 18:44 von schauby
    • 0

      d'accord.

      09.02.2015, 18:47 von ga
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    • 0

      schauby hat bei der Geburt zu viel Luft bekommen.

      10.02.2015, 17:15 von Einnahme_ohne_Wasser
    • 1

      Twilight Zone.

      10.02.2015, 17:52 von cosmokatze
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  • 1

    der rest ist alles, die liebe nur ablenkung.

    09.02.2015, 12:34 von ga
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