Pomelo 06.01.2017, 22:36 Uhr 0 5

Die Hoffnung nach mehr

Ich will dich anschreien und dir sagen das du mich verletzt. Doch was tue ich stattdessen? Ich lass dich zu.

Du möchtest all das war wir haben nicht aufgeben, aber ein mehr wird es nicht geben. Du sagst, es wird kein uns geben können. Ich möchte mit dir reden, wie schon hunderte Male zuvor und lasse zu, dass du zu mir kommst. Ich will dich anschreien und dich zurückweisen und dir sagen, dass du mich verletzt. Doch was mache ich stattdessen? Ich lasse mich von dir in den Arm nehmen und küssen. Lasse zu, dass du mich vorsichtig Richtung Bett schiebst und mich langsam entkleidest. Ich lass zu, dass du mich mit deinen Händen an den empfindlichsten Stellen meines Körpers streichelst, mich mit Küssen bedeckst, bis wir miteinander schlafen. Ich lasse zu, dass du mich danach ansiehst, nackt, wie ich daliege und dich anschaue. Du sagst mir, wie schön du mich findest und ich verfalle dir restlos. Dann nimmst du mich in den Arm. Du sagst, wir brauchen keine zwei Decken, es würde eine reichen. Du umschlingst mich und lässt mich die ganze Nacht nicht los und tatsächlich reicht uns eine Decke. Manchmal weckst du mich ganz sanft nachts mit leichten Küssen, die nach und nach zu so viel mehr werden, bis wir wieder miteinander schlafen. Ich genieße deine Nähe. Doch wenn langsam der Morgen hereinbricht und sich das Tageslicht durch die Jalousien kämpft, dann weiß ich, dass ich bald wieder alleine bin. Alleine mit all meinen Zweifeln und Sorgen. Dann haben wir wieder all das was zwischen uns steht und wie eine graue Gewitterwolke über unseren Köpfen schwebt nicht angesprochen. Am liebsten würde ich dir sagen; hör auf zu gehen und bleibe bei mir. Aber auch das tue ich nicht. Ich lass dich wieder frei und du gehst.


Tags: Zweifel, Angst
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