SchokoEva 08.01.2009, 08:46 Uhr 7 3

Die Geschichte mit den Schmetterlingen

Es war fast schon wie ein Traum, als ich dich in der Menge sah. Ich wollte es erst gar nicht wahrhaben und meinen Augen trauen.

Gleichzeitig mit dem Erstaunen, kam die Freude und mit ihr die Schmetterlinge im Bauch.Hätte ich eine Brille gehabt, ich hätte sie geputzt und ein zweites Mal durchgeschaut, mit der enttäuschenden Aussicht, dass es doch nur ein Trugbild war. Doch dem war zum Glück nicht so.

Du hast mir eine Hand auf die Hüfte gelegt und mir rechts und links ein Küsschen gegeben. Die Stellen die du berührtest, haben gekribbelt, als wäre ich in einen Ameisenhaufen gefallen. Mit dem kleinen Unterschied, dass ich nicht wollte, dass es aufhörte.

Glücklich, dass du doch noch gekommen bist, schaute ich dich an und wippte gleichzeitig zu der Musik, die lief. Ich kannte weder die Band noch das Lied, doch das machte nichts, ich habe sowieso nicht allzu viel mitbekommen. Du hast mir eine Zigarette angeboten und ich warf all meine Prinzipien, wegen des endlich-Nichtrauchen, über Board.

Das kann ein Mensch, den ich gerade mal 1 ½ Monate kenne, aus mir machen. Unfassbar, dass war selten einem Mann gelungen. Aber ich konnte einfach nicht dem Leberfleck auf deiner linken Wange widerstehen, der beim reden und lachen wie ein Grübchen aussah.

Vielleicht habe ich dich einen Moment zu lange angeschaut, denn plötzlich beugtest du dich zu meinem Ohr und fragtest mich, ob wir runter zu Hafen gehen wollen. Glücklich, aber auch gleichzeitig unglücklich, dass ich in der Menge nicht mehr so dicht neben dich stehen konnte, machten wir zwei uns auf den Weg. Ich ging dicht hinter dir, damit ich dich nicht noch ein zweites Mal verliere, habe ich mich an deiner Gürtelschlaufe festgehalten. Du hast es mit einem „Ja, gib’s mir Baby!“ kommentiert, was mich doch etwas verlegen machte, doch ich konnte dich einfach nicht loslassen.

Kaum waren wir aus der gröbsten Menschenmasse raus, hast du meine Hand genommen und mich zum Hafen geführt. Jedem Menschen dem wir begegnet sind, habe ich ins Gesicht geschaut und versucht zu erkennen, als was die Leute uns sahen. Haben sie mir angemerkt, dass ich nervös, aufgeregt, glücklich, unsicher und all das andere war? Oder sahen sie einfach nur mich und dich Hand in Hand am Hafen entlanggehen und blieb ihnen der Sturm der bei mir im inneren herrschte völlig unbemerkt? Ich traute mich nicht wirklich dich anzuschauen, wusste aber doch, dass der Moment früher oder später kommen wird.

Wir sagten nichts, ich hatte das Gefühl, wir würden uns für den Augenblick auch ohne Worte verstehen. Du hast meine Hand gedrückt und ich drückte vorsichtig zurück. Immer noch unsicher, was genau passieren wird, obwohl ich es doch genau wusste. Nur die Reihenfolge blieb mir noch unbekannt.

Als wir stehen blieben, um den Sonnenuntergang zu betrachten, hast du deinen Arm um meine Schulter gelegt und mich näher an dich rangezogen. Ich habe dich angeschaut und mich in deinen blauen Augen verloren. Ich weiß noch, dass ich an nichts dachte und dann kam auch schon dein Mund meinem etwas näher und im nächsten Moment spürte ich deine weichen Lippen auf meinen. Eine explosionsartige Vermehrung der Schmetterling fand in mir statt und ich wunderte mich, wie viele bei mir reinpassten. Aber mit jedem Kuss wurden es immer mehr und ich immer betrunkener vor Liebesglück.

„Komm, wir gehen weiter.“ Sagtest du, nahmst mich wieder bei der Hand und wir gingen zusammen in den Sonnenuntergang, in Richtung deines Heimathafens. Ein große Wolke, bestehend aus Schmetterlinge war noch Kilometerweit zu sehen und jedem uns entgegenkommenden Passanten verständlich.

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7 Antworten

Kommentare

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    herrlich. (:
    Schön geschrieben.

    30.08.2009, 22:57 von schneekuchen
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    Was für ein schöner text. Da gerät man echt ins träumen ...

    21.04.2009, 14:13 von Kathi92
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    boah, ich könnt kotzen!
    so schön ^^

    01.04.2009, 13:18 von punk_bastard
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    Wann passiert mir das endlich mal wieder. :/

    08.01.2009, 09:49 von Steifschulz
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