Tobias_Zick 30.11.-0001, 00:00 Uhr 16 0

Der Preis der Liebe

Wie viele Opfer ist euch die Beziehung wert?

Es gibt keine Beziehung ohne Kompromisse, Liebe macht Arbeit. Darum geht es in der Titelgeschichte der August-Ausgabe von NEON: Wie viele Kompromisse sind richtig und wichtig – und an welchem Punkt schlägt die Opferbereitschaft in Selbstaufgabe um? Woran erkennt man, ob die Unterschiede nicht einfach doch zu groß sind für eine dauerhaft glückliche Beziehung?

Alex (aus München) und Enrica (aus Cagliari, Sardinien) haben erst nach dem Zusammenziehen festgestellt, wie unterschiedlich ihre sozialen Bedürfnisse sind: Sie will möglichst oft mit möglichst vielen Freunden ausgehen, telefoniert jeden Tag mit ihrer Mutter – ihm ist das alles zuviel; er braucht Ruhe, Eigenständigkeit, auch mal Abstand. Dafür wirft sie ihm vor, er vernachlässige seine Familie und Freunde. Und ihre gemeinsamen Bekannten fragen sich: Wie lange geht das noch gut mit den beiden?

Ina und Erik hätten sich eines Abend vor zwei Jahren beinahe getrennt: Sie ertrug seinen Sauberkeitstick nicht mehr – er wiederum fand ihren Ordnungswahn quälend. Heute haben sie getrennte Bereiche in der Wohnung und führen sich bei Streits immer wieder vor Augen, dass sie “trotz allem 95 Prozent der gemeinsamen Zeit miteinander lachen”.

Nicole wünschte sich ein Kind, er ließ sie damit abblitzen – sie trennte sich von ihm, kam nach einem halben Jahr zurück, mit der Überzeugung, an das Thema Kinderwunsch gelasser heranzugehen und sich erst einmal mehr um die Beziehung selbst zu kümmern.

Liebe macht Arbeit. “In einer guten Beziehung”, sagt die Paartherapeutin Birgit Dechmann, “traut man sich, auch bereits erzielte Kompromisse wieder infrage zu stellen. Weil man darauf vertrauen kann, dass der andere die eigenen Nöte ernst nimmt, und man gemeinsam nach einer neuen Lösung sucht.”

Welche Kompromisse seid ihr schon für eine Beziehung eingegangen? Und wo liegt für euch die Grenze des Zumutbaren?

16 Antworten

Kommentare

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    Gibt es überhaupt noch sowas wie "Liebe"?Das müssen wir uns erstmal fragen...würden wir für eine Person 1000Kompromisse machen...ich hab das getan...und das hat mein Ex Partner ausgenutzt!




    30.07.2009, 04:15 von farii
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      @farii Ich glaube das ist genau einer der extremfälle, bei denen einfach zu viele Kompromisse gemacht wurden. Sicher gibt es Liebe, aber nach dem was ich aus deiner Beschreibung entnehmen kann, war die in eurer Bezeihung relativ einseitig verteilt.

      30.08.2009, 19:04 von ZackiMcWoo
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    Hab mir etwas mehr von dem Artikel versprochen..

    25.07.2009, 18:27 von MissChaos
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      @MissChaos Irgendwie zieh ich auch den meisten Inhalt aus den Kommentaren =D

      30.08.2009, 18:59 von ZackiMcWoo
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    denke bei mir ist das weniger schlimme die OPFER die man bringt sondern die KOMPROMISSE die man eingehen muss.
    wenn die freundin zB vegetarierin ist und man sich am anfang fest vorniummt kein fleisch mehr zu essen weil man sie glücklich machen möchte, so ist es nach 3wochen dann doch sehr schwer zum leckeren würstchen,döner,salami auf der pizza etc nein zu sagen. das heist nicht das man sie weniger mag oder weniger für sie tun will sondern das man einfach sein ganzes leben lang fleisch gegessen hat und es einfach irgendwann wieder haben möchte.
    denke wegen solcher kleinigkeiten ist es oft schwer zusammen zu bleiben.

    24.07.2009, 19:18 von dasdave
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    es gilt: wohl die grenz_werte einzuhalten.

    ich will damit sagen: ich muss mich auf den anderen verlassen können. und umgekehrt. denn wie auch immer beziehungen sind, sie leben nur durch gewissheiten.

    große opfer bringen ist schon fast n bisschen viel.
    gemeinsamkeit macht liebe!
    das heißt für mich: man darf über gewisse grenzen nicht hinausgehen,um die würde beider wahren zu können.

    liebe entscheidet.

    23.07.2009, 10:50 von .horriblygood.
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    Ein Kompromiss ist wie"aufgeben"...egal was.Jedenfalls ist es bei mir so...oder komt es drauf an"welchen Kompromiss" man eingeht?

    22.07.2009, 23:13 von Sun_1960
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      @Sun_1960 Genau darauf kommt es an Sun_1960.

      Welcher Kompromiss es ist.

      23.07.2009, 09:51 von Tanea
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    also wenn man auf Kompromisse eingeht, muss man 100% dahintern stehen...
    es ist unfair in Streitereien, eingegangene Kompromisse aufzuzaehlen.

    22.07.2009, 19:40 von reginaandreadorothea
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    die Grenze liegt da wo man beginnt, sich selbst aufzugeben. Da endet auch eine Beziehung und beginnt die Hörigkeit. Ja Schatz, alles was du willst Schatz, wann immer du willst Schatz, du sagst es Schatz. UUAAAHHH!!! Eine Beziehung besteht immer aus ZWEI Individuen. Kompromisse eingehen: JA! Komplette (Gehirn-)Verschmelzung? NEIN!

    22.07.2009, 14:53 von unicorna
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      @mezzanine Das sehe ich genauso. In Beziehungen geht man immer Kompromisse ein, oft nur die kleinen, aber ein wenig stellt man sich eben aufeinander ein. Wenn diese Kompromisse sich dann aber auch so anfühlen wie welche, dann (man kanns einfach nicht treffender ausdrücken) steht die Beziehung tastsächlich auf Zahnstochern. In gesunden Beziehungen (also in den wenigen von denen ich weiß) Fügen sie sich vielmehr unbemerkt da ein wo noch Lücken klaffen.

      30.08.2009, 18:55 von ZackiMcWoo
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    Ich führe seid über zwei Jahren eine Fernbeziehung (München – Köln) und ich muss sagen, es klappt ganz hervorragend. Allerdings sehen wir uns nicht jedes Wochenende. Auf den Stress haben wir keine Lust. Stattdessen bleibt er mal eine Woche oder länger bei mir oder ich bei ihm. Bis vor kurzem war ich noch Studentin und deswegen flexibel, weil ich meine Abschlussarbeit auch bei ihm schreiben konnte. Jetzt arbeite ich zwar, aber er ist noch Student. Sicher werden wir uns in Zukunft auch mal nur an einem Wochenende sehen können, aber ich bin da optimistisch. Manchmal machen wir es auch so, dass wir uns bei Freunden treffen, z.B. ein verlängertes Wochenende bei einer Freundin in Berlin. Solange keiner von uns das Gefühl hat, zu viele Kompromisse eingehen zu müssen... Das ist ja bei TanjaKasalla offensichtlich der Fall. Verlangt er von dir, dass du immer kommst?

    22.07.2009, 11:19 von Susanne_Dorn
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      @Susanne_Dorn Ein sehr guter Freund von mir lebt nun verheiratet in San Francisco, er hatte seit der High School Zeit (Austausch) eine Fernbeziehung über 8 Jahre Deu-USA. Er hatte nie eine andere parallel oder auch nur einen One-Night stand. Sie, wie ich sie kenne, auch nicht. Wie haben die beiden das geschafft? Auf jeden Fall nicht durch Opfer.
      Es ist auch eine Mentalitäts- und Charakterfrage, entweder man will und kann zusammen sein oder es geht eben nicht, kommt eben darauf an was man in seinem Partner/seiner Partnerin sieht und ob man genau den Menschen findet, der die 100% ausmacht, die man braucht. Dann stehst Du alles durch. Ich selbst hatte auch eine Beziehung nach Wien über 2 Jahre, die aber nicht an der Distanz zerbrach.
      Wenn man für die Liebe einen Preis zahlen muss, klappt das nicht. Batman müßte z.B. aufhören Batman zu sein...will er das: eigentlich schon, aber irgendwie auch nicht - ebenso Spiderman. Mögen künstliche Beispiele sein, ist aber nicht so weit hergeholt, denn Sie wären nicht mehr Sie selbst.

      24.07.2009, 13:19 von gotballs
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    Seit einem jahr geh ich kompromisse ein, bringe opfer. investiere in die zugfahrten, schaufel mir lange wochenenden frei, wobei ich 2 jobs habe. und was macht der ewige student? an seinem freien WE wird schön in HH gefeiert bis der Arzt kommt. der gedanke, mich zu besuchen, kommt ihm nicht. der junge muss ja seine freihheiten haben. is klar.
    wie würdet ihr reagieren????

    20.07.2009, 20:59 von TanjaKasalla
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      @[Benutzer gelöscht] Mit einem Vollhonk?

      22.07.2009, 18:19 von sailor
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