BeOrNotToBe 28.07.2010, 19:40 Uhr 0 0

Der Mond geht neben dem Fernsehturm auf

Und wir kennen uns schon eine ganze Weile

Das erste Mal als ich dich gesehen habe, hast du auf Arbeit die Möbel auf die Terrasse getragen. Wir haben uns immer gut vertragen. Ich erinner mich noch, wie deine Augen immer geleuchtet haben, wenn du mit einer Kellnerin gesprochen hast. Vor allem mit Claudi und ich dachte immer du magst sie halt einfach nur. Gestern hast du mir erzählt, dass du eine Affäre mit ihr hattest.

Selbst das halbe oder dreiviertel Jahr in dem ich keine Ahnung hatte, dass du nach Wien gezogen bist, hat nichts daran geändert, dass wir uns auf Anhieb wieder gut verstanden haben. Wir haben über alte Zeiten geredet, diskutiert und am Ende immer wieder darüber gelacht. Gestern hast du mir erzählt, dass du dir eigentlich nichts merken kannst und kaum noch was davon weißt.

Du hast immer wieder von deinem Leben in Wien erzählt. Davon das du für deine Arbeit eigentlich viel zu gut bezahlt wirst und von deinen Affären. Auf die Frage wie es denn mit den Frauen läuft meintest du entweder du hast eine schlechte Phase oder eben nur vorübergehende Geschichten. Gestern hast du mir erzählt du stehst auf mich.

Du hattest noch nie das Talent kleine Gesten zu verstehen. Ich fand das immer ganz nett, denn ich hätte mich viel zu oft verraten. Doch du hast nichts gemerkt. Ich hatte immer gedacht, dass ich vielleicht doch etwas Besonderes für dich bin. Gestern habe ich gelesen, dass dich doch andere Frauen in Wien besuchen kommen sollen.

Wir saßen an der Elbe. Der Mond ging neben dem Fernsehturm auf und du dachtest es ist ein Heißluftballon. High Tech und so, waren deine Worte. Es war ein wunderschöner Abend und ich habe dich betrachtet. Jeden Winkel von dir betrachtet. Du hast mich nicht geküsst. Gestern habe ich erfahren, dass du das gerne gemacht hättest.

Heute bist du wieder nach Wien gefahren. Ich habe mich noch schnell vergewissert, ob es dir denn auch gut geht.

Heute habe ich gemerkt, dass ich mich in dich verliebt habe.

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