Der Anruf.
Mein Handy vibriert. Ein Anruf. Unbekannt. Hab Angst, dass du es bist. Und gleichzeitig wünsche ich es mir.
Mein Handy vibriert. Ein Anruf. Unbekannt.Hab Angst, dass du es bist. Und gleichzeitig wünsche ich es mir.
"Hallo?"
"Hanni?"
Du bist es. Niemand sagt meinen Namen so wie du.
"Hanni." Diesmal keine Frage.
"Wieso rufst du an?"
Wie schaffe ich es nur, so kalt zu klingen? Meine Lippen sind trocken. Mein Herz pocht wie verrückt.
"Ich wollte wissen, wie es dir geht. Hab mir Sorgen gemacht. Du hast dich nie gemeldet seitdem."
Seitdem. Seitdem. Seitdem. Mein Kopf ist leer...
"Hanni, sag doch was, geht es dir gut?"
"Ja, mir geht es gut. Jeden Tag geht es mir besser. Jeden verdammten Tag. An dem du dich. Nicht. Meldest. Bitte ruf mich nicht mehr an."
Hab ich das wirklich gesagt? Ich fühle die Tränen aufsteigen.
"Aber..."
"Nein. Bitte. Vielleicht ruf ich dich an. Wenn es mir besser geht."
"Wirst du dich melden?"
"Ich weiß es nicht..."
Ich schmecke das Salz der Tränen. Drücke dich weg. Lasse das Handy fallen. Schluchze.
Du bist der Himmel. Und ich nur ein kleiner verirrter Vogel.




Kommentare
Was.Soll.Uns.Dieser.Text.Sagen.
21.12.2011, 12:05 von TaneaIch kenne solche Situationen nicht und ich kann mit solchen Texten _nichts_ anfangen...
21.12.2011, 11:51 von sailorIch bin wahrscheinlich doch ein gefühlloser Holzklotz...
Na wer ständig nur auf rauer See schippert, die ungeschliffenen Holzplanken unter den rissigen Füßen kaum spürt und dessen vom Salzwasser geschunden Hände klamm und krumm sind, der kann einfach keinen zarten Vogel vom Himmel fangen. Sieh. Es. Ein. Sailor. Fang. Eine. Robbe.
21.12.2011, 12:29 von SasaliHanni und Nanni – Leerer Kopf im Lindenhof.
21.12.2011, 10:52 von B.tinasehr charmant, vielen dank.
27.03.2012, 00:26 von purply