Meeresluft 05.11.2014, 14:09 Uhr 0 0

Dem Ausweg aus dem Weg gehen.

Vielleicht liegt es nur daran, dass die Kilometer zu dir früher mein Fluchtweg waren.

Und wenn ich trotzdem gehe, wenn ich wieder gehe weil ich nichts anderes kann, weil es mein Talent ist zu gehen wenn es schon lange zu spät ist oder zu früh aufzubrechen wenn noch alle Wege offen sind, dann ist da nicht mal was großartiges Neues. Weil zu häufiges gehen ein bisschen was wie Ankommen ist. Weil man Verständnis meist nicht auf seinem eigenen Weg findet und wenn man auf dem mal wieder Kopf über, Tunnelblick, allein, nach vorn rennt meist am Ende nur seine eigene Fassade überwindet, die aufzeigt das wir jeden Schritt zurück gehen müssen. Ich lerne noch mich nicht umzudrehen, ich lerne mich mal nach vorne treiben zu lassen aber das kann ich nicht. Noch nicht. Und wenn ich zu viel gelaufen, jeden Fuß abtritt zurück gekrochen und die Fassade eingetreten habe, wenn ich nur mein Herz in der Hand halte und mein Kopf sich im Geruch des süffigen Vodkas, unterm klaren Sternenhimmel oder in der Tränen getränkten Bettdecke verloren hat, dann bleibt das Gefühl. Das Gefühl das ich es nicht weiß, dass ich nicht weiß was passiert, wenn jemand anders die Fassade passiert hat. Der Andere hatte wohl eine bessere Methode, etwas liebevoller mag es wohl gewesen sein. Und das Herz was ich fassungslos finde leuchtet wie der hinterhältigegraubunte Herbst. Es leuchtet vor unahnung. Es ist nicht gut darin los zulassen, kann aber jeglichen Absturz von oben betrachten und sich wieder abwenden ohne die Ruhe zu verlieren, es kann ja wieder laufen. Dann ist es nicht immer das Verlassene. Was es nicht kann, ist zu verstehen, das dies was so brennt und was so leuchtet, dass es weit über die Fassade hinaus strahlen kann, etwas ist was es selbst ausgelöst hat, indem es sich wie ein quengelndes Kind an einen Lolli, an eine Person schmiss und ohne um Erlaubnis zu bitten jetzt erwartet da bleiben zu dürfen, weil es genau das so vermisst hat! Das es dafür das restliche Leben hinter der Fassade umgekrempelt hat, ist ihm ja egal. Das es Tränen auslöst um auf sich aufmerksam zu machen, ist ihm nicht bewusst und das es nicht ernst genommen wird ist ihm auch noch egal!  Es hat es ja nicht böse gemeint, wenn schon keine Katze sollte doch trotzdem etwas Liebe in den November kommen, für das naive, halsüberkopf, aussichtslose übertriebene Manöver entschuldigt es sich. "Sorry, war so nicht geplant."

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