Astyr 23.01.2010, 23:02 Uhr 4 0

das Leiden einer Frau

über eine Frau, die das Leid der Liebe gewohnt ist....

Wir lernen uns am ersten Tag unserer Zukunft kennen.
Ich weiß gar nicht mehr ob wir nebeneinander saßen oder einfach so ins Gespräch kamen. Jedenfalls bist du mir direkt ins Auge gesprungen, du mit deinem blonden Lockenkopf.
Man sah es dir schon damals an,
dass du anders bist,
dass deine Welt einfach anders ist.
Damals warst du in meinen Augen unschuldig und unerfahren,
ein Bisschen wie ein Engel, deine ganze Ausstrahlung.

An sich eine Überraschung dass wir Freunde wurden, wir mit unseren verschiedenen Welten.
Liegt vielleicht aber auch daran, dass du mich einfach fasziniert hast, noch immer.
Stille Wasser sind tief.

Es war ein sonniger Herbsttag, wir gingen zur Bahnhaltestelle,
plötzlich sagtest du, dass du mir etwas erzählen musst, etwas was sonst keiner weiß, du wüsstest dass wir uns noch sehr fremd sind, aber an meine Verschwiegenheit glaubst.
Du hättest eine Affäre.
Mit einem wesentlich älteren Mann.
Er ist natürlich verheiratet und hat natürlich eine kleine Tochter.
Um es noch komplizierter zu machen, ist er zusätzlich der Onkel deiner besten Freundin.
Achja, du wohnst auf dem Lande, wo jeder jeden kennt, vor allem ihn.

Ich war sprachlos, wir sprachen über Gewissen, Schuld und Perversion.
Ich dachte am Meisten an dich, wie aussichtslos deine Situation war und noch immer ist.

Bei jedem Versuch euch zu trennen hab ich dir gut zugeredet.
Du warst jung (bist es ja noch immer) und warst eigentlich nur für ihn da. Meiner Meinung nach hast du einfach viel verpasst.
Du hast es nie erlebt wie es ist nebeneinander aufzuwachen und ruhig in den Tag zu starten, seinen Liebsten stolz den Freunden vorzustellen.
Geheimnisse mögen ja ihren Reiz haben, aber für welchen Preis?

Ich habe es akzeptiert, aber nie befürwortet,
bis zu der Nacht als ihr wieder versucht habt euch zu trennen,
wir waren feiern und du schliefst bei mir.
Nachts hab ich dich weinen hören, dein Leid konnte man fast schon spüren.
Es war so präsent, das es schon unheimlich war.

Dies ist nun Jahre her.
Ihr seit noch immer „zusammen“
Er hat sich noch immer nicht offiziell von seiner Frau getrennt.
Und du hast dich dran gewöhnt, dass alle Welt glaubt, du würdest einfach keinen Mann finden oder wärst lesbisch.
Ich freue mich für dich wenn du glücklich bist, aber meine Hoffnung deine Situation könnte sich noch zum Positiven verändern ist bereits erloschen.

Mich fasziniert es dich anzusehen und es zu wissen,
dich zu sehen und zu wissen das deine Hoffnung zuletzt stirbt.

4 Antworten

Kommentare

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    ach naja
    das ist die außenansicht einer situation, auf die du dein wertesystem projezierst.

    sie wird schon wissen, was sie aus der situation zieht.

    find ich recht undramatisch und der text hat auch so seine schwächen.
    beispiele: hat er eine oder keine tochter? phrase: die hoffnung stirbt zuletzt. phrase: stille wasser sind tief. plus den einen oder anderen rechtschreibfehler..

    leider belanglos

    20.04.2010, 19:36 von RedSonja
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    och

    29.01.2010, 20:46 von schoenwettermacherin
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