Irgendwie_verdreht 14.11.2009, 23:54 Uhr 2 1

Das Gefühl ist doch noch nicht ganz weg...

... und es tut noch immer weh. Mehr als sonst sogar.

Ich dachte, ich hätte das irgendwie nun erfolgreich verarbeitet, zu einem Ende gebracht. Wir haben Abschied voneinander genommen, uns danach nur noch selten geschrieben, noch seltener miteinander gesprochen. Ich muss zugeben, wenn wir das taten, dann hat mich das ganze erfreut, ich spreche gerne mit dir, ich mag es, wenn du mir deine kleine Welt ein stückweit öffnest. Das war genau das richtige Maß. Du warst nich zu fern und auch nicht zu nah, ein guter Freund eben, mit dem man eben gerne mal wieder redet, von Zeit zu Zeit.

Dann kam dieses Wochenende. Ich bin 500 km weit gefahren, saß sieben Stunden im Zug. Ich war aufgeregt, hab mich gefreut auf ein schönes Wochenende daheim. Aber nicht wegen dir, dasw ar früher einmal. Du bist ein Freund, ja, aber du warst für mich bei Weitem nicht das Wichtigste an diesem Wochenende.
Wie aus dem Nichts hinaus rufst du mich an, noch während ich im Zug sitze. Dabei dachte ich, du hättest meine Nummer aus deinem Telefonbuch gelöscht, so selten, wie du sie die letzten Monate angewählt hast. Du fragst, ob wir bevor ich wieder weg fahre am Sonntag, noch einen Kaffee zusammen trinken. Ich willige ein, schaden kann das ja nicht, du bist doch ein alter Freund und Weggefährte. Ganz nebenbei merkst du dann noch an, dass du am Abend noch auf einem Geburtstag bist, versicherst mir gleichzeitig, wie selbstverständlich, dass du dich zurückhältst, damit wir dann am Sonntag viel vom Tag haben.

Ich hab mich gefreut. Das erste mal seit langem bei einem Wort mit dir. Dein Anruf, deine leichte Art, die ich shcon fats vergessen hatte und der morgige Tag, all das hat mich in Erwartung versetzt. Du sagst, du meldest dich dann morgen früh noch mal.

Sonntagmorgen. Ich packe meine sieben Sachen wieder zusammen und erwarte dich. Erstmal kein Anruf, nunja, wir haben ja eh schon einen Treffpunkt miteinander ausgemacht. Dort stehe ich dann und warte. Eine ganze Stunde lang, du gehst noch nicht einmal an dein Handy. ich steig in den Zug, mein herz wird schwer. ich weiß, du kommst nicht mehr. ich bin enttäuscht, wütender denn je auf dich. Ich hab dir schon einige deiner Dummheiten verziehen, als kleine Macken von dir abgestempelt. Aber das hat mich verletzt. Du warst nicht da, obwohl du es versprochen hattest. Mir fällt es schwer klar zu denken, frei zu atmen, Tränen steigen mir in die Augen. Alles schmerzt. Und sieben Stunden lang keine Antwort von dir. Auch die nächsten Tage kein Lebenszeichen.
Ich will dich wieder vergessen, doch seit diesem einen Anruf spuckst du wieder in meinem Kopf rum. ich will dich verfluchen, für den Schmerz, den du mir zubereitest. Das Gefühl ist eben doch nicht weg.
Drei Tage später meldest du dich erst, entschuldigst dich, betitelst dich selber als ,,Arschloch". Ja, da kann ich dir nur Recht geben. Aber deine Worte erscheinen mir als leere Hülle, sie bedeuten nichts, sie entschuldigen und rechtfertigen dein Verhalten nicht wirklich. Du vermisst mich. Du willst uns nicht verlieren. Ich glaube aber, das ist schon geschehen.
Heute sitzt du mit meiner Mitbewohnerin, die diesmal 500 km weit geflogen ist, und die du eigentlich immer zu affektiert findest, und anderen Freunden zusammen und amüsierst dich. Ich kann dich nicht sehen und nicht verstehen...

Und all das tut mir weh. Sehr sogar.

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2 Antworten

Kommentare

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    hach mach....

    10.03.2010, 22:42 von Lellop
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