MissesBiscuit 30.11.-0001, 00:00 Uhr 2 3

Das Ende

Ich freue mich jedes Mal darauf dich zu sehen, weil ich daran glauben will, dass sich etwas ändert

Ich male mir aus, dass wir wieder zusammen im Bett liegen, Fußball schauen, wir uns zärtlich küssen und dann plötzlich die Lust über uns zusammenschlägt wie früher. Wir danach da liegen, uns alles wehtut und wir trotzdem nicht aufhören wollen. Und schließlich trennen wir uns nach viel zu wenig Schlaf bis zum nächsten Abend, halten es aber meistens nicht bis dahin aus.

Wenn ich dann aber bei dir klingele, du mir aufmachst und ich fast schon betont hoffnungsvoll meine Sachen neben den Sessel werfe, dann spüre ich sofort, dass alles anders ist. Wir schweigen uns an, du beantwortest E-Mails, ich lese. Irgendwann legen wir uns zusammen ins Bett, schauen vielleicht ein bisschen Fußball, aber ich schlafe sofort ein. Oder noch schlimmer: wir streiten uns, weil ich nicht akzeptieren kann, dass all das, was mich so glücklich gemacht hat, auf einmal vorbei sein soll. Ich weiß nicht einmal warum, genau so wenig wie du. Deine lieben Gesten sind leer, unser Sex seltsam gezwungen und ich allein. Und während ich noch daran glauben will und dagegen ankämpfe weiß ich doch schon ganz genau, dass es so zu Ende geht.


Tags: Trennung, Verlustangst, Trauer, Einsamkeit, Aufgeben
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2 Antworten

Kommentare

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    Geht mir gerade genauso :(

    11.11.2013, 15:18 von _gedankengut_
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    Kenn ich.

    29.05.2013, 19:52 von Dumblebee
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