Whitechocolatemocca 12.02.2018, 10:24 Uhr 0 6

Blickwinkel

Und wenn sich alles nach einem endlosen Kampf anfühlt, denk einfach an die Aussicht von der Spitze des Berges.

Ich befinde mich in einem Schwebezustand. Kann nichts greifen und fassen und frage mich unentwegt, wo ich stehe und gehe und was eigentlich morgen ist.
Das Müsli in der Schale ist längst aufgeweicht, eine zäh-matschige Masse, die Bestandteile kaum mehr auszumachen.
Du bist fort.
Und ich gehe weiter, Schritt für Schritt, weil der Gedanke zu stehen mir unerträglich ist. Und wenn du wüsstest wie weit ich gehe, Schritt um Schritt, du würdest lachen und die Wanderstiefel schnüren und wir würden Wandern, Hand in Hand, Schritt für Schritt.
Und wir würden Laufen, Rennen und Springen, du würdest mich tragen und ich würde fliegen, Berge erklimmen, raus in die Welt.
Ich weiß du bist fort.
Und doch kann ich es nicht ändern, würde gerne nach dir greifen, dich fassen und halten. Stützen und schützen und vielleicht auch viel mehr.
Ich versuche zu verstehen, nur leicht fällt es mir nicht, warst du doch sonst immer so präsent. Und ich verspreche dir, ich werde weiter gehen, werde Berge erklimmen, neue Wege entdecken, nach dir benennen und ab und zu rennen, springen und tanzen. Und wenn ich verstehe und auch akzeptiere, werde ich singen und rauf an die Spitze und Blicke riskieren.
Und wird es beschwerlich, lauf ich trotzdem weiter, mit beiden Beinen und festem Stand.
Die Sonne scheint und ich trag dein Lächeln im Gesicht.
Und so bleibst du ein Teil von mir, bist immer hier, ich trag dich hinaus in die Welt.
Nein, du bist nicht fort.

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