Ruben 26.01.2012, 20:26 Uhr 1 1

Blaue Silberschmetterlinge

Gedankenblasen zu großartigen Kleinigkeiten und anderen Katastrophen.

Blaue Silberschmetterlinge an den Ohren. Euphorisierte, mit Adrenalin vollgepumpte Endorphinbläschen, die schreiend im Kreis rennen und dabei "wuhu" singen, im Gefühl. Holprige Achterbahnen, die sagen: "schau mich blos nicht so genau an, ich könnte schon ziemlich morsch sein unter meinem bunten Lack", im Kopf, der mit den kindlich-naiv wirkenden Haarspangen dekoriert ist. Dazu hier und dort kleine Turbulenzen in der Magengegend, die manchmal selbst nicht genau wissen, weshalb sie dort jetzt so ziehen - vor Glück oder Angst oder beidem. Wie man sich von außerhalb sieht, kann man im Moment noch nicht sagen. Ob die Welle auf der man sich befindet, die perfekte ist, wird sich erst im Nachhinein herausstellen, wenn sie überhaupt jemals endet. Eines steht aber fest: Wer die Welle nicht ausharrt und sie vorher bricht, kann hinterher nur darüber sinnieren, sein Leben nicht in vollen Zügen ausgekostet zu haben, als er die Gelegenheit dazu hatte. Was es in diesen Zeiten aber vor allem zu Bedenken gilt: Nur nicht zu viel denken. Auskosten! Schmachten! Genießen! Freuen! Angst haben! Verliebt sein! Lieben! Es geht um's Ganze und zwar um's Gefühl. Man sollte das mit der Selbstreflexion in den Innerichchaoshochphasen gar nicht erst versuchen. Sie bremst lediglich aus; Und manchmal ist es gar das Unvernünftigste vernünftig zu sein.

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Kommentare

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    Schön gewirbelt. Dann auf den Punkt gebracht.

    26.01.2012, 21:36 von Siegel-7
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