Fruchtzwerg2.0 17.11.2011, 14:07 Uhr 0 5

Bei Risiken und Nebenwirkungen. . .

wenden sie sich an Ihre Hoffnung und verabschieden sie sich von der Realität!

 

Du und ich. . . ich und du. . .

Zwei Menschen die sich durch einen Zufall kennenlernten. Nur weil du mir die Tür aufgehalten hast, als ich in diese Kneipe wollte und du raus. Dieser Moment hat schon gereicht um eine Freundschaft zu schließen. Nicht die beste Idee wie sich hinterher rausstellte. Die Wochen vergingen. Wir sahen uns in unserer Stammdisco. Jeden Freitag, jeden Samstag. Wenn wir uns nicht sahen, schrieben wir uns. Die Freundschaft wurde größer und größer wie eine Kaugummiblase und genau so zerbrechlich. Sie drohte bald zu zerplatzen. Die gleichen Leute, die gleichen Partys und wir zwei mittendrin und nie allein. Blicke, ein gefällt mir hier und da, ein Youtube-video, ironisch kommentierte Fotos, hunderte Fotos, nicht ein Foto von uns beiden… Immer in der Gruppe, in der Gruppe waren wir stark, allein kam der Zweifel, die Angst.

Ich habe mir nicht vorgenommen solche Gefühle für dich zu entwickeln, habe dagegen angekämpft, sie verdrängt, man merkte es mir an, an meinen Blicken, vielleicht auch in deinen Blicken?

Hier und da eine Andeutung, eine Umarmung, eine Eifersuchtstour. Vom Jägermeister geschwächt hier und da eine Träne, nach einem Streit, vor dem Streit, allein Zuhause oder in Gesellschaft.

Fragen über Fragen, nur dich, dich fragte ich nicht. Ich habe Angst vor der Antwort. Aber du weißt es, du siehst es, du fühlst es. Jeder Satz, jede Bewegung von dir bietet mir so viel Interpretationsfreiraum. Es macht mich krank und schwach.

Ich verliere mich in der Hoffnung, in den Traum von uns, als ein UNS.

Realität? Braucht man das? Sie erzeugt Bauchschmerzen, Übelkeit, Wortkotze, Kopfnebel, Herzmuskelschmerz, Atembeschwerden, Depressionen.

Ich brauche ein Rezept für Hoffnung, denke ich als ich vor dir stehe und wieder dieser Nebel, im Kopf und von den Zigaretten.

Du sagst du kannst es nicht. Dein Blick wird leer, meiner verschwommen.

Mir wird klar, wir spielen auf verschiedenen Ebenen, du mit dem Fuß im Treibsand, ich bis zum Hals.

Du kannst deinen Fuß rausziehen und gehen, ich habe nichts mehr zu verlieren.

Du sagst du bist nicht bereit dieses Risiko einzugehen. Kannst es dir nicht eingestehen, willst es dir nicht eingestehen, kannst weitermachen wie bisher.

Du fragst ob das den Bösen aus dir macht.

Bevor mein Kopf im Treibsand versinkt, erwidere ich mit tauben Herz und mit nichts in der Hand:

Nein, das macht dich nicht zum Bösen, nur zum Falschen.

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