violett84 30.11.-0001, 00:00 Uhr 9 5

Befreiung

Endlich ist es angekommen, innen und außen und im Herzen. Dieser Tag war grausam und doch vielleicht einer der wichtigsten Schritte seit Jahren.

Endlich ist es angekommen, innen und außen und im Herzen. Dieser Tag war grausam und doch vielleicht einer der wichtigsten Schritte seit Jahren.
Ich habe wirklich geglaubt das wir da heute gemeinsam sitzen, lachen und Kuchen essen und auf dich trinken und dich feiern und dieses, merkwürdige und doch so schöne Leben. Ich habe dir ein Geschenk gemacht das an unsere schönste Zeit erinnert und Worte geschrieben, ziemlich ehrlich geschrieben. Ich hab also alles gegeben, alles was mir möglich war und was geschah- garnichts, ein kurzes Danke hast du geschrieben, aber mehr nicht, dann war da Schweigen wie die letzten Tage. Den ganzen Tag, ich bin so wütend geworden, ich bin immer noch so sauer, so verletzt und so gekränkt und kanns kaum glauben, aber irgendwie wars auch wichtig oder ist symbolisch so wichtig, denn wenn du das nicht mit mir teilen willst oder kannst, dann bleiben alle meine Träume auch Träume.
Es ist angekommen in mir, im Kopf, im Herz und im Bauch und unter der Haut- es ist vorbei, es ist alles ein sechsjähriger Traum, eine Illusion und du warst nur in mir ein Held, aber nie in Wirklichkeit.
Das schmerzt, aber ich hab genug, es reicht mir, es kotzt mich an so behandelt zu werden und ich will das nicht mehr, es gibt mir nichts mehr und ich verliere immer mehr die Achtung vor dir. Und eigentlich will ich das nicht, eigentlich will ich dich gut, nicht idealisiert und nicht schwarz sondern ganz einfach gut in Erinnerung halten.
Deshalb ziehe ich nun und jetzt und hier die Linie, das Ende zwischen uns beiden und unserer besonderen Liebe, die wohl wirklich eine Romeo und Julia-Story bleibt, das heißt unerreichbar, unlebbar und unglücklich- mit dem großen Unterschied, dass ich mich nicht umbringen werde, nein, ich gehe in ein neues Leben, ein wirklich neues, freies Leben ohne diese Last auf den Schultern, ohne diese Ungewissheit und diese nicht enden wollende Ambivalenz, diese Widerstände, diese Selbstverletzung. Jetzt kommt Freisein, frei Atmen, Verbundensein nicht abgetrennt und Lachen und Glück spüren und Leben riechen.
Ich habe es endlich geschafft, Kampf besiegt!

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9 Antworten

Kommentare

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  • 0

    ich wünsche dir, dass du es wirklich schon geschafft hast.... ganz fest! 

    12.03.2016, 22:14 von Capt_Moe
    • 1

      Leider nicht- es ist so viel Wut und Aggression empor gestiegen:-(

      12.03.2016, 22:20 von violett84
    • 0

      das tut mir leid, aber wahrscheinlich ist es nötig, damit Du es dann doch noch schaffst...

      12.03.2016, 23:09 von Capt_Moe
    • 0

      Ich kenne es, man empfindet Verachtung und Wut und zugleich reichen sich die Gefühle mit der Liebe und Trauer die Hand.

      27.05.2016, 23:04 von Spatzenflug
    • 0

      Ja genau das ist es und ich glaub das bleibt auch für immer, oder?

      28.05.2016, 16:16 von violett84
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      Nein, es war kein Albtraum, alles hat seinen Grund, einen Sinn und ich weiß warum das so in mein Leben gekommen ist und was die Aufgabe ist. Aber manchmal schmerzt es so sehr und ich werde sooo wütend, das ist heftig, aber ich glaub ich muss mich damit versöhnen sonst wird es nicht ruhen.
      Danke fürs Mögen!

      07.03.2016, 20:04 von violett84
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