Auf einer schneebedeckten Sommerwiese
Auf einer schneebedeckten Sommerwiese blühen frischgepflückte Trockenblumen. Ich schnüre meine Schuhe und laufe barfuß davon.
Als in der Nacht die Sonne aufgeht,
erwache ich schlafend und bestaune den sternenklaren Himmel,
der von einer dunklen Wolkendecke überzogen ist.
Mit festgeschlossenen Augen siehst du mich an
und als ich stumm das Schweigen breche,
hörst du aufmerksam weg.
Wortkarg sprudelt der Redefluss aus meinem verschlossenem Mund.
Und als du mich abwartend unterbrichst,
will ich gelassen aufspringen vor Wut!
Indem du mir den Rücken kehrst, ziehst du mich hin zu dir
und schwitzend drohe ich in deinen Armen zu erfrieren.
Voll Mitgefühl lachst du darüber
und leise schreie ich mir die Seele aus dem Leib.
Alsbald festigst du locker deinen Griff
und frohgemut versinke ich in Traurigkeit.
Ganz tief an der Oberfläche mag ich dich,
das weiß ich, weil ich mir unsicher bin.
Als am frühen Morgen der Tag zu Ende geht,
ziehst du mir fürsorglich das Kissen weg.
Und hellwach schlafe ich neben dir,
bis in der Nacht die Sonne aufgeht.




Kommentare
das bewegt. das merkt man daran, dass das herz durchs tshirt schlägt beim lesen.
13.05.2007, 13:50 von hibtoll den stil durchgezogen. ohne in klischees zu verfallen. der text hat mich locker im griff.
sehr fein.
04.05.2007, 19:17 von PDKund ne nette anspielung auch.
lg
*p
Klasse, wirklich!
04.05.2007, 19:05 von No.DoubtDu sprichst mir verdammt nochmal aus der Seele!!
04.05.2007, 15:27 von sour_cherryich bin traurig erfreut. schön geschrieben grosse kleine.
02.05.2007, 15:41 von Sue25schön!
01.05.2007, 12:55 von DieFaengerinIMRoggen