Auf dem Weg
Nett-Aber-Nicht-Meins
Ich wollte dich nicht wirklich, ich wollte dich nie so richtig. Während unseres ersten Treffens, vielleicht, definitiv nach unserem ersten Treffen, hatte ich dich bereits tief in meiner Nett-Aber-Nicht-Meins-Schublade verstaut. Vorsichtig mit dem zu sein was man sich wünscht, denn es könnte in Erfüllung gehen, diesen Spruch habe ich nie ganz verstanden. Jetzt geht er mir nicht mehr aus dem Kopf, weil ich dich nicht dazu bringen kann, mir aus dem Kopf zu gehen. Ich verfluche meine Freunde, jedes Mal, für jede einzelne Nachricht, jeden Anruf, jeden Pinnwand-Eintrag und das nur deshalb, weil ich all das von dir bekommen möchte, am liebsten jeden Tag, ungezwungen, offen & ehrlich, als wäre nichts zwischen uns, was auch immer das sein mag. Ich will nicht einschlafen, weil ich darauf warte, dass du dich meldest, ich will nur schlafen, bis es soweit ist. Du teilst nichts mit mir, weder deine Gedanken, deinen Alltag, noch deine Frei-SMS. Ich vermisse deine schreckliche Frisur, ich will, dass du mich im Arm hältst, während ich so tue, als ob der Film, den wir uns ansehen, viel aufregender wäre. Ich will am Fenster stehen, darauf warten, dass du den Weg zu meinem Haus hinaufgehst und mir zuwinkst. Ich sehne mich nach dem Moment, wenn du vor meiner Tür stehst, ohne Jacke, bei Minustemperaturen, mich ansiehst, küsst und wir so tun als wäre das das Normalste auf der Welt, wobei das mit uns, zwischen uns, alles andere als normal ist.
Ich vermisse deine SMS, bevor du vor meiner Tür stehst, mit den drei Worten, die mich so lächerlich glücklich machen, dass ich mich selbst dafür ohrfeigen möchte: Auf dem Weg.




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