Amelie...
Letzte Nachrichten & ein letztes Gespräch...
„Nur das richtige Wort zur richtigen Zeit, nur ein kleines Licht in der Dunkelheit – der Moment, der uns wieder auf die Beine stellt.“ – Ich höre Madsen um meine Gedanken zu ordnen, denk kurz über den Text nach und stell fest, wie recht sie doch haben.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />
Das richtige Wort zur richtigen Zeit kann für einen Menschen so viel ausdrücken. Ich werde sie jetzt anrufen. Wir haben gestritten. Wir streiten. Wir…Ich ruf sie an. Sprachbox. War klar. Ich probiere es nochmal. Ich wähle ihre Nummer. Sie drückt mich weg. Zweimal jetzt schon. Hm…vierter Versuch. Sie muss nur abnehmen und mir zuhören. Einmal noch zuhören. „Sie sind nun in der Sprachbox von 06…“Das gibt’s doch nicht denk ich mir und ruf nochmal an. Weggedrückt. Mein Handy mag sie nicht. Sie mag mein Handy nicht oder vielleicht einfach mich nicht. Ich muss jetzt unbedingt mit ihr sprechen. Ich will jetzt unbedingt mit ihr…“Bitte hinterlassen Sie Ihre Nachricht nach dem Signalton.“ – Piepipiep. Mann!
Zumindest weiß ich mittlerweile, dass sie sich nichts antut – glaube ich. Ich weiß es – vertrau darin. Ich probiere es nochmal. Es macht Piep. 1mal, 2mal, 3mal. Vier Pieps. Fünf Piep’s. Sprachbox. So jetzt noch drei Versuche. Versuch 1 – Piep, piep, fehlgeschlagen. Versuch 2. Bitte geh ran. Bitte geh ran. Bitte geh ran, verdammt. Mittlerweile hat sich der Song geändert. Wieder Madsen. „Wo kommst du her? – Sowas wie dich – habe ich noch nie gesehen. Voller Glanz, wunderschön – dir kann keiner widerstehen…“ – Hm…Ja sie ist die Perfektion – für mich. Auch wenn sie es sich selber nicht einsieht. Sie ist die Perfektion. Ich habe ihr eine SMS geschrieben. „Wir müssen reden“. Ich werde sie jetzt um 40 – um 45 und um 50 noch einmal anrufen und wenn sie dann nicht abnimmt, lass ichs für heute. Der Mensch, um den es geht – Amelie. Ein Mädchen, welches in meinen Augen mehr als nur besonders ist, gäbe es da nicht einige Regeln, an die wir uns halten müssen.
Es ist 40. Mein Anruf bleibt unbeantwortet. “Manchmal ist da etwas, dass unerwartet erscheint. Manchmal brauchen wir nicht viel um glücklich zu sein“. Es ist 45. Ich bin gespannt. Innerlich bitte ich darum, dass sie abnimmt. Auch wenn sie jetzt nur sagt, dass sie auflegen will. Sie soll abnehmen. Bitte. Sprachbox. Es ist 50. Ich ruf sie an – und sag ihr, dass ich sie liebe, dass ich ihre Kette trage und dass ich sie liebe. Dass ich sie liebe. Das habe ich seit drei Monaten immer nur ihr gesagt. Dass ich sie liebe. Das habe ich seit drei Monaten immer nur bei ihr gefühlt. Dass wir uns lieben – fühl ich immer nur mit ihr. Ich les ihr vor, was ich bisher geschrieben habe. Fang an mit „Nur das richtige Wort zur richtigen Zeit..“ und lies es ihr vor. Sie hat nicht abgenommen. Sprachbox.
Ich streiche mit der rechten Hand über den Riss meines Handydisplays, als wäre es ihre Haut. Ich streiche mit der rechten Hand über den Riss meines Handydisplays, als wäre es ihr Herz. Ich streiche mit der rechten Hand über den Riss meines Handydisplays und es tut weh. Und ich warte. Auf was? – Ich weiß nicht so genau.
Zeit verstreicht. Ich kuck noch rasch ins Facebook. Greif nach meinem Handy. Fahr über meinen Display, während ich mich im Internet auslogge. Ich bin offline, doch am Handy erreichbar. Sie weiß es, doch der Anruf…fehlt. Sie fehlt. Im Hintergrund läuft Madsen. „Verschwende dich nicht“. Madsen? – Die haben doch keine Ahnung.
Tags: Verletzen





Kommentare
es ist ungerecht, einen nicht reden zu lassen, bzw. ihm nicht zu zuhören, wenn er etwas zu sagen hat.
boah, irgendwie hat mir dein text und dieses "anrufen, anrufen, anrufen, anrufen..." angst eingejagt.
26.07.2012, 12:58 von mackenbienchenich hätte mich auch taub gestellt.