ina_sophie 23.06.2015, 00:56 Uhr 0 5

Am Rand deines Lebens

Um alles in der Welt will ich dir deine Kälte verzeihen.

Du sagst mir: wir haben Spaß und ich bin gern mit dir zusammen. 

Doch für etwas Festes bin ich leider nicht zu haben. 
Und ich lächel in mich rein. Kenne diese Texte schon, diese Worte, habe sie schon zuvor gehört. Doch auch wenn ich sie kenne... Ich antworte immer gleich: es ist mir egal, Hauptsache ich bin bei dir und du bist da. 
Das findest du dann süß.  Dann sagst du, du würdest dich immer freuen mich zu sehen und ich könne sehr gern und immer vorbei kommen. 
Und das würde ich. Würde mich zwei Stunden in den Zug setzen, Hauptsache ich komm dann bei dir an. Doch würdest du? Ich glaube nicht. 
Du würdest wieder lächeln. Sagen: ja mal schauen wanns mal passt. 
Doch das Problem ist, dir passt es nicht. Nie. 
Und so nehme ich mein Herz zurück. Das du eigentlich aufgesammelt und zusammengefügt hast. Dass was er damals zerstört hat, machtest du wieder ganz. Ich wollte es dir als Dank schenken. Ich wollte, dass du weißt, dass es nun, nur noch für dich schlägt. 
Doch du würdest es nur irgendwohin stellen. Es ab und zu ansehen und anlächeln. Doch weiterleben. Und ich würde am Rand stehen. Am Rand deines Lebens, denn ich gehöre nicht hinein. Würde auf dich warten, darauf, dass du es mir gleich tun würdest. Mir deines, eines Tages, auch zu schenken. 
All das kann ich nicht ertragen. Deshalb höre ich jetzt damit auf. 
Ich will nichts haben, dessen Verlust ich nicht ertragen könnte.
Denn in der Zeit, in der ich auf dich warten würde, wirst du dein Herz an jemand anderes vergeben. Dann werde ich wanken und vom Rand deines Lebens fallen. Mein Herz wird mir folgen. Und so würde ich erst mich und dann mein  zerbrochenes Herz flicken müssen. 
So weit, lasse ich es nicht wieder kommen. 

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