Annabel_Dillig 13.07.2012, 10:40 Uhr 72 7

Alte Liebe postet nicht

Wie geht ihr mit eurer Beziehungsvergangenheit im Internet um?

Seine Einträge power-liken, buchführen über seine Chat-Frequenz, nachts alle seine Bilder durchklicken und in Erinnerungen schwelgen: Facebook ist eine Art soziales Abklingbecken, eine Beatmungsmaschine für untote Beziehungen. 

Nicht nur, was Ex-Freunde und Ex-Freundinnen betrifft: Der Facebook-Algorithmus ist so unerbittlich, dass er einem immer genau jenen Schwarm oder jene Affäre unter der Rubrik „Leute, die du vielleicht kennst“ vorschlägt, die man doch so tapfer und aus Gründen des Selbstschutzes entfreundet hat. Und was eignet sich bei einem akuten Anfall von Wehmut in Folge mehrerer Gläser Wein besser, als mal eben seine Fotos durchzuforsten und sich dabei ganz sicher sein, dass seine Lachfalten noch immer die schönsten und charmantesten der ganzen Welt sind? Das hatte man ja beinahe vergessen.

Was tun: Auf „verbergen“ klicken? Einen kalten Facebook-Entzug starten? Oder die Desensibilisierungsstrategie fahren durch maximal häufiges Profil-Durchklicken und Vor-Augen-Halten? Wie geht ihr mit eurer Beziehungsvergangenheit um, wenn sie euch im Internet einholt?


Tags: Ex-Freunde
7

Diesen Text mochten auch

72 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • 0

    konfrontieren

    16.07.2012, 17:48 von beccilein
    • Kommentar schreiben
  • 0

    Schlicht und einfach nicht befreunden.

    16.07.2012, 17:30 von Tora
    • Kommentar schreiben
  • 0

    Was Facebook mit dem richtigen Leben zu tun hat würd ich gern ma wissen?

    Wer löscht und sperrt und blockiert usw. hat diesem Scheissbook schon einen zu hohen Stellenwert in seinem / ihrem Leben gegeben. Das Profil eines Ex blinkt ja nicht jedes Mal mit Feuerwerk und "DING DONG DING DONG" auf, wenn man sich auf Facebook anmeldet. Und wenn man doch drüber stolpert kann man ja n bisschen in Erinnerungen oder in Hassliebe oder "ich-find-ihn-immer-noch-heiss"-Gedanken, die auf den Unterleib drücken, schwelgen.

    Facebook zerstört noch jeden kleinen Mikrorest an sozialen Beziehungen, die wir Menschen miteinander haben.

    16.07.2012, 16:20 von missweiss
    • 0

      ach was,meine güte

      16.07.2012, 17:49 von beccilein
    • Kommentar schreiben
  • 5

    Kontakt sperren, DDOS-Attacke, Fertig.

    16.07.2012, 15:55 von somehowamusing
    • 1

      Muahahaha

      16.07.2012, 16:03 von LeyluraLegbreaker
    • Kommentar schreiben
  • 0

    Gar nicht erst bei facebook 'befreunden'.
    Dann brauch man sich die dämlichen Mitleidsbekundungen etwaiger Freunde zum "[...] hat ihren/sein Beziehungsstatus in 'Single' geändert" nicht antun und man kommt gar nicht erst in Versuchung, die/den Verflossene/n zu stalken ...
    Hat bisher prima funktioniert.

    16.07.2012, 15:06 von .reddishness.
    • 1

      Es funktioniert auch prima, seinen Beziehungsstatus von Haus aus gar nicht erst öffentlich zu machen...

      16.07.2012, 16:01 von Katze.
    • 0

      Das stimmt allerdings ;)

      16.07.2012, 16:19 von .reddishness.
    • 0

      Ich lerne meine Beziehungen grundsätzlich erst über Facebook kennen

      16.07.2012, 16:25 von EliasRafael
    • Kommentar schreiben
  • 0

    Also, mein Exfreund hat mich konsequent gelöscht. Ich habs sonst so gemacht, dass ich erstmal ignoriert hab.

    16.07.2012, 15:04 von Monday_Morning
    • Kommentar schreiben
  • 2

    Ich kapier nicht, warum man sich immer gleich löschen usw. muss...
    Man hat eine gemeinsame Vergangenheit.
    Wer erst Monate oder Jahre oder Jahrzehnte Tisch und Bett geteilt hat, sollte doch in der Lage sein, wie erwachsene Menschen damit umzugehen, dass es den anderen immer noch gibt - und der-/diejenige nun (genau wie man selbst) ein eigenes/anderes Leben führt.

    Ich werd niemals verstehen, warum man ehemalige Liebschaften gleich immer aus dem Leben verbannen muss. Schließlich hat man denjenigen ja mal geliebt, da halt ich es nur für normal, dass man sich auch drüber hinaus noch für dessen Leben interessiert.
    Es handelt sich doch immer noch um einen Menschen, der einem mal was bedeutet hat, auch wenn die Schmetterlinge jetzt fort sind.

    Facebook hin oder her - wer was über den/die Ex erfahren will braucht dazu nicht angemeldet sein. Wer es nicht via Facebook erfährt, besorgt sich die Infos anderswo. Ist so.
    Irgendwann kommt schon der Moment, wo's einem langweilig wird, das aktuelle Leben des Ex-Partners zu durchforsten, das ist dann vermutlich der Zeitpunkt, zu dem man einigermaßen abgeschlossen hat.

    Bis dahin spricht meiner Meinung nach nix dagegen, Profile zu filzen, auf welchen Plattformen auch immer. Man schadet sich damit nur selbst - aber er ein oder andere braucht das wohl zur Verarbeitung.

    16.07.2012, 15:03 von Katze.
    • 3

      Manchmal "verbannt" man Menschen eben aus seinem Leben, weil man sie schlichtweg nicht mehr darin haben will und manchmal hat man dafür sogar Gründe. Und gerade weil man diese Mneschen mal sehr geliebt hat, ist es manchmal besser für einen, diese dann aus dem weiteren Lebenslauf zu entfernen,weil die Gefahr, dass diese einen (wieder) verletzen (auf welche Art und Weise auch immer) höher ist, als bei Menschen, die  nur Bekannte sind. Ist so. ;)


       

      16.07.2012, 15:59 von independentdreamer
    • 0

      Ich weiß nicht, wie die Trennungen bei anderen Menschen ablaufen.
      Aber wenn man sich fair und "unkindisch" zu trennen vermag, vermag man auch, sich hinterher noch in die Augen oder auf Facebook zu sehen.
      Das ist nichts weniger, als meine eigene Erfahrung und sicher keine Bevormundung, wie andere mit Facebook usw. umgehen sollen.
      Es kann jeder handhaben wie er will, nur ich für meinen Teil könnte mir nie vorstellen, meine Ex-Freunde rigoros aus meinem Leben zu verbannen und ist bisher auch nie so geschehen.


      16.07.2012, 16:05 von Katze.
    • 1

      Bei mir auch nicht. Aber man kann sich auch fair und "unkindisch" trennen und trotzdem möchte man den anderen nie wieder sehen. manchmal liefert das Leben so Gründe. Ist ja nicht nur in Partnerschaften der Fall sondern auch beispielsweise in Freundschaften.

      16.07.2012, 16:12 von independentdreamer
    • 2

      entweder du hattest noch nie eine ernsthafte Beziehung oder noch nie eine ernsthafte, schmerzvolle Trennung bei der DU die Verlassene warst und dich so richtig beschissen gefühlt hast. Ansonsten sagt man sowas nicht.

      16.07.2012, 16:36 von DasSommerkindchen
    • 0

      Bist du wirklich 33?

      16.07.2012, 16:41 von Herzgesteuert
    • 0

      Sonst geht's schon noch, oder?
      Bloß weil ich nicht ewig nachtragend bin und rumheule, wenn ich verlassen werde?
      Vielleicht genau, WEIL ich schon 33 bin und in der Lage, mich vernünftig zu trennen - oder auch getrennt zu werden.
      Sicher bin ich schon verlassen worden.
      Nach einer langjährigen Beziehung obendrein. Und natürlich hab ich das in dem Moment auch nicht toll gefunden.
      Aber es kommt halt immer drauf an, WIE man sich trennt.
      Wir haben uns eine Weile unsere Ruhe gelassen und letzten Samstag habe ich ihm zur Hochzeit gratuliert. Ihm UND seiner Braut, wohlgemerkt.
      Mein Gott, man darf sich ja mal ein bisschen selber bemitleiden, aber am Ende hat doch alles seinen Sinn, auch eine Trennung.

      16.07.2012, 16:46 von Katze.
    • 2

      Nur weil man eine gemeinsame Vergangenheit hat, heißt dass doch nicht, dass man zwangsläufig alles noch mit sich rumschleppen muss. Sei es in Form einer Facebookfreundschaft, oder in diversen anderen Formen, wie Fotos, Erinnerungsstücke etc. Vielen Menschen hilft ein 'Ausmisten' und Löschen, ein konsequenter Schlussstrich, anderen hilft die von dir genannte Variante, Katze.
      Ich glaube, da ticken die Menschen einfach zu unterschiedlich, um DIE Patentlösung bereithalten zu können, bzw. um zu (ver-)urteilen, wie man sich nach einer Trennung verhalten sollte.

      16.07.2012, 17:58 von topfbluemchen
    • Kommentar schreiben
  • 5

    Das Leid des Menschen entspringt daraus, dass er nicht bereit ist loszulassen.

    16.07.2012, 14:24 von Holzchopf
    • 3

      das trifft ebenso auf die Unfähigkeit (fest)zuhalten was man liebt zu.
      Beides bedingt sich.

      Diejenigen, die ein beschädigtes (Selbstachtungs)Verhältnis zu sich selbst haben, sind genau die selben, die weder mit Achtung halten noch das loslassen können was sie lieben.

      16.07.2012, 16:23 von schauby
    • 0

      Schön gesagt, Schauby.

      16.07.2012, 16:41 von Herzgesteuert
    • 0

      Wenn man wirklich liebt, dann muss man loslassen können. Es festzuhalten ist eher verzweifeltes Klammern.

      16.07.2012, 17:07 von Holzchopf
    • Kommentar schreiben
Seite: 1 2 3 4

Das Magazin

Die nächste Ausgabe:
10. Juni 2013

Neueste Artikel-Kommentare

NEON-Apps für iOS und Android