PostSamoa 16.07.2017, 15:41 Uhr 3 3

Alles nur leer

Eine Hommage an Vergangenes


Alles nur leere Gesichter, Fassaden und Hüllen die ich mit meinen Geschichten fülle, verpackt in kleinen Hassparaden auf meine Vergangenheit und Loblieder auf die ungewisse Zukunft.

Du sagst mir ich schaue zu oft in den Spiegel, ich bin zu still und stelle zu viele Fragen und du hast Recht doch wirklich suche ich nur und hoffe darauf mich wiederzuerkennen.

Verquollene Augen im Runden Gesicht das auch auf dem Körper eines Kleinkindes sitzen könnte.

Whooos a selfish little cunt? Me! Me!

Und vielleicht würde das für mich mehr Sinn machen.

Wieder zurück. Ignorance is bliss. Doch das nehm ich mir dann auch wieder nicht ab. 

Du bist nicht wie die anderen Mädchen.

Gelenkt von Hormonen und Durst nach Körpern und Verständnis in völliger Abhängigkeit von einer chemischen neuronalen Ausgeglichenheit? Bin ich nicht? Sind die nicht? 

Vorwärts! Du stotterst. 

Ich sehe du bist genervt und verunsichert weil ich diesmal wirklich etwas sage. Wirklich spreche, wirklich laut bin. 

Kein leerer Raum mehr in den du all deine verbale Scheiße spucken kannst, sie in mir nachhallen spürst bis du sie los bist und endlich wieder Luft hast für neuen Mist, den du in dir aufbaust, doch da ist immer noch kein Platz für mich. 

Wieder atmen können. 

Keine Leeren Wände mehr auf die du deine Vorstellungen von Liebe und Leidenschaft projezieren kannst. 

Du wirkst so überfordert. 

Kein leerer Körper mehr der so viel Platz hat für dich und deine Lust. Durch den du dich wühlen kannst mit deinen Blut befleckten Händen die du mit Ausreden sterilisiert hast für den Fall dass die anderen mich schreien hören.

Bevor du wieder gehst und weiße Fußabdrücke auf meinen Dielen hinterlässt. Du hast geweint nach dem Frühstück. Ich habe Mails beantwortet und darüber nachgedacht wieviele Meter es wohl von meinem Zimmerfenster zum Asphalt sind. Du bist mir egal. Du bist mir so egal.

Sei nicht so ernst. Guck nicht so traurig. Lächle und verdirb uns nicht das Spiel. Zeig keine Schwäche, dann bist du leichte Beute, doch sei auch nicht zu stark, sonst verlieren sie die Geduld bei der Jagd in 

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Wenn ich etwas gelernt habe, dann, dass ich meine Haare lang tragen muss, wie ich meine Brüste betone oder meine Lippen weicher mache, mit Sand und Honig. Mein Körper gestaltet als Friedhof, auf den erwachsene Männer stampfen können wenn sie sich leer fühlen.

Ich bin rohes Fleisch in einem Schlachthaus. Verpackt danach worauf du an diesem Tag Appetit hast. Ich werde identifiziert nach meinen Schenkeln und meinem Stöhnen - obwohl du mir doch immer wieder sagst ich sollte eh keine Laute von mir geben.

Halt dein Maul außer ich bin derjenige der es dir stopft!

So gerne wäre ich nicht. 

Nicht mehr ich, nicht mehr hier. Nicht mehr du, nicht mehr mit mir. Endlose Referenzen an Vergangenes was uns noch verbindet, mit kalten Händen greifen wir danach bis unser Schweiß die Schrift verwischt und wir uns selbst nicht mehr erkennen. 

Also formst du dir das Hier und Jetzt, neue Erinnerungen in Formen von Blutergüssen auf meiner Netzhaut. 

Als ich die Tür hinter mir schließe muss ich lachen: Wie konnte ich die so lange nicht sehen? 

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3 Antworten

Kommentare

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    Manchmal muss man erst mal den Mut zusammenkratzen... das dauert nun mal. :)

    17.07.2017, 12:23 von Christofff
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    Ich bin erleichtert, dass statt des Fensters die Tür genommen wurde...

    17.07.2017, 07:05 von sailor
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    okay, ja, boah

    16.07.2017, 15:50 von Pyloso
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