zukunftstraeumerin 30.11.-0001, 00:00 Uhr 0 1

Alles auf Anfang.

Wenn alte Gefühle wieder da sind und alles von vorne beginnt.

Ich glaube ich war 13, als ich dich das erste Mal bewusst wahrgenommen habe. Selbst da fand ich dich schon irgendwie süß. Obwohl du mich da eher verschreckt hast mit deiner offenen Art und Weise. Wir wurden älter und sahen uns irgendwann öfter. Mit 17 hab ich mich dann wirklich in dich verguckt. Du warst damals irgendwie wie der nette, zuvorkommende Typ von nebenan. Marke Traumschwiegersohn. Aber ich war viel zu schüchtern, um auch nur ansatzweise einen Schritt auf dich zuzugehen. Warum solltest du auch ausgerechnet mich interessant finden? Ich schwärmte im Stillen. Und wie es kommen musste, hast du dich in jemand anderes verliebt. Du hast ihr den Hof gemacht, um sie gekämpft. Obwohl sie dich verarscht hat, hast du alles für sie gemacht. Und ich stand traurig daneben und habe mir gewünscht, an ihrer Stelle zu sein. Irgendwann kamen meine Gefühle für dich ans Licht und waren Gesprächsthema Nummer Eins. Du gingst auf Distanz, was mich wahnsinnig gekränkt hat. Aber wahrscheinlich wusstest du nicht anders damit umzugehen. Als ich mich mit jemand anderem von meinem Kummer ablenkte, schienst du irgendwie erleichtert und warst plötzlich wieder der Alte. Kurz darauf verlief sich alles durch Veränderungen in meinem Leben im Sande, die nächste Zeit sahen wir uns sehr selten und grüßten uns wenn nur flüchtig. Ich schloss mit dir ab, dachte nur noch selten an dich. Ich glaubte nichts mehr für dich zu empfinden.

Vier Jahre später. Du bist wieder in mein Leben zurückgekehrt. Langsam, still und leise. Durch Zufälle, wenn man so will. Dieses Mal durch Veränderungen in deinem Leben. Vielleicht kann man es auch Schicksal nennen.
Wenn wir uns sehen, verstehen wir uns so gut, wie noch nie. Wir können quatschen, rumalbern, Spaß haben, tanzen. Ich liebe es, mich mit dir zu unterhalten. Ich liebe dein verschmitztes Grinsen, wenn du mich auf den Arm nimmst. Ich liebe deine strahlend blauen Augen, in denen ich versinke. Ich liebe es mit dir zu tanzen, für mich bist du der beste Tänzer der Welt. Ich liebe den Geruch deines Aftershaves, der mir inzwischen so vertraut ist. Und ich liebe es, wenn du mich umarmst. Ich habe mich noch nie so wohl gefühlt, wie in deiner Gegenwart. In deinen Armen bleibt die Welt für mich einen Augenblick stehen. Es fühlt sich an wie ankommen. Und doch ist da irgendwie eine Art Angst. Angst, dass sich unser Verhältnis wieder in eine negative Richtung entwickelt.

Was ist das alles für dich? Warum hat sich unser Verhältnis so verändert? Ich glaube, ich habe mich verändert. Bin nicht mehr das kleine, schüchterne Mädchen, dass ich alles gefallen lässt.

Wenn wir uns nicht sehen, hören wir sporadisch voneinander. Ich denke jeden Tag an dich. Jeden Tag, jede Stunde. Ich schließe die Augen und träume mich in deine Arme. Hoffe, dass irgendwann irgendwie alles gut wird. Doch ergibt es überhaupt Sinn, noch zu hoffen? Ist es für dich vielleicht einfach nur eine sich entwickelnde Freundschaft, gespickt mit kleinen Flirtereien ohne Hintergedanken?
Ich will dich nicht wieder verlieren. Deshalb leide ich still. Unterdrücke meine Gefühle. Vielleicht kann sich ja aus Freundschaft noch mehr entwickeln. Vielleicht.

Wir sind älter geworden, doch meine Gefühle für dich sind doch nicht verschwunden. Also alles auf Anfang.


Tags: freundschaft oder liebe, Gefühle, Gefühle unterdrücken, Verlustangst
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