Lars_Gaede 30.11.-0001, 00:00 Uhr 133 2

Affären-Grundgesetz

Welche Regeln sollten eurer Meinung nach für Affären gelten?

Wenn man in einer Beziehung steckt, sind die Regeln klar. Seit der Erfindung der romantischen Liebe vor rund 250 Jahren wird in ungefähr jedem Film, Buch, Lied und Theaterstück verhandelt, wie sich Menschen im geschlechtsreifen Alter zu verhalten haben, wenn sie sich entscheiden, ein Paar zu sein. Dazu kommen die Eltern und all die  anderen Menschen in Beziehungen um einen herum, die einem das praktischerweise Tag für Tag vormachen. Kurz gesagt, für das Beziehungsleben gibt es Rollenmodelle und es gelten Standards. Treue: Gut. Abends telefonieren? Klar. Sich was zum Geburtstag schenken? Sowieso.
Für Menschen, die nicht in einer Beziehung sind, sondern sich eher von einer Affäre zur nächsten hangeln oder sich sogar zwischen verschiedenen eher unverbindlichen Geschichten bewegen, gibt es diese Standards nicht. Das macht das Affärenleben aufregend, aber auch wahnsinnig kompliziert. Muss man sich zum Beispiel von anderen Geschichten erzählen, auch wenn man nicht zusammen ist? Darf man eifersüchtig sein? Und schenkt man sich was zum Geburtstag, oder ist das schon ein Schritt zu viel? Welche Regeln sollten eurer Meinung nach für Affären gelten, damit es für alle Beteiligten so ist, wie es sein sollte, spannend, aber auch: entspannt.



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133 Antworten

Kommentare

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    Ach mein Gott. Das schöne am nicht bestehen von Regeln ist doch, das man sich welche wünscht - nur um gleich im Anschluss daraus ausbrechen zu können ;-)

    Affären sind wunderschön - und die perfekte Platform, um zu schauen, was man jenseits aller Beziehungs-konventionen wirklich will. Enjoy. Wenns nicht so läauft hilft immer Rotwein.

    12.03.2013, 23:39 von fraeuleinungern
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    Affäre = Sex.
    Und viel mehr sollte da auch nicht sein!
    Gegenseitiges geil-finden.
    Sobald man anfängt über zu intime Dinge zu reden, oder gar eine Freundschaft entsteht, kommt auch bald Liebe ins Spiel.. meistens einseitig. Und allerspätestens dann leider einer der beiden enorm.

    08.03.2012, 12:26 von WeCouldBePerfect
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    Ob nun Affaire, Beziehung, mehr oder weniger. Mir wird schlecht, wenn Menschen nicht wissen was sie wollen und es somit auch nicht sagen können. 


    Wenn ich beobachte, dass der Mann jede freie Minute bei der Frau verbringt, diese Beziehung aber unter Zwang in eine Affaire-Schublade stecken möchte, weil er angeblich nicht bereit für eine feste Beziehung ist, er sich aber nur nicht traut, ihr zu sagen, dass er im Grunde einfach nicht bereit is für eine feste Beziehung mit ihr. Und auf der anderen Seite die Frau, der es zwar jedes mal wieder das Herz  zerreißt, wenn er ihr sagt, er wäre nicht bereit für eine feste Beziehung (mit ihr), sie aber trotzdem weiter dran festhält, weil se nich allein sein kann oder dran glaubt, dass die Liebe irgendwann noch kommt, da wird mir mal wieder bewusst, wie kompliziert der Mensch sich das Leben immer wieder selbst macht. 

    Oh....schweife ich ab?

    Also, Respekt, Ehrlichkeit (vorallem zu sich selbst) und Verhütung sind die Grundpfeiler einer Affaire.

    Was bei den Leuten allerdings den Reiz einer Affaire (sei es nun innerhalb oder außerhalb einer Beziehung) ausmacht, ist mir schleierhaft. 

    06.03.2012, 01:04 von konsTante
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    Gar keine. Sonst kann man es ja gleich lassen.

    21.02.2012, 10:21 von MadameBeurk
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      Nicht wirklich, die romantische Liebe fand damals nur Eingang ins Bürgertum, innerhalb des Adel bestand sie schon lange vorher. Und inwiefern die romantische Liebe aus dem Orient importiert worden sein soll, wenn es sie doch schon in Europa gegeben hat, ist mir schleierhaft.

      18.02.2012, 09:01 von faux_IV.
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      Tausendundeine Nacht war zur Zeit Shakespears in Europa unbekannt, die erste Übersetztung gab es erst Anfang des 18. Jahrhunderts.
      Während Goethe am "Werther" schrieb, kannte er Hafis noch gar nicht.
      "Romeo und Julia" wurde eher von "Pyramus und Thisbe" inspiriert.
      Im Mittelalter gab es die Minne. Es gab spielerische "Gerichtshöfe" für Liebesangelegenheiten, die sich "cours d'amour" nannten. usw.
      Wenn es einen Einfluss aus dem "Orient" in Europa gab, dann kam der eher aus dem muslimisch beherrschten Spanien.

      19.02.2012, 14:04 von faux_IV.
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      Im übrigen wurde die romantische Liebe gar nicht erfunden... sie war einfach schon mal da und hat darauf gewartet hier in einem Aphorismus verbaut zu werden.

      Darüber zu diskutieren, wer als erster über die romantische Liebe geschrieben hat, ist absolut fruchtlos. Ich mutmaße mal, seit es Schrift gibt.
      Schon in der Antike gab's das Thema- Helena von Troja zum Beispiel, oder auch die platonische "Männerliebe" usw usf



      27.02.2012, 02:07 von Dalek
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      Helena von Troja? Das stimmt weder inhaltlich noch formal. Mit romantischer Liebe hat das Thema jedenfalls wenig zu tun. Und - Helena kam nicht aus Troja, also ergibt diese Bezeichnung keinen Sinn.

      Loyola als Sufi zu bezeichnen ist schon mehr als kühn und ziemlich willkürlich.
      Vor 250 Jahren ging es also erst los mit Reichtum und Kultur in Europa? Das ist ja nicht mal Halbwissen, das ist einfach Ahnungslosigkeit.





      27.02.2012, 15:46 von faux_IV.
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      @ faux
      ja haste recht, ich hab meine Ruhe.

      27.02.2012, 21:17 von Dalek
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      Ich meinte auch nicht die Römer, noch die Griechen. Der kulturelle Aufstieg Europas begann nur nicht vor 250 Jahren, sondern liegt viel weiter zurück, etwa 600 Jahre mit Beginn der Renaissance in Italien.

      In jeder Religion gibt es Asketen, Ordensgründer und Reformatoren und zwar ganz unabhäng voneinander: Wenn Loyola ein Sufi war, dann war Luther auch einer.

      er ist selber ein christlicher sufi, ganz in der alten tradition und lebt in zürich.
      Und anscheinend hat er auch die Weltformel gefunden.

      @ Dalek
      R.I.P

      28.02.2012, 19:44 von faux_IV.
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      Mir geht es nicht darum Europa zu verteidigen, mir ist nur dein Halbwissen ein Graus.

      1890 gab es schon die allgemeine Schulpflicht, die 80 Prozent sind daher sehr unwahrscheinlich.

      Individualisten innerhalb von Religionen sind immer auch Reformatoren, allein schon durch ihre gesonderte Lebensweise, die Orthodoxie hätte sonst keinen Grund sie zu bekämpfen. Deshalb sind aber nicht alle von Ihnen Sufis.

      Im Grunde genommen gab es diesen "Aufstieg" der gesamten Gesellschaft so zum ersten Mal in Europa. Gab es also davor keine Kultur?

      29.02.2012, 10:00 von faux_IV.
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    Die perfekte (anmerken möchte ich, dass Perfektion für mich in jeder Hinsicht Utopie und folglich kein Anspruch ist) zwischenmenschliche Beziehung wäre gewiss jene, in der beide Parteien die haargenau identische Vorstellung von selbiger haben. Eine Grenze zwischen dem, was wir "Beziehung" nennen und dem, was wohl "Affäre" heißt sind jenseits von "Willst du mit mir gehen?"-Briefchen schwer und von mir gar nicht zu ziehen. Ich meine auch, dass Regeln eben nur dann sinnvoll sind, wenn es jene Grenzen zu beschützen gilt..
    Letztlich müssen aber wir selbst entscheiden, ob das eine oder das andere oder ein völlig anderer Weg sich gut anfühlen.

    16.02.2012, 21:29 von attackedbymonsters
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      Da muss man jetzt aber unterscheiden, ob man eine Affaire während einer festen Partnerschaft hat oder ob man einfach eine Sexbeziehung ohne den ganzen Schnickschnack drumherum führt ;)

      15.02.2012, 07:49 von Spielverderberin
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