TraminH 27.10.2010, 15:29 Uhr 0 2

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Liegen - zu lang liegst du schon da, verschwendete Schönheit - ein unbewohntes Haus im Paradies.

Liegen - zu lang liegst du schon da, verschwendete Schönheit - ein unbewohntes Haus im Paradies. Aufsteh'n, umgeben von bekannten Stimmen. Stimmen, die kein and'rer hört, dich seit langer Zeit begleiten und mit Kummer betäuben. Atmen, vertrautes Geräusch, bei dir wird es zum Rausch - ein Streben nach dem warmen Hauch des Lebens. Berührung, eine Vermisstenanzeige ziert das alternde Papier beschriebener Sehnsucht, doch reicht allein der Gedanke um Berührung auszulösen. Meines Herzens Antrieb - ein einziges Gefühl. Doch in der Not zu Verborgenheit verdammt, der ganzen Blüte beraubt stützt es sich auf seine Wurzeln. Der Ursprung, die erste Begegnung mit dem Glück was uns auf ewig vereint. Die Hoffnung lässt uns auf einen Himmel bauen, der keine störenden Gewitter in sich birgt. Wie der Wunsch eines Vogels, das Dach seines Verlieses zu öffnen, um endlich frei zu fliegen. So ergeben wir uns der Melancholie des Wartens - die Nacht lebend, den Tag träumend. Lauschen der tickenden Uhr, die ihrer scheinbaren Aufgabe trotzend auf ewig laufen wird. Die Ewigkeit gleicht einem Rad, das weder Anfang noch Ende hat und so tanzen wir auf den schwingenden Speichen dem Glück des Augenblicks entgegen. Tag für Tag der Griff zum Hörer, die Tasten schnell gedrückt - die Nummer uns'res Glücks gewählt, BESETZT, wer will das hören. Die schwerste Aufgabe, die das Leben stellt, ist nicht aufzugeben. Wir belegen diesen Kurs und werden ihn bestehen.

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