newhitepony 02.10.2012, 13:44 Uhr 1 7

4 minuten 37.

und irgendwann roch unser liebeslied nach kotze. wir haben es nicht weggewischt, sondern die nase reingehalten.





wir liebten mit herz und verstand.
kurz vor dem ertrinken.
ineinander.

wir haben unseren song gefunden. unter der brücke im verborgenen haben wir ihn das erste mal gemeinsam gehört. alles blieb stehen. kein raum und keine bewegung um uns herum. die welt ist unser spielplatz, wir bestimmen die regeln.
es geht ums aufeinander acht geben, den anderen schützen und festhalten wollen.
immer wieder durchfluten die bekannten klänge unsere ohren und unser herz, weil wir diesen song lieben und weil wir uns lieben.
doch es sind eben nur ein paar akkorde und wenige worte, die dem alltag nicht standhalten und es braucht mehr als ein versprechen.

es fand sich kein neues liebeslied und das alte verlor an glanz. zu oft dudelte die süße melodie nebenher und begleitete uns ins nichts.
die gewonnene erkenntnis schmeckt bitter und ist gewiss nicht neu, sie tut aber gut.

es geht nicht ums festhalten in dieser welt, nicht darum sich zu binden und gemeinsam jeder kotzlarche auszuweichen, sondern sich lachend die scheisse vom schuh zu kratzen und am ende die hand nach dem anderen auszustrecken. sich einzugestehen, dass jeder in seinem eigenen sitz im karussell platz nimmt und das jeder gemeinsame tag nach neuen klängen verlangt.

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    02.10.2012, 22:14 von Jungle_Julia
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