taetschbuesi 30.11.-0001, 00:00 Uhr 0 6

Zusammendurcheinandersein

Stoßen aneinander, sprühen Funken, schlagen Wellen. Klirren laut und hallen nach. Immer wir.

Mein Faible für kaputte Menschen sagst du. 
Ich sage, ich liebe Dinge, die nicht spiegelglatt sind. 


Persönlichkeiten, die angekratzt wurden, gebrochen, zersplittert. 
Menschen, die sich selber wieder zusammensetzen mussten und dabei etwas Unglaubliches geschaffen haben. Ein neues Ich, bei dem das alte Selbst noch in jedem Baustein wohnt. 

Facettenreich, glitzernd, leuchtend. Klebestellen aus langen Nächten, wärmenden Umarmungen und ungebrochenem Vertrauen.
Konstrukte, die man sich so vorher gar nicht vorstellen konnte.

Dem Chaos wohnt die Schönheit inne.
Und wir beide, wir sind das schönste Chaos, das ich seit langem gesehen hab. Formen uns neu, aneinander, beieinander. Ohne je ganz loszulassen.
Haben es geschafft uns miteinander zu verbinden. Wissen beide, egal was passiert, irgendetwas werden wir immer sein.

Stoßen aneinander, sprühen Funken, schlagen Wellen. Klirren laut und hallen nach. Immer wir.
Wachsen dabei. Und lernen. Lernen einander zu lauschen und selber dafür zu verstummen. Stolz zu schlucken. Den anderen zu sehen, selbst mit rosaroter Brille oder rotglühendem Blick. Einfach zu sehen.
Werden weniger wir selbst und gleichzeitig soviel mehr.

Niemand begreift, was wir sind. Wir selbst am allerwenigsten.
Starren hin in dieses Wirrwarr aus Licht und Lauten. Halten inne und begutachten unsere ganz eigene Harmonie. 

Vielleicht muss man etwas nicht begreifen, um seine Schönheit zu verstehen.
Vielleicht sind wir einfach das. Wir. Und unser kleines Chaos.

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