Kathrin_Hartmann 30.11.-0001, 00:00 Uhr 10 0

Zombie-Freunde

Die gruseligsten Menschen aus der Vergangenheit wollen wieder in dein Leben. Dank Web 2.0.

Manchmal rauscht einem der Gedanke an einen Menschen aus der eigenen Vergangenheit durch die Rübe. Man denkt, der Rüdiger - oder hieß der Rainer? - der war doch damals auch mal dabei, irgendwo. Dann vergisst man es wieder. Oder man googelt ihn und denkt sich: Mein Gott, ist der dick geworden. Schade. Dann ruht die Vergangenheit weiter.

Anders ist das, wenn man ein Profil auf Facebook oder Myspace oder in irgendeiner anderen Web2.0-Community hat. Dann wollen die Untoten der eigenen Geschichte wieder Freunde sein, obwohl man froh ist, sich nicht mehr an den Nachnamen erinnern zu können. Weil das Leben weiter geht und nicht jeder, der einmal daran teil hatte, einen immer weiter begleiten muss. Weil manche Freundschaften, ohne dass sie beendet werden müssen, eine natürlich Halbwertzeit haben. Weil es keinen Grund gibt, jemanden, den man damals schon wegen seiner Diddlmaus-Sammlung verachtete, heute zum Freund zu haben, und sei es virtuell. Und weil man nicht wissen will, dass der stille Hübsche aus der Parallelklasse, mit dem man maximal ein Lächeln tauschte, jetzt Unternehmensberater geworden ist.

Unsere Autorin Anne Lemhöfer beschreibt in ihrem Essay "Zombie-Freunde" in unserer August-Ausgabe, zu welchen bizarren Begegnungen es im Web 2.0 kommen kann.

Was waren eure gruseligsten Web-Begegnungen mit eurer Vergangenheit?


Tags: Freunde verlieren
10 Antworten

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    Naja, soo groß ist diese Bedrohung nun auch wieder nicht...

    Wen ich schon damals nicht leiden konnte, nun, da hab ich auch heute keine Bedenken, die Freundesanfrage abzulehnen.
    Und die "Huch, den/die gibts ja noch"s, sind ja nun selten anhänglich. Der Kontakt ist ja schließlich nicht ohne Grund abgerissen, und so ist nach 1 oder 2 WieGehtsWieStehtsWasMachstDuSo? Nachrichten wieder Ruhe.

    Und wenn sich plötzlich ein längerer, interessanter Schriftverkehr entwickelt, dann hat sich das Ganze doch schon wieder gelohnt.

    23.07.2008, 08:58 von Marvbaer
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    Dachte eigentlich, das heißt "gruscheln" bei StudiVZ und nicht "gruseln".

    22.07.2008, 15:33 von latentneurose
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    Bevorzugt Kerle, mit denen ich mal zusammengearbeitet habe, die mir schmalzig-lüsternde Nachrichten mit der Friendrequest schickten. "Ignore", einmal gruseln schütteln und weiter geht es. Da in meinem winzigem Land eh jeder jeden kennt, guck ich lieber über den Horizont und seh mich in anderen Ländern nach symphatischen Leuten um. Sich nähmlich hier vor den Sandkastenfreundinnen verstecken zu wollen ist unmöglich ^^ (Ausser man wandert aus)

    22.07.2008, 14:37 von LeyluraLegbreaker
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    sind alles personen, die ich heute kenne, mit denen ich nichts zu tun haben will =D
    wobei ich es mir von einem mädchen aus der grundschule mal wünschen würde ^^'
    ein zombie war die aber auch nicht... kenne ich vielleicht gar keine zombies???

    18.07.2008, 17:13 von Link17
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    ...na wenn das nicht bekannt vorkommt.^^
    alte "freunde" (mehr waren es ja meißtens nicht) die sich urplötzlich dank digitaler unterstützung wieder melden.

    ich verfahre dann immer gleich: digitale freundschaft bestätigen und nach einer kurzen weile wieder löschen - zack! ist das einseitige interesse auch wieder dahin^^

    17.07.2008, 16:58 von SomaForTheLiving
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    ...dass der ekelhafte Superjock, mit dem man sich vor einem Vierteljahrhundert 10 qm "Schlafraum" auf Sprachreise teilte, heute UNTERNEHMENSBERATER ist! Da braucht es keinen persönlichen Kontakt mehr, schlimm der Gedanke genug, wenn so einer richtig abstaubt!

    17.07.2008, 15:41 von crashtestdummie
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