Gedanken.art 30.11.-0001, 00:00 Uhr 55 153

The person you have called is unavailable right now, please try again later

Vermissen tut weh, mal mehr und mal weniger, aber immer ein bisschen.

Vermissen ist chronisch. Mal ganz und mal gar nicht. Aber eigentlich jeden Tag da. Ist wünschen, dass es anders wäre. Ist wissen, dass es das nicht wird. Vermissen ist schleierhaft, lauwarm, vom Bauch bis zum Hals. Ein subtil ungutes Gefühl. Vermissen ist aushalten, akzeptieren, abgeben. Ist distanzierte Nähe. Vermissen ist wortlos. Neigt zum idealisieren. Ist die stärkste Form von Sehnsucht. Das Vermissen denkt im Konjunktiv und fühlt im Perfekt. Vermissen tut weh, mal mehr und mal weniger, aber immer ein bisschen. Heute ein wenig mehr.

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55 Antworten

Kommentare

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  • 1

    hab den Text vor drei Monaten gelesen, jetzt wieder, u wieder, immer noch, ist es da, genau so wie du es beschreibst!!

    27.05.2014, 23:25 von effi2.0
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  • 1

    immer wenn ich mir diesen Text durchlese, bekomm ich Gänsehaut. großartig (:

    16.05.2014, 11:15 von Schtscherbakow
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  • 1

    ich glaube einer meiner lieblingstexte von dir

    02.04.2014, 19:34 von Madame_Putzerfisch
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  • 1

    Distanzierte Nähe. 


    Ja, das passt.

    20.03.2014, 16:54 von Bambi_Eyes
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  • 1

    erstaunlich passend...

    10.03.2014, 20:52 von maja-sauvage
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  • 2

    "Das Vermissen denkt im Konjunktiv und fühlt im Perfekt." - So gefühlvoll, so tief, so gut. ♥

    09.03.2014, 22:07 von Sunny2401
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  • 2

    Spricht mir ziemlich aus der Seele.

    Heute ein wenig mehr.

    09.03.2014, 00:02 von n0teasy
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  • 0

    Ich glaube es heißt "The person you're calling". 


    Ansonsten empfinde ich technische Notizen bei Gefühlsthemen als eher deplatziert.

    08.03.2014, 11:25 von Boahmaschine
    • 0

      Ist ne Frage der Zeitform... 
      Das ist ja völlig, le­gi­tim. Ich mags. :)

      08.03.2014, 11:59 von Gedanken.art
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  • 2

    vermissen scheint kleinmädchenromantik zu sein.

    07.03.2014, 00:38 von gran-dios
    • 0

      Das musst du jetzt aber mal begründen.

      07.03.2014, 08:10 von Gedanken.art
    • 0

      ich würde es niemals so beschreiben. niemals. und ich weiß sehr gut was vermissen heißt.

      deswegen und weil das himmelnde publikum darauf schließen lässt, geh ich von kleinmädchenromantik aus.

      07.03.2014, 15:48 von gran-dios
    • 0

      Ich finde das Wort "kleinmädchenromantik " furchtbar. Extrem assoziiert. Aber gut, ja, die meisten Herzen vergeben weibliche User. 

      Vermissen ist halt subjektiv. Mich würde jetzt interessieren, wie du es beschreibst.



      07.03.2014, 16:10 von Gedanken.art
    • 13

      ich finde das wort recht passend.


      du beschreibst vermissen so seicht, als wäre es ein vorübergehendes unwohlsein, als würdest du sagen: "ja schade, aber geht vorbei, muss ich damit leben". es wirkt als würde dir zwar etwas fehlen, aber das könnte auch anderweitig ersetzt werden. vermissen ist kein subtil ungutes gefühl, nicht schleierhaft und erst recht nicht lauwarm. 

      das vermissen das ich kenne ist heiß wie feuer, es brennt, es schmerzt. man will fluchen, schreien, man will alles was im weg steht umwerfen, zertrümmern, wegfegen um dort hin zu gelangen, was vermisst wird. zugleich ist es kalt wie eis, es bringt mich zum zittern, lässt mich erstarren, führt dazu, dass ich in wolldecken kauere und die gedanken keinen ausweg finden. 
      vermissen ist lieben und hassen, es ist der zwiespalt den sehnsucht, verlangen und begierde mit der handlungsfähigkeit, der verzweiflung, der trauer und wut vermischt. 
      vermissen ist mit fäusten gegen wände, kissen und tische zu schlagen um sich selbst zu spüren, da vermissen taub macht. betäubung aller sinne, die noch ewig andauern wird und nur stumpfer statt geringer wird. vermissen ist gefängnis, kerker, freiheitsentzug.
      vermissen hinterlässt wunden die kaum geheilt werden können, narben die den körper hässlich schmücken.

      wenn du das je so empfunden hast, weißt du was ich mit kleinmädchenromantik meine. dann weißt du dass vermissen auch mit leidenschaft und unbändigem hunger zu tun hat. dann verstehst du auch, warum man die beschreibung im artikel nicht ernst nehmen kann.

      07.03.2014, 16:41 von gran-dios
    • 1

      ich kenne beides. momentan lasse ich mich gerne in die kleinmädchenecke stellen, da ich Hoffnung habe, dass dieses vermissen nicht zu einem Flächenbrand wird.

      08.03.2014, 02:07 von pyromantik
    • 0

      Ich kenne ebenfalls beides, in dem Fall war es so, wie beschrieben. Wenn du allerdings sagst, dass du meine Worte, die mit meinen eigenen Gefühlen zu tun hat, mit meiner subjektiven Situation, nicht ernst nehmen kannst. Dann kann ich das wiederum nicht ernst nehmen.

      Mann muss Gefühle und dessen Beschreibung ja nicht immer nachvollziehen können, man muss es nicht "gut" finden.... Aber man muss es auch nicht auf die Art bewerten, wie du in deinem letzten Absatz deines Kommentares. 

      08.03.2014, 11:55 von Gedanken.art
    • 0

      *zu tun haben


      08.03.2014, 11:55 von Gedanken.art
    • 1

      ich sage damit nicht, dass ich dich nicht ernst nehmen kann. nur die beschreibung. das ist, als würde dich übertrieben gesprochen ein obdachloser flüchtling bemitleiden, wenn du auf dem weg zum kühlschrank sagst du hättest hunger. das in relation ist schwierig, aber auch nicht aufzuwiegen. subjektives leid das nach luxusproblem riecht. die berechtigung will ich nicht absprechen, aber nach wertung hast du gefragt.

      08.03.2014, 15:54 von gran-dios
    • 1

      Erneut interessanter Vergleich. Lassen wir das, macht wenig Sinn an der Stelle weiter zu diskutieren. ;) 

      08.03.2014, 16:26 von Gedanken.art
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      ich vermisse seit jahren. das argument zieht daher in meinem falle nicht. und es verebbt nicht. manchmal wird man nur gut abgelenkt.

      04.04.2014, 11:06 von gran-dios
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  • 1

    Spricht mir momentan komplett aus der Seele. Sehr schön!

    06.03.2014, 19:23 von Ann_ni
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