Mutual friends; I.
Jetzt stehen wir hier rum, halten Händchen wie zwei Vollidioten; irgendwo hinter uns das Feuerwerk. Ich fühl mich sauunwohl. Ich will zurück.
Jetzt stehen wir hier rum, halten Händchen wie zwei Vollidioten. Hinter uns ist das Feuerwerk zu hören, ich höre es genau, aber ich kann es nicht sehen, ich fühl mich sauunwohl. Ich will zurück. Das hier war ein Versuch, irgendwie, dabei weiß ich genau, dass ich vor solchen Versuchen in der Regel davonlaufe.
Wir alle am kiffen, halbbetrunken, jetzt so’n süßer Spaziergang, das war eh einfach viel zu klebrig. Es war nicht gut, es war Scheiße. Gezwungen, unecht, und von Anfang an auch bloß ganz nett. Ich will zurück. Du bist schrecklich nervös, genau wie ich. Ich bin es, weil ich den Moment loswerden will. Du bist es, weil du ihn unbedingt festhalten willst. Den ganzen Weg lang wolltest du nicht umdrehen, bist immer wieder erwartungsvoll stehengeblieben. Es tut mir leid, aber ich kann dir da nicht helfen.
„Wo willst du denn hin?“ Fragst du jetzt vollkommen verzweifelt, als ich wieder ziehe. Mir ist ganz schlecht, so unangenehm ist mir das alles. Ich spüre, wie sich in dir jetzt all dein Mut sammelt. Ich starte einen letzten halbherzigen Versuch, zu entkommen. Du nuschelst irgendwas, ich höre nicht zu. Vielleicht ist es auch gut?
Außerdem weiß ich, dass man jetzt nicht einfach wieder zurückgehen kann. Dafür ist es zu spät.
Du tapst ganz vorsichtig auf mich zu, kurz wieder zurück, taumelst unentschlossen wie ein tollpatschiger Bär. Dann drückst du deine Lippen auf meine, und ich drücke zurück, bewusst, aber unendlich unwohl. Und dennoch, Ich laufe nicht. Ich flüchte nicht. Ich stehe da, wie gefroren, aber ich stehe.
Ich habe nicht viel Zeit, um nachzudenken, und das finde ich schrecklich.
„Gehen wir zurück?“ Frage ich. Ich lasse deine Hand nicht los. Du lachst verlegen. Und dann gehen wir zurück, um den Beginn des neuen Jahres zu feiern.




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