Lili_Keks 23.02.2013, 14:08 Uhr 27 3

Lohnt sich Liebe?

Eine Analyse.

Liebe.
Liebe. Ein großes Wort. Eine große Bedeutung.

Warum scheint es, haben manche Menschen immer Zugang dazu und andere nicht? Die gesamte Menschheit strebt danach. Ab dem ersten Atemzug. Kinder versuchen ihre Eltern zu beeindrucken. Und umgekehrt. Doch was macht den Zauber aus? Oder sind wir nur verwöhnt vom wohligen Gefühl, dass Fernsehen und Musik vermitteln und sind natürlicherweise gar nicht im Stande solche Gefühle auf Dauer auszubilden?

Fakt ist doch, dass Liebe viel mehr ist als das. Und weniger. Sie ist alles und nichts. Man kann sie fühlen , aber nicht sehen. Sie erfüllt und schafft Leere. Sie schafft Leben und ist gleichzeitig die zerstörerischte Kraft die wir kennen. Sie macht Menschen stärker und bricht sie. Sie heilt und schafft Leere. Wenn sie da ist, wissen wir es. Aber niemals ist sie greifbar oder haltbar. Sie fließt. Und manchmal haben Menschen das Glück für einen Moment völlig erfüllt davon zu sein. So erfüllt und glücklich, dass sie es nicht begreifen können.

Sie greift aus dem Hinterhalt an und beherrscht uns. Liebe macht abhängig und ist die Sucht, die unser Leben bestimmt. Und doch kann niemand sagen woher wir sie kennen und wohin sie geht wenn sie uns verlässt. Ein Gefühl, das nur sichtbar wird wenn es Menschen dazu antreibt zu handeln. Dadurch wird sie real.

Wer keine Liebe hat, täuscht eine vor und glaubt sich selbst weil es unhaltbar wäre ohne menschliche Liebe zu leben. Jeder versucht sein Stück vom Kuchen abzubekommen und zu halten. Doch was, wenn das Kartenhaus fällt? Was wenn uns die zerstörerische Kraft heimsucht? Die tragische, schmerzhafte Liebe. Ist sie anders als die Glückselige? Sie hat die Selbe Kraft, erfüllt ebenfalls jede Faser unseres Körpers. Und auch sie veranlasst uns zu handeln.

Also wonach sehnt sich der Mensch? Glaubt er wirklich, dass man für immer vom Glück erfüllt sein kann? UNd ist er bereit auch den Schmerz zu ertragen wenn er eintritt?

Die romatische Liebe ist das Beste und das Schlechteste das dem Menschen passieren kann. Die Sucht nach dem Frieden einer erfüllten Liebe ist so unendlich groß, dass wir bereit sind uns dafür aufzugeben. Uns selbst zu verlieren bevor wir die Liebe verlieren. Das ist der schönste Beweis den ein Mensch erbringen kann- und das Schrecklichste das er tun kann.

Nichts anderes auf der Welt vereint Glück und Trauer auf solch tragische Weise. Wer einmal geliebt hat vergisst das nie. Wer einmal geliebt wurde wir das Gefühl niemals vergessen. Eine erwiderte Liebe gibt uns die größte Sicherheit und Stärke die wir empfinden können.

Doch die unerwiderte schafft einen Schmerz, der durch keine Worte der Welt ausgedrückt werden kann. Sie reißt eine Wunde in das Herz des betroffenen die niemals ganz verheilen wird. Denn auch den Schmerz vergisst man nie. Dann ist es unser gesellschaftlicher und persönlicher Auftrag über diesen Schmerz hinweg zu kommen. Wieder aufzustehen und es erneut zu versuchen. Aber warum? Können wir nicht einfach in unserer neutralen Zone bleiben und darauf verzichten uns in Gefahr zu bringen?

Wäre es nicht das Sicherste auf der Welt für den Seelenfrieden? Wäre es nicht logisch?

Seien wir dankbar, dass der Mensch nicht nur reiner Logik folgt. Sonst könnten wir uns auch nicht immer wieder an heißer Pizza den Mund verbrennen. Sonst könnten wir nach einem Sturz keine Treppen mehr gehen. Sonst könnten wir nie wieder die Sonne genießen wenn sie uns einmal die Haut verbrannt hat. Sonst müssten wir in Mittelmaß unser Leben verbringen. Ohne Gefühl. Ohne Erfüllung. Ohne diesen Moment der unendlichen Sicherheit.

Riskieren wir etwas und Lieben. Das ist Logisch.

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27 Antworten

Kommentare

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  • 1

    Es ist eine sehr persönliche Analyse von Liebe, und ich gehe davon aus, dass sie offenbart, was Du von eben dieser erwartest, Dir erhoffst, usw.
    Für mich ist es zu romantisch, kitschig, oder wie soll ich es nennen. Noch dazu habe ich einen anderen Ansatz für die Liebe.
    Mich stört da die Selbstaufgabe ganz gewaltig.
    Für mich ist Liebe das Annehmen des Anderen, wie er ist, ohne ihn verbiegen zu wollen. Glück durch glück des Anderen gehört da auch zu.
    Den anderen sein lassen, frei lassen. Denn wenn es sich um gegensätzliche Liebe handelt, nutzt er diese Freiheit nicht zum Wegrennen.

    Ich habe auch Dienen anderen text gelesen und vermische deshalb vielleicht einige Punkte.

    Immer wieder höre ich Menschen sage, egoistisch sein wäre gegen eine Beziehung. Hä? Ist es denn nicht auch egoistisch, mit jemandem zusammen sein zu wollen? Ich finde den Ansatz deshalb falsch.

    Das sind so einige Gedanken zu Deinem Text...

    25.02.2013, 15:35 von miss_mel
    • 0

      Ab "Mich stört..." stimm ich dir voll zu. Allerdings muss man sagen, dass es tatsächlich auch viele gibt, die sich selbst aufgeben und sich am Ende wundern, dass der andere sie nicht mehr mag- wie auch, wenn man ja gar nicht mehr da ist;)? Das Bild der Selbstaufgabe ist also weit verbreitet.

      25.02.2013, 15:55 von halbkindmf
    • 2

      Ja, leider ist das Phänomen der Selbstaufgabe weit verbreitet.
      Leider hat es wohl viel mit mangelndem Selbstwertgefühl zu tun. Die Angst, nicht um seiner selbst willen geliebt zu werden, oder nicht gut/richtig genug zu sein. Im Anderen aufgehen, sich selbst aufgeben, scheint da erst mal eine Sicherheit zu geben, die jedoch so nicht besteht.
      Und ja, wenn ich mich aufgegeben habe, wofür werde ich denn dann geliebt?

      Selbstaufgabe geht mit dem Bild des "Wir" einher, also dass es in einer Beziehung nur noch das wir gibt, dabei ist das Ich und das Du so wichtig, um eine auf Dauer funktionierende Beziehung aufbauen zu können.

      25.02.2013, 16:00 von miss_mel
    • 1

      *Wildes Kopfnicken meinerseits.

      25.02.2013, 16:06 von halbkindmf
    • 1

      Ich stimme euch da völlig zu- und miss_mel möchte ich recht geben, ich bin selbst schon einmal zum "wir" geworden und weis dass das nicht gut ausgehen kann- und auch wenn ich meine Lektion gelernt habe, sehe ich dieses Phänomen bei vielen in meinem umfeld- leider. Darauf bezieht sich auch die angesprochene passage.

      25.02.2013, 16:46 von Lili_Keks
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  • 1









    "Leidenschaftliche Liebe ist ohne Schmerz nicht zu haben, aber dieser Schmerz sollte uns nicht ängstigen. Ohne Schmerz durchs Leben zu gehen, heißt nicht gelebt zu haben."

    Aus dem Buch "Warum Liebe weh tut". Man sollte fast meinen, du hast es auch gelesen :)

    Wer keine Liebe hat, täuscht eine vor und glaubt sich selbst weil es unhaltbar wäre ohne menschliche Liebe zu leben.









    Da stimme ich nicht zu, insbesondere weil es ja außer der romantischen noch weitere Formen der Liebe gibt. Ansonsten: Schöner Text, der sehr wahr ist... und gutes Fazit.

    25.02.2013, 00:05 von Mann_vom_Meer
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  • 0

    Hmm, Liebe besteht ganz einfach nur aus einem L,I,E,B,E. Je nachdem ob du die Buchstaben magst oder nicht, magst du das Resultat 'Liebe'. Lohnt ne Analyse? Es kommt doch bloß drauf an, mit welchen Emotionen und Beschreibungen man das Wort füllt und welche Empfindungen, Gefühle und Sinneseindrücke man mit Liebe verbindet ;) 

    24.02.2013, 16:52 von Cup_of_Imagination
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  • 1

    Die Liebe hat viele Farben und Formen.

    23.02.2013, 16:37 von EliasRafael
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      stimmt- dieser Satz fehlt vielleicht irgendwo in der mitte...

      23.02.2013, 18:33 von Lili_Keks
    • 1

      Elias, tanz mal bitte gerade Deine Liebe in Deiner Lieblingsfarbe vor !!!

      23.02.2013, 20:03 von cosmokatze
    • 1

      Gern, aber ich bin blind, darum könnte ich dir dabei auf die Füße treten

      23.02.2013, 20:07 von EliasRafael
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      Wow, das ist mal ne ausführliche Kritik. Es klingt fast ein bisschen verärgert? Ich bin mit fast allem deiner Meinung- denn um den Konflikt einer Selbstaufgabe und was man damit bewirkt geht es ja. Danke trotzdem für den ausführlichen Kommentar.

      23.02.2013, 18:10 von Lili_Keks
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    • 0

      Herzstümperei?  Bei all deiner ausführlichen Kritik interessiert mich natürlich ein End-fazit.. :)

      23.02.2013, 19:13 von Lili_Keks
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • 1

    Ein schöner Gedankenfluss. Wie sang Lenny doch so schön; Let love rule

    23.02.2013, 15:33 von See_Emm_Why_Kay
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  • 0


    Wer keine Liebe hat, täuscht eine vor und glaubt sich selbst weil es unhaltbar wäre ohne menschliche Liebe zu leben.


    Das finde ich so grundlegend falsch.

    23.02.2013, 15:30 von FrauKopf
    • 0

      Ich möchte damit auf die vielen Affären anspielen die in meiner Generation überhand nehmen und letztendlich aber nichts mit ehrlichen Gefühlen zu tun haben.

      23.02.2013, 18:11 von Lili_Keks
    • 0

      Das finde ich aber reichlich anmaßend, fehlendes ehrliches Gefühl nachzusagen.

      23.02.2013, 18:24 von FrauKopf
    • 0

      Naja, ich glaube eben, dass sich bei solchen Dingen oftmals der Wunsch nach einem Gefühl und eine ehrliche Empfindung vermischen. Zuneigung und angezogen fühlen ist eben meinem empfinden nach nicht gleichzusetzen mit Liebe.

      23.02.2013, 18:28 von Lili_Keks
    • 0

      Das magst du glauben, nur muss das nicht wahr sein und erst recht nicht universell anwendbar.

      23.02.2013, 18:39 von FrauKopf
    • 0

      Ist ein Text nicht immer vom begrifflichen Verständnis des Autors geprägt?
      Dann hat dich mein Text wohl nicht erreicht?

      23.02.2013, 19:16 von Lili_Keks
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  • 0

    Ich glaub nicht, dass die ganze Menschheit nach Liebe strebt, aber sie sollte es.

    23.02.2013, 14:52 von elpe
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  • 1

    WOW!
    Kurz und knackig.
    Aber das Fazit fehlt.

    23.02.2013, 14:15 von cosmokatze
    • 0

      Ja, der erste versuch war nicht so erfolgreich, obwohl so eine Leere
      natürlich auch seine phaszination hat- jetzt ist es nicht mehr ganz so
      kurz, aber mundet hoffentlich trotzdem :)

      23.02.2013, 14:48 von Lili_Keks
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