blackandbordeaux 16.10.2012, 19:01 Uhr 0 0

Licht und Kälte.

Wie Glück schmeckt in diesen Tagen.

Ich seh dich, in deinem schwarzen gestrickten Pullover und den Acid Wash Jeans und deinem allgegenwärtigen Schal. Ich ändere meine Meinung über dich, Stück für Stück, bis von der alten Aversion kein bisschen übrig ist. Du umarmst mich und der Geruch von Karamell und Salzluft überflutet mich und weckt Erinnerungen an seltene Momente. Ich kenn dich nicht gut, ich meine, im Prinzip bist du nur der beste Freund meiner guten Freundin und im Prinzip würden wir uns gar nicht treffen. Du redest, ich lache. Ich rede, du lachst. Wir harmonieren gut mit unseren kleinen lustigen Alltagsspinnereien und es ist verdammt kalt. Was hältst du von mir? Der Gedanke blitzt kürzer als sonst auf, als bei anderen. Es ist genau unsere Zeit und das Licht wechselt und verändert sich, während ich endlich wieder atmen kann, endlich wieder ich sein kann, so befreit wie lange nicht durch die Straßen Laufe. Wir laufen und reden und eigentlich bekomme ich gar nicht mit, was. Ich lächle und nicke und bin vertieft in deine Art, während unsere Worte zum Hintergrundgeräusch werden. Wir setzen uns hin, rauchen 'ne Ziese und ich genieße den Rauch in der Lunge, währenddessen du weiter deine schönen Lebenspläne erzählst und mich nach langer Zeit wieder zum Lachen bringst, mich glücklich machst. Ich will deine Freundschaft, um alles in der Welt. Ich liebe deine Art, wie du bist und was du machst und wie du meine Negativität an dir abprallen lässt und mir sagst, dass eh nichts wirklich schlimm ist. Du bist so vieles, musst so viel ersetzen, aber du kannst es und tust es unbewusst und mir würde es unglaublich viel bedeuten, wenn wir befreundet wären, weil ich weiß, mit dir wird alles wieder gut. Ich weiß das, ich vertraue darauf und , oh Wunder, ich werde nicht enttäuscht. Ich bin vielleicht nicht die beste im sich anfreunden, aber du machst es leicht. Verdient diese Begegnung all diese naiven Betrachtungen? Ich wollte mich noch bedanken, für zwei Stunden Glück. Ich weiß wieder, wie es schmeckt.


Tags: Jugendzeit, Meinungsänderung, Dankbarkeit
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