Quinni 16.10.2007, 21:13 Uhr 0 0

Kampf mit dem Gewissen

Heute sah ich das Schwein, wo es letztes Jahr noch Streit gab. Bis heute bin ich immer noch der festen Überzeugung, dass das gar nicht sein kann.

Und auch meine Familie gab mir damals Recht. Es kann nicht möglich sein.
Sie meinten, dass so was undenkbar ist. Immerhin kennen wir uns ja schon seit dem 12 Lebensjahr. Ich habe dort meine zweite Familie gefunden.

Verdammt! Wir sind echt durch Dick und Dünn gegangen.
Wir haben uns sogar mal gegenseitig zu Boden geprügelt.
Und auch noch heute. Wir Trainieren zusammen, machen Party, treffen uns mit anderen Kollegen, Saufen, Disco.

Aber wir haben ein Tabuthema.

Keiner von uns spricht es aus. Nur wenn wir von meiner Familie spreche rutscht es ab und zu zwischen den Lippen hervor. Nur flüchtig. Danach wird es gleich wieder mit was anderem „weggekehrt“.

Denn keiner weiß die Wahrheit – und ich will sie nicht wissen.
Wenn es dass ist was ich hoffe dass es das nicht ist dann wäre ich nicht mehr der der ich heute wäre.

Aber ich frage mich immer wieder wenn ich dieses Schwein sehe, ob er es nicht doch wahr... „Nein so was geht nicht“, ruft immer mein Gewissen, „so was passt nicht zu Ihm“.

Und ich glaube meinem Gewissen. – Aber was, wenn doch. 150€ sind schon eine menge Geld. Vor allem wenn es das Geld meiner kleines Schwester ist.

Und immer wieder geht das Szenario in meinem Kopf durch.

Familie nicht da; Er schläft im Zimmer meiner Schwester; Frühstück; Er geht; 1Woche später fragt mich meine Schwester, wo das Geld ist.

Aber es ist so was von unmöglich.

Und ich bin mir sicher: Er war es nicht. - Morgen gehen wir wieder Trainieren – und das Tabuthema bleibt.

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