Limited_Edition 01.06.2007, 14:06 Uhr 3 3

Ich brauche deine Nähe, ...

... doch sie macht mich kaputt

Du bist der wichtigeste Mensch für mich. Du sagst: "Momentan, aber das wird sich auch wieder ändern und dann tritt ein anderer an meine Stelle." Bestimmt. Aber ich kann das Alles nicht so nüchtern betrachten und unser Gespräch geht auch nicht emotionslos an mir vorbei. Ich weiß, dass auch du dir über alles Gedanken machst, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass du gerade so sprichst, als wäre es eine alltägliche Situation, dass jemand dir sein Herz ausschüttet.

Du hast diese Art an dir. Ich weiß ja, dass du Recht hast und auch mehr Lebenserfahrung hast als ich, aber man kann doch nicht alles so objektiv betrachten. Es kommt mir so vor als könnte dich nichts im Leben erschüttern: Du weißt, dass Menschen sterben, dass Liebe zerbricht und Freundschaften auseinander gehen. Ich weiß es auch. Aber ist es denn falsch, dass ich mir manche Dinge zu Herzen nehme und auf ein gutes Ende hoffe? Ich habe Angst, wichtige Menschen zu verlieren, vorallem dich. Du findest es normal, dass sich alles ändern wird. Darf ich nicht um unsere Freundschaft kämpfen, wenn es irgendwann Anzeichen für ein Auseinanderbrechen gibt??

Manchmal habe ich das Gefähl, du gehst mir aus dem WEg. Irgendwie weiß ich aber, dass es nicht stimmt und dass du momentan viele Dinge zuerledigen hast. Aber ich brauche dich, so sehr, dass ich mnachmal das Gefühl habe zu zerbrechen ,wenn du nicht in meiner Nähe bist. Oft bin ich schlecht gelaunt und kleinste Dinge regen mich auf, doch ein Lebenszeichen von dir, zaubert mir direkt ein Lächeln ins Gesicht.

Viele sagen, dass unsere Beziehung mehr als nur Freundschaft ist. Kann sein. Aber ich habe Angst mit dir darüber zu sprechen. Angst, dass dieses Gespräch einen Keil zwischen uns treibt und ich dich verliere. Was würde ich ohne dich machen???

Ich hatte in letzer Zeit viele Probleme und du warst immer für mich da. Bedingungslos. Oft war ich traurig, dass ich dir nie helfen kann, dir nie wirklich zeigen kann, wie wichtig du mir bist und wir dankbar ich dir bin. Doch all die Gespräche, die Stunden, die ich mit dir verbracht hab, und die Tränen, die du mir getrocknet hast, machen mir klar, wie zerbrechlich ich geworden bin. Oft liege ich nachts wach neben dir, du schläfst und eine fürchterliche Angst überfällt mich. DIe Angst, dass du irgendwann fort bist, mich alleine lässt. Ich habe Angst daran zuzerbrechen.

Du bist wie eine Droge. Ich bin abhängig und verspüre den Drang dich immer öfter zu "konsumieren", doch ich weiß, damit schaufle ich eine Grube, in die ich später hineinfallen werde, wenn du nicht mehr da bist.

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    Du bist wie eine Droge. Ich bin abhängig und verspüre den Drang dich immer öfter zu "konsumieren", doch ich weiß, damit schaufle ich eine Grube, in die ich später hineinfallen werde, wenn du nicht mehr da bist.

    GENIAL! Sehr tolles Ende, gut beschrieben. Traurig. Aber ein wundervoller Text!!

    07.01.2011, 17:41 von sparklenina
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      @sparklenina Danke!

      07.01.2011, 17:43 von Limited_Edition
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    Kann genau nachfühlen, wie dir zumute ist (oder war?). Vor allem der Abschnitt "Oft bin ich schlecht gelaunt und kleinste Dinge regen mich auf, doch ein Lebenszeichen von dir, zaubert mir direkt ein Lächeln ins Gesicht.". Sowas ist wirklich schrecklich, da einen die Umwelt ganz schnell kaputt machen kann!!!
    Wie ist es denn zwischenzeitlich?

    05.12.2007, 17:17 von Thymianwidderchen
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    ich kenne das gefühl sehr gut und wünsche dir, dass die droge weniger droge wird...

    01.06.2007, 15:50 von La_P
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