So_Gewollt 18.01.2015, 02:19 Uhr 0 1

Es war einmal...

Eine Freundschaft. Ein potentielles "wir" in meiner Welt. Und Gleichgültigkeit in deiner.

Wie kann einem ein Mensch so fremd werden? Wie können Gespräche, viele kleine gemeinsam verbrachte Augenblicke, Sympathien so bedeutungslos werden? Und wie kann man sich so in jemandem täuschen?

Du bist mir fremd. Ich habe dich mal für den guten Kerl gehalten, jemanden, bei dem ich mich wohlfühlen kann. Ich dachte, ich würde dich kennen. Und dass du es wert wärst. Das alles ist verblasst. Jetzt bist du nur noch der, der mich verletzt und wütend gemacht hat. Ich kenne dich nicht. Entweder hast du dich verändert oder meine Wahrnehmung – weil ich jetzt weiß, dass ich dir nie etwas bedeutet habe. Es hat dich nie wirklich interessiert, wie es mir geht und wenn ich von einem Tag auf den anderen verschwunden wäre, es wäre dir gar nicht aufgefallen. Vielleicht ist es unfair von mir, dir das vorzuwerfen. Weil du mich nicht gezwungen hast, dass mir sehr wohl etwas an dir lag.

Aber weißt du was? Du hast so oft meinen Stolz verletzt und mich herabgesetzt, dass ich nicht noch einmal den selben Fehler machen und versuchen werde, unsere frühere Freundschaft wieder herzustellen. Du hast keine Ahnung, wie du mich verändert hast. Meinen Glauben an mich selbst, an die Liebe und meine Einstellung zu meinen eigenen Gefühlen. Ich bin über dich hinweg. Ich darf nur nicht daran denken, was du mir mal bedeutet hast. Ich hasse es, wenn Menschen einfach so aus meinem Leben verschwinden.


Manchmal vermisse ich unsere Freundschaft. Irgendwie denke ich, dass da noch irgendwo der Junge sein muss, der behauptet hat, wir seien uns ähnlich. Mit dem es immer so leicht war. Vielleicht gäbe es noch eine Chance für unsere Freundschaft. Ich weiß es wirklich nicht, aber ich bin immer auf dich zugekommen und du hast immer genommen, aber nie gegeben. Irgendwann lerne sogar ich daraus und höre auf, immer das Gute in dir sehen zu wollen. Manchmal bin ich fast versucht, dir zu schreiben und zu vergessen, dass es wieder in einer Sackgasse landen würde. Weil es dir egal ist. Und diese Demütigung gönne ich dir nicht noch einmal.

Du bist vielleicht zu feige oder zu faul, um dich noch länger mit mir auseinander zu setzen, ich aber bin es einfach nur leid.

Und ich hoffe, dass wenn es ein Mädchen für dich gibt, dir das selbe passiert wie mir. Auch, wenn du wahrscheinlich nie in die Lage kommen wirst, ein „ich wollte nie wirklich mit dir befreundet sein“ zu hören. Mal davon abgesehen, dass du meiner (und übrigens nicht nur meiner) Meinung nach ein wirklich gestörtes Verhältnis zu menschlichen Bindungen hast. Ich wünschte wirklich, ich könnte so ein guter, selbstloser Mensch sein und dir nur das Beste wünschen. Vielleicht kann ich das, wenn du in eineinhalb Jahren in eine andere Stadt ziehst und wir uns endgültig nie wieder sehen oder sprechen werden. Und es mir nur noch wie ein böser Traum vorkommt, dass ich so viel Energie auf dich verschwendet habe.

So und jetzt widme ich mich wieder den Leuten, denen ehrlich etwas an mir liegt. Und auch wenn es mir schwer fällt, warte ich nicht auf dich. Nie wieder.

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