Gitchi 30.11.-0001, 00:00 Uhr 17 0

"Es ist mir egal..."

So klingt es seit einem halben Jahr aus deinem Mund. Der Mund, der mir früher Ratschläge gegeben und seine Probleme erzählt hatte zieht nur am Joint.

Es gibt ja diesen alten Witz: „Kiffen macht gleichgültig!“ - „Mir doch egal!“. Warum ist aus dir so eine Witzfigur geworden? Eine Freundin brauchst du nicht mehr und deine Abenbeschäftigung ist monoton aufs Kiffen ausgerichtet. Warum musstest du es nur so übertreiben? Sieben mal am Tag ist zu viel. Doch du merkst es nicht, wie du in diesem Sumpf versinkst. Ganz langsam gerätst du immer tiefer.

Musik machst du schon lange keine mehr. Früher hattest du immer Songs geschrieben, Songs mit viel Gefühl um deine Probleme zu kompensieren. Ich mochte diese Songs, sie stellten deine Persönlichkeit dar, sie waren teil von dir. Jetzt hast du keine Persönlichkeit mehr, du bist zu einer Kiffermaschine verkommen, nur noch auf den nächsten Joint aus. Lachen kannst du auch nur noch im bekifften Zustand. Früher ,ja ja früher, da haben wir noch zusammen gelacht, haben abends Videos geguckt oder auch mal eine Runde am PC gezockt. Jetzt kiffst du nur noch.

Schön wäre es wieder mit mich zu unterhalten. Manchmal versuche ich es, aber dann kommt nur ein: „Mach doch was du willst.“

Du sagst, es geht dir gut, so gut wie noch nie in deinem Leben, aber irgrendwann wird dich alles einholen, wirst du merken das es nicht so weitergeht. Ich hoffe für dich, dass dies so früh wie möglich passiert.

17 Antworten

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    Ich hab auch eine Freundin, die dem Kiffen verfiel! Inzwischen nimmt sie alle moegliche Drogen und jedes Mal wenn ich ihr begegne, koennte ich heulen! Ich kenne ihre background story, aber dagegen kann man nichts mehr unternehmen! Ausser reden.. was sie nicht oft tut, oder getan hat, als sie noch einigermassen klar war in der Birne! Aber was soll man da tun? Ich habs mit reden versucht, mich mit anderen Freunden zusammen getan und ne Weile ganz viel mit ihr unternommen, so dass sie aus ihrem 'Bekanntenkreis' raus kam, aber irgendetwas hat sie immer wieder dorthin zurueck gefuehrt! Wir dachten schon daran, sie in den Keller zu sperren und erst wieder heraus zu lassen, wenn sie den Satz "aber das ist doch gar nicht so schlimm" aus dem Hirn verbannt und eingesehen hat, dass gerade das so schlimm ist, dass sie diesen Satz immer sagt, wenn man sie auf ihr Befinden anspricht! Auch dachten wir daran, sie bei ihrer Mutter zu verpetzen, mit der Hoffnung, dass diese erfolgreicher sein wird als wir.. aber alles war so offensichtlich - die Mutter wollte wohl mit Absicht nichts bemerken!
    Meine Freundin haette einige Monate mit einem Segelschiff wegfahren koennen, bei dem sie ein Jobangebot hatte.. und was macht sie? Will ihre tollen Sommer-Goa-parties nicht verpassen und bleibt zu Hause! Haette ihr am liebsten so manches Mal den Hals umgedreht, weil sie mich mit ihrer wachsenenden Dummheit so sehr auf die Palme bringt, aber inzwischen glaube ich nur noch, dass irgendwann die naechste Pille ihre letzte sein wird..

    10.01.2006, 03:53 von flipflophiphop
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    Ich kenne das auch, ich war ca. 9 Jahre lang mit jemandem zusammen, wo es sich nur ums kiffen ging... egal wenn es Probleme gab. Warte Schatz ich bau mir eben noch ne Tüte.... Es ist schön es einmal zu versuchen, ist witzig, aber dabei sollte man es belassen. Man sollte nicht annehmen, man könne nur "relaxen, happy sein", wenn man sich einen Joint reingezogen hat. Das verändert einfach die Persönlichkeit... es kam soweit das mein Freund in Depressionen gefallen ist, er war überhaupt nicht mehr der, den ich kennengelernt hatte.... und heute... ist es nicht mehr so und er hat sich selber wiedergefunden.... nur das müssen die Menschen selber kapieren... reden, drohen hilft alles nichts...

    01.01.2006, 13:29 von lunapop
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    will keine schleichwerbung oder so was machen aber vielleicht doch: das Buch mein leben als kiffer von Amon barth empfehle ich weiter an alle die mal gekifft haben oder dabei sind oder sonst irgendwas damit zu tun haben...

    31.12.2005, 16:25 von chicita
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    Sieben mal am Tag?
    das ist echt krass...
    Und das die ganze woche durch?!

    31.12.2005, 13:50 von Revolutiongirl
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    ohje...

    31.12.2005, 13:43 von Junge_Helden
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    Leider passieren Geschichten wie deine so häufig im nähren Umfeld,dass man nur verständnissvoll mit dem Kopf nicken kann!

    29.12.2005, 11:25 von schessi
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    So alt wie ich. Und ich habe viele Versuche unternommen, ihm auf die Sprünge zu helfen, war mein bester Freund damals, da streckt man sich schon etwas weiter. Doch es half nichts. Zum Schluss stand ich ihm wohl ein wenig im Weg. Vielleicht konnte er ohne mich den besseren Weg beschreiten.
    zz.

    29.12.2005, 09:00 von zzebra
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    Ich kann verstehen, was es bedeutet, auf diese Art einen Freund oder eine Freundin zu verlieren. Traurig finde ich nur folgendes: Aus dem Artikel spricht nur Wut, nur Vorwurf. Keine Traurigkeit.

    Die Person, über die Du schreibst, ist (hoffentlich) alt genug, um über ihre eigenen Probleme selbst nachzudenken. Bevormundung und Vorwürfe werden sicher nicht helfen, wenn Du der Meinung bist, dass das Kiffen ihm nicht hilft.

    28.12.2005, 23:21 von Splinter
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